AN die Welt zum heutigen Tag – Sprache – Denken – Reden – Handeln … unser Handeln wird durch unsere Sprache und Gedanken geprägt!

Liebe Freunde von w3000,

nach langer Zeit ist es mir wieder ein Anliegen über meine persönlichen Erfahrungen aus allerletzter Zeit zu reden.

Kennt ihr das, dass man sich gegenseitig nervt, nur weil vielleicht eine nicht gut angepasste Sprache für das verwendet wird was man haben will oder ablehnt, bzw. was man einander mitteilen möchte?

Ein schon fast banales Beispiel für das was ich meine, ist folgendes:

Man hat Besuch bekommen und bietet diesem einen Kaffee an, fragt ihn, wie willst du ihn haben, mit oder ohne Zucker, mit Milch oder Sahne?

Der Gast will keinen Zucker aber Sahne sehr gerne.

Der Kaffee ist fertig und man gibt Sahne in den Kaffee, der Gast beobachtet das und sagt etwas schroff, „der ist mir zu dunkel“, das gibt dem Gastgeber das Gefühl etwas falsch gemacht zu haben und den Gast sogar ein klein wenig verletzt zu haben nur weil der Kaffee für ihn zu dunkel geraten war. Schließlich will man ja auch ein guter Gastgeber sein.

Würde der Gast einfach gesagt haben, „bitte etwas mehr Sahne, ich habe den Kaffee gerne sehr hell“, würde das doch ganz anders klingen, ja positiv klingen im Gegensatz zu der negativen eher vorwurfsvollen Aussage „der ist mir zu dunkel“.

Mal darüber nachgedacht???

Das soll auch ein Beispiel für negative oder positive Sprache sein, drückt man immer das aus was man will ist das eine sehr positive Art der Rede, sagt man aber immer nur das was man nicht will ohne auch zu sagen was man will, ist dies eine negative vielleicht sogar beleidigende Aussage.

Das ist selbst dann eine Negativaussage wenn daraus impliziert hervorgeht was der andere haben will… jeder würde doch sofort wissen, dass derjenige der meint, dass ihm der Kaffee zu dunkel ist, er mehr Sahne hinein haben will, aber warum sagt er das denn nicht gleich, sondern macht stattdessen einen verletzenden Vorwurf daraus, das muss doch wahrlich nicht sein – oder?

Noch etwas anderes ganz Übliches in dieser Welt, ich möchte gerne einen direkten Bezug zur aktuellen Sprache herstellen, er bezieht sich in diesem Beispiel auf die Begriffe Zynismus, Sarkasmus vor allem aber auf die Ironie, die komplett falsch verstanden werden könnte.

Sich über andere lustig zu machen oder sie durch den Dreck ziehen, was mit Sarkasmus und Zynismus passiert unterliegt wohl kaum einem Irrtum, denn jeder weiß was gemeint ist und dass damit nichts Gutes, sondern herbe Kritik gemeint ist.

Die Ironie meint allerdings das Gegenteil vom Gesagten, nun gut, wenn ich in einem Kabarett bin werde ich auch das sofort verstehen und auch darüber lachen können, denn im Kabarett sind alle drei, Zynismus, Sarkasmus und Ironie am richtigen Platz.

Ist aber einer mir gegenüber ironisch, weil er das was wirklich der Fall ist nicht sagen möchte und anstatt zu sagen, darüber will ich grad nicht reden, schiebt er eine ironische Antwort heraus, die beim Fragesteller ganz schlecht ankommt, vor allem deshalb weil er nicht unbedingt erkennen kann, dass die Antwort eine ironische gewesen war, diese also ernst nimmt.

Stellt er gar später auch noch fest, dass die ironische gemeinte Antwort auch gar nicht der Wahrheit entsprach (es war ja das Gegenteil gesagt worden) fühlt man sich belogen, weil ja das Gegenteil zunächst geglaubt wurde. Manchmal richtet die Ironie sehr großen Schaden an, weil ihr keine Richtigstellung folgt und auch keine Rückfrage folgt.

