Video-Beweis aus Ecuador: Bananen-Pestizidflieger sprüht Gift aufs Mittagessen

Während sie auf der Plantage sind, werden sie aus der Luft mit giftigen Pestiziden besprüht. Einem Plantagenarbeiter reicht’s: Heimlich filmt er die gefährliche Praxis mit dem Handy. Mit dem Video will er auf die Verletzung seiner Arbeitsrechte aufmerksam machen.

Mittagspause auf der Bananen-Plantage Sitio Nuevo in der ecuadorianischen Provinz Los Ríos: Die Arbeiterinnen und Arbeiter sitzen in einem kleinen, offenen Speiseraum an Tischen, essen, unterhalten sich. Der Lärm eines Propellerflugzeugs übertönt die Gespräche. Es fliegt über der Plantage hin und her, mehrmals direkt über den Speisesaal. Es ist ein Pestizidflugzeug. Seine giftige Fracht versprüht es nicht nur in die Luft, auf die Bananen-Pflanzen und die Menschen im Feld, sondern auch auf das Mittagessen der Arbeiter/innen. Da vergeht einem der Appetit so richtig!

Whistleblower unter den Bananenarbeiter/innen

Ein Bananen-Arbeiter will sich die Verletzung seiner Arbeitsrechte nicht mehr gefallen lassen. Doch wer den Mund aufmacht oder sich in Gewerkschaften organisiert, muss mit Repressalien rechnen. Deshalb hat er die gefährliche Praxis heimlich gefilmt und der ecuadorianischen Bananen-Gewerkschaft ASTAC zugespielt. Gemeinsam mit ASTAC veröffentlicht Oxfam heute das Video.

„Leider ist es kein Einzelfall“, erläutert Jorge Acosta, selbst langjähriger Pilot von Pestizidflugzeugen und heute aktiv bei ASTAC. „Auf vielen Plantagen werden die Pestizide von Flugzeugen versprüht, während die Arbeiterinnen und Arbeiter im Feld, in der Verpackungsstation oder gar im Speisesaal sind.“

Drastisch erhöhtes Krebsrisiko auf Pestizid-Plantagen

Unser Kampagnen-Botschafter Ole Plogstedt war im Januar 2016 mit einer Oxfam-Delegation vor Ort. Arbeiter/innen berichteten uns, dass die Pestizidflugzeuge regelmäßig über die Plantage fliegen, auch wenn Arbeiter/innen auf dem Feld oder in den Packstationen sind, so dass sie das Gift abkriegen. Auch Bäche in und am Rande der Plantage werden nicht ausgespart, so dass die Gewässer mit Chemikalien verseucht sind. Viele Anwohnerinnen und Arbeiter beschwerten sich bei uns über den unkontrollierten Pestizideinsatz und Gesundheitsprobleme.

Das Beweis-Video schockiert umso mehr, wenn man sich jüngste medizinische Erkenntnisse anschaut: Bananen-Arbeiter, die Pestiziden ausgesetzt sind, haben ein drastisch höheres Krebs-Risiko als Arbeiter, die im Bio-Anbau arbeiten.

Zertifizierung ohne Gewerkschaften bringt wenig

Ein Schild mit der Aufschrift „Hda. Sitio Nuevo, D-280, Grupo Manobanda“ und dem Rainforest-Alliance-Siegel
Der Betreiber der Bananenplantage Sitio Nuevo in Ecuador wirbt mit der Rainforest-Alliance-Zertifizierung.

Sitio Nuevo gehört zu dem ecuadorianischen Unternehmen Manobal, das ein Dutzend Bananenplantagen betreibt. Alle waren bis vor Kurzem von Rainforest Alliance und GlobalGAP zertifiziert. Rainforest Alliance teilte uns mit, dem Betrieb sei im Juni (nach Veröffentlichung der Oxfam-Studie „Süße Früchte, bittere Wahrheit“) das Siegel entzogen worden. Auch GlobalGAP gab an, dass Manobal seit dem Sommer nicht mehr zertifiziert sei. Beschäftigte berichten, dass kürzlich ein Mitarbeiter eines Zertifizierungsunternehmens, das Prüfungen für Rainforest Alliance vornimmt, die Plantage besucht hat. Auf seiner Website wirbt Manobal weiterhin mit den Zertifizierungen.

Oxfam hat der Rainforst Alliance und GlobalGAP den Video-Beweis mit den entsprechenden Informationen übersandt.