Daher wäre es angebracht die Antwort mit einem „ironisch gemeint“ einzuleiten, denn damit besteht nicht die Gefahr später als Lügner abgestempelt zu werden.

Soviel zur gerne und häufig verwendeten Ironie!

Mir ist ganz genau das passiert, erst nahm ich es ernst, dann stellte ich fest dass es falsch war, da dachte ich dass ich vorsätzlich belogen wurde, in Wahrheit war es einfach nur Ironie, die mit ernster bedeutungsvoller Miene gesagt worden war :-/

Was aber ganz und gar nicht geht, egal wie man es dreht und wendet ist folgendes:

Einer macht eine schlechte Erfahrung mit dem derzeitigen Zustand in der Gesellschaft, egal womit, er erzählt das einem Freund, weil er nach einer Lösung sucht, der Freund geht aber nicht auf eine mögliche Lösung ein, sondern sagt, daran wirst du dich GEWÖHNEN müssen, denn das wird jetzt von Tag zu Tag noch schlimmer werden, weil…. irgendwelche politischen Entscheidungen … in diese Richtung getroffen wurden.

Gratuliere Lieber Mitmensch, wenn du so reagierst, dann leistet du auch für das, was du vermutlich selber nicht willst, einen ganz großen Vorschub und nährst die morphischen Felder mit dem Ungewollten, ja mit Negativität, mehr noch, du zementierst das Negative so richtig fest indem du deine Mitmensch obendrein auch noch dazu aufforderst, dass sie sich daran gewöhnen müssen… NO GO – das ist ein absolutes NO GO!!!

So geht es also dahin und gibt dem Alltag einen schlechten Geschmack, der Eine weiß ganz genau was er will und lässt sich mitnichten von einem Anderen, der obendrein noch nicht weiß, was er wirklich wirklich will, doch nicht sagen was er tun und denken muss. Er reagiert also barsch und zurückweisend, was den Freund nun ebenfalls nervt…

MUSS ist längst schon zu einem Unwort geworden, denn wahrlich was muss man schon wirklich, auf jeden Fall den Freund damit keinesfalls nerven. Es gilt auch Entwicklungsebenen zu überwinden, was einer schon längst hinter sich hat, hat der andere möglicherweise noch gar nicht kennengelernt.

Man darf nicht dem Irrtum verfallen und zu viel voraussetzen.

Man sollte sich aber auch nicht von einem der gerade gelernt hat, Vorschriften machen lassen, weil der kürzlich durch ein AH-Erlebnis glaubt jetzt schon alles zu wissen.

Kennst du das?

Du kommst auf etwas drauf, das du NIEMALS vermutet hättest, es wirft dich förmlich um und du hast das Gefühl nun schier ALLES versanden zu haben – kennst du das?

Der Eine oder Andere wird das kennen, und er wird in der Zeit danach auch erkennt haben, dass dies längst nicht ALLES war, was es zu erkennen gibt. Er wird sich später ein wenig schämen sich dumm vorkommen, weil er aus innerer Überzeugung vielleicht auch echten Blödsinn redete, weil er die so eben gemachte Erfahrung auf viele andere Begebenheiten die damit überhaupt nichts zu tun haben übertragen hatte, auch das war ihm erst viel später aufgefallen.

Die Frage und Antwort die sich jeder selbst stellen sollte ist, wie begegnen wir einander, was macht man wenn man sich ärgert und den anderen damit aber nicht konfrontieren will wo doch er der Anlass für den Ärger gegeben hat.

Wissen was man will – genau das sollte nicht nur gefunden werden, sondern MUSS (hier scheint mir ein muss angebracht zu sein) jeder für sich definieren und dementsprechend Reden und Handeln lernen.

Liebe Grüße
AnNijaTbé

am 9.11.2022 im Greg Kal.
15.12.1011 im NATÜRLICHEN JAHRESKALENDER

KIN 80 – BULUK CIB / AJMAG – die Weisheit – die Eule hat gesprochen!
Der Ton elf ist beherrscht von der Aztekengöttin der Geburt YOHALTICITL – sie regt CIB an für positive Veränderung zu sorgen, quasi einen Rückschritt zu den alten Gebräuchen zu machen, die aber wirklich sinnvoll und nützlich waren. CIB wurde mit Krieger übersetzt, man bedenke dabei, dass der wahre Krieger nicht der ist der Krieg führt, sondern Kampf zu verhindern trachtet. In diesen Tagen beginnt die Verhinderung eines jeglichen Kampfes mit der Sprache FÜR das GEWOLLTE. Der Mensch muss direkt sagen was er will, damit es vom Mitmenschen verstanden und ebenfalls erkannt wird.

Du bist nicht nur was du isst, du bist auch was du denkst, sagst und fühlst und nicht zuletzt das was sich durch deine Handlungen offenbart – in Lake’ch

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kaum hatte ich einen neuen Aufsatz zu diesem Thema geschrieben kam auch dieser Hinweis:

JAN VAN HELSING im Interview mit Anya Stössel

Sei dankbar für Schicksalsschläge

Jan van Helsing: Liebe Anya, neben dem Schreiben Deiner eigenen Bücher arbeitest Du ja nun schon seit mehr als zwei Jahrzehnten mit mir zusammen und hast an unzähligen Büchern für den Amadeus Verlag mitgearbeitet. Du beschäftigst Dich also sehr viel mit Texten und Sprache an sich, und eines Deiner Bücher trägt sogar den Titel „Sprachmagie – Die Macht der Worte“. Würdest Du sagen, dass Sprache eine Art Programmierung für das Gehirn ist?

https://amadeus-verlag.de/aktuelles/interviews/jan-van-helsing-im-interview-mit-anya-stoessel-sei-dankbar-fuer-schicksalsschlaege

 

Manipulation – Kalendermanipulation – Geschichtsmanipulation … Medikamentenmanipulation … u.u.u.

Danke Ralph!

Vorsicht geballte Negativität – manche brauchen das ja – leider ist es die WAHRHEIT!!!

Gib mir 66 min. gegen: eine Satanische Welt

Am 13.05.2017 veröffentlicht

RECHT kommt von RICHTIG – RICHTER sollten zurecht rücken was aus der erkannten Natürlichen Ordnung ausgebrochen ist…

RICHTER müssen immer mehrere sein (eventuell sogar 21 statt Schöffen), die vom Volk dafür gewählt wurden, weil sie besonders weise, besonders ehrlich sind und sich der Wahrheit verpflichtet verhalten. Die Aufgabe der Richter ist es einzig einen RECHTSPRUCH – RICHTIGSPRUCH zu erstellen, der geprüft wird, ob er denn auch durchführbar und ist und einer NATÜRLICHEN ORDNUNG hilft.

Ein UR-TEIL ist einzig Gottes und nicht des Menschen ~ es zeig sich in der NAT-UR aller DINGE.

RECHT ~ RICHTIG ~ IST RECHT ~ IST RICHTIG ~ IST MIR RECHT ~ IST DIR DAS RECHT? ~ RECHTS ~ VON RECHTS WEGEN ~ RECHTENS ~ RICHTIG

©AnNijaTbé: am 28.4.2018 des Natürlichen Jahreskalenders

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Liebe Freunde von w3000: Ich habe heute beschlossen, dass alle Berichte, denen wesentliches hinzugefügt wurde, oder wesentliche Änderungen vorgenommen wurden, auf den Tag der Änderung geschoben werden, sodass die Änderungen nicht unbemerkt bleiben. Wir entwickeln uns weiter und machen neue Erkenntnisse, die gelesen werden dürfen.