Um die Situation auf den Plantagen zu verbessern, kann man sich nicht allein auf angemeldete Besuche durch externe Zertifizierer verlassen, so Jorge Acosta: „Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, dass eine wirksame Zertifizierung nur möglich ist, wenn die Beschäftigten der Betriebe und lokale Gewerkschaften einbezogen werden.“

https://www.oxfam.de/ueber-uns/aktuelles/2016-12-08-video-beweis-ecuador-bananen-pestizidflieger-sprueht-gift-aufs

We Balance The Earth – Die Indianische Alternative – Die Rede des Häuptlings zur Ökologie

Philipp Deere, Häuptling und Medizinmann hielt an der WU in Wien einen illustrierten Vortrag im Nov. 1982 über die Hopi Prophezeiungen. (Vieles ist davon bis 2012 eingetroffen)
„Das Gleichgewicht der Erde“ in English und Deutsch. Video von Ing. Friedel Hans.

Veröffentlicht am 08.03.2012

Im Einklang mit der Natur

Dass wir uns selbst den Himmel auf Erden erschaffen können, beweisen die Bewohner der russischen Familienlandsitzsiedlung „Slavnoje“.

Nur 120 km von Moskau entfernt haben mehr als 150 Familien in den malerischen Feldern der Tula-Region ihre neue Heimat gefunden. Jede der Familien hat ihre eigene Geschichte, ihren eigenen Weg. Doch sie alle vereint die Idee, gemeinsam und tatkräftig einen gesunden und lebenswerten Planeten zu hinterlassen.

Gehen Sie mit uns auf Entdeckungsreise in ein neues Leben!

Veröffentlicht am 25.02.2015

Im Einklang mit der Natur – Ein Besuch bei Oleg und Elena (Auszug aus dem Film Slavnoje 2)

Veröffentlicht am 19.07.2016

Die DVD (43 Minuten + 45 Minuten Bonus) kann ab sofort auf http://Slavnoje.com bestellt werden!

Bio-Garten und Permakultur – Die Unterschiede

Es beginnt die Gartensaison  für Selbstversorger, Balkongärtner und alle, die es noch werden möchten 🙂

weitere Informationen über die Waldgärten, die gesunde Bio-Lebensmittel für alle bringen können – sozusagen “kostenlos”
und Wie ihr eure eigene vertikale Low-Tech-Farm baut

 

organic-gardening-and-permaculture

Der Permakultur-Garten ist viel mehr als ein uns bekannter Bio-Garten. Dessen intelligentes Design nutzt kostenlose, nachhaltige Energien und Ressourcen. Er ist energetisch vernünftig und dabei behilflich, die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Ein gutes Design hat dabei ein grosses Potenzial. Es kann die Nachbarn verbinden. Der grösste Permakultur-Ort in der Welt, das Chikukwa Projekt, hat der ganzen Gemeinde geholfen.

Der Permakultur-Garten ist auch Teil eines allumfassenden Lebensstils der Fürsorge für die Umwelt. Ihr könnt es hier sehen:

http://transinformation.net/bio-garten-und-permakultur-die-unterschiede/

So sahen unsere Früchte aus, bevor sie von uns hochgezüchtet wurden. Absolut erstaunliche Bilder.

Immer wieder gibt es heute berechtigte wilde Aufschreie, wenn Forscher mal wieder irgendeinen Genmais auf den Markt bringen wollen. Was den meisten Menschen dabei gar nicht bewusst ist, ist dass all das Obst und Gemüse, das wir heute täglich essen, eigentlich garnichts mehr mit den ursprünglichen Pflanzen zu tun hat. Viele der angezüchteten Eigenschaften von Obst und auch Gemüse machen die Lebensmittel größer, leckerer und manchmal auch resistenter gegen Schädlinge. Hier wollen wir einige Beispiele vorstellen und zeigen, wie unterschiedlich manche Früchte aussahen, bevor der Mensch begann, sie zu züchten:

So sieht die Wassermelone heute aus: Viel Fruchtfleisch, oftmals keine Kerne. Ursprünglich waren es aber sogar die nahrhaften Kerne, weswegen man die Früchte sammelte, denn das Fruchtfleisch war bitter.

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Aber tatsächlich hat die Wassermelone früher ganz anders ausgesehen, wie auf diesem Bild von Giovanni Stanchi. Sein Bild wurde irgendwann zwischen 1645 und 1672 gemalt und zeigt, wie wenig Fruchtfleisch sie ursprünglich hatte.

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Die Banane wie wir sie essen und lieben ist tatsächlich ein Hybrid und hat einige hundert Jahre an besonderem Anbau hinter sich gebracht. Heute hat sie diese handliche Form, den leckeren Geschmack und fast keine festen Samen mehr im Inneren.

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Bevor die Banane vor ca. 7000 Jahren in Papua-Neuguinea kultiviert wurde, sah sie so aus. Die Samen waren größer, dunkel und härter und auch das Fruchtfleisch hatte nicht den gleichen Geschmack, wie der, den wir heut mit der Banane in Verbindung bringen.

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So kennt jeder die Aubergine: Länglich mit violett glänzender bis schwarzer Haut. Das Innere ist meistens ganz weich und von den Kernen sind nur noch ganz wenige, kleine und weiche übrig.

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Die Aubergine kommt historisch in vielen verschiedenen Varianten vor. Manche von ihnen sind gelb und rund – und sehen ganz anders aus, als die tiefvioletten Exemplare, die wir heute kennen. Als erstes wurden diese Pflanzen in China kultiviert und haben dort eine lange und traditionsreiche Geschichte als Nutzpflanzen. 

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Auch die Karotte hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Heute kennen wir sie orange und knackig. Salate, Hasenfutter oder Snack zwischendurch – die Karotte ist ein echter Alleskönner. Doch bevor sie zu dieser typischen Form gelangt ist, sah sie ein bisschen anders aus.

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Und zwar so: Die frühesten bekannten Karotten wurden in Persien und Kleinasien gezüchtet. Von ihrem orangefarbenen Aussehen ist noch nicht viel zu sehen. Ganz im Gegenteil: Die Wurzel, die die frühe Karotte auf diesem Bild hat, ist dünn, weiß und hat viele Auswüchse. Bis zu unserer Speisekarotte ist es noch ein langer Weg.

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Die Paprika, wie sie bei uns bekannt ist. Im Gegensatz zu ihren scharfen Verwandten ist sie handgroß und schmeckt eher zahm: Hier steigt einem beim ersten Bissen nicht die Röte in die Wangen. Aber kannst du dir vorstellen, wie sie früher ausgesehen hat ?

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Bei Ausgrabungen in Tehuacán, Mexiko konnten Belege gefunden werden, dass Paprika bereits vor über 9.000 Jahren als Nutzpflanze gedient hat. Doch damals sah die Paprika wie ihre Wildform aus: Klein, rund und etwa 1 cm groß. Noch immer ist sie wildwachsend in Südamerika anzutreffen. 

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So kennen wir Maiskolben heute: Eingepackt in grüne Blätter mit dem Kolben in der Mitte. Die gelbe Farbe ist typisch für ihn und er wird in Salaten, auf Pizza oder als Popcorn gegessen. Vor 9.000 Jahren allerdings hatte der Mais weitaus weniger Zucker: Gerade einmal 1.6 Prozent im Vergleich zu den heutigen 6,6 Prozent.

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Und ausgesehen hat er so: Damals kaum essbar mit weniger Körnern, war Mais trocken, weitaus kleiner und auch noch nicht gelb. Der Mais veränderte sich während des 15. Jahrhunderts am stärksten, als europäische Siedler begannen, ihn zu kultivieren.

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Auch der Pfirsich, den wir heute essen, ist ein Produkt ganz bestimmter Züchtungen. Moderne Pfirsiche sind 64 Mal größer, als ihre wilden Verwandten, 27 Prozent saftiger und immerhin 4 Prozent süßer. So kennen wir den Pfirsich heute.

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Und so sah er ursprünglich aus. Vom Aussehen her erinnert er eher an Kirschen, denn er ist deutlich kleiner und besitzt eine starke, rote Farbe. Die ersten Pfirsiche wurden 4.000 vor Christus in China domestiziert und schmeckten früher leicht erdig und sogar etwas salzig.

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Die Erdbeere heute: Rot, mit kleinen „Nüsschen“ auf der Oberfläche und dem typisch fruchtig-leckeren Geschmack. Die größte Erdbeere der Welt wog stolze 250 g und hatte einen Umfang von 30 cm!

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Ihr wildwachsender Kollege allerdings ist viel kleiner, doch etwas anderes kannte man bis zum 18. Jahrhundert nicht. Denn die große Beere, die wir heute alle schätzen, kam erst mit der Besiedlung Amerikas nach Europa. Aber so klein sie auch sind – der Geschmack von Walderdbeeren ist doch kaum zu übertreffen.

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http://www.heftig.co/steinzeitobst/

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