Hinzufügung am 6.8.2019: In dem Beitrag und folgendem LINK wird ein Richter zu RECHT hart kritisiert, denn dieser beansprucht vermessen unter anderem, dass der Begriff „Richter“ von „richtig“ kommt und weil dem so ist, ist alles richtig was ein Richter macht. Dass ich diese Meinung natürlich auch nicht vertrete geht auch aus diesem Beitrag hervor, den man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen darf. Dementsprechend sieht die „Rechtsprechung“ heute auch aus. Meist wird entsprechend dem besseren Geschäft entschieden, Wahrheit und Gerechtigkeit werden in die Tonne getreten 😦  https://institutfuerrechtsicherheit.wordpress.com/2019/04/13/das-ende-der-gerechtigkeit-ein-richter-schlaegt-alarm/ – aber nicht nur das, dieses Buch des Richters ist sogar ein Bestseller geworden – wieso das denn – war der Titel irreführend, wie der gesamte Inhalt des Buches auch? mehr dazu hier: https://diekolumnisten.de/2017/10/07/gnisa-und-das-ende-der-gerechtigkeit/

last but not least… das zu ändern ist JEDER aufgerufen indem er sich über die WAHREN herrschenden rechtlichen und sittlichen Zustände informiert und diesen entsprechend handelt, was natürlich gravierende Änderungen im Alltag zur Folge hat. Sobald jene, die sich selber als Mensch erkennen ihre Denk- und Handlungsweise geändert haben und eine signifikante Masse dies tut, müssen sich die Zustände der neuen RICHTIGEN Denkweise für eine NATÜRLICHE ORDNUNG anpassen und nicht umgekehrt.

Jetzt  noch eine Bitte an ALLE – wer hat eine gute Idee für eine Kurzversion von >> NATÜRLICHE ORDNUNG << keinesfalls darf es aber NATO sein – lol 😉 Ich freue mich schon auf kreative Ideen – Eure AnNijaTbé

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Gesetz ahd. casacida, gisezzida ~ Gericht ~ Gemein ~ Gemeingericht ~ Wahrheit

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Es tut mir leid
Bitte verzeih mir
Danke
Ich liebe Dich

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recht, n. , das substantiv des nachfolgenden adjectivs, als neutrum überhaupt nur im westgermanischen entwickelt. gothisch ist es ganz ohne entsprechendes; im altnord. wird es durch das masc. réttr, gen. réttar vertreten, das aber zum theil auch andere bedeutungen aufzeigt. es musz ein verhältnismäszig spät aufgekommenes wort sein, welches auf eine dem allgemeinen bewustsein durchgedrungene gegliederte gesellschaftliche ordnung

[Bd. 14, Sp. 365] fuszt und als schlagwort die feste stellung eines jeden innerhalb solcher gliederung anzeigt: recht bezeichnet so zunächst ein geregeltes verhältnis, und die daraus folgende leistung sowol wie den darauf gegründeten anspruch; im weiteren die norm, die für die gesellschaftliche ordnung maszgebend ist.
I. recht, als subjectiver begriff.
1) stellung innerhalb der gesellschaftlichen ordnung.
a) das recht ist zunächst eine von gott gesetzte ordnung (w3000: NATÜRLICHE ORDNUNG), die für jeden menschen lebenslänglich den festen stand und die damit verbundenen befugnisse und pflichten bedingt: nieman enmag erwerben ander recht, wen als im angeborn ist. Sachsensp. 1, 16, 1; al ensie ein man sîme wîbe nicht ebenburtig, her ist doch ir vormunde, und si ist sîn genôʒinne und trit in sîn recht, swenne sie in sîn bette gêt. swenne her aber stirbit, so ist sie ledig von sîme rechte und beheldet recht nâch irer geburt. 45, 1; nach der gliederung der stände ist dieses recht gegliedert (königes, dienestmannen, bischoves, burger recht u. ähnl.); durch frevel wird es verwirkt, so dasz der mensch aufhört, ein glied jener ordnung zu sein, vgl. DWB rechtlos.
b) daher recht in alten quellen wie stellung, würde, mit näherer bezeichnung durch genitiv:

mich dunket, solte ein ieglich man
guot nâch sînen tugenden hân,
so würde manic hêrre kneht,
manc kneht gewünne hêrren reht.
Freidank 76, 22;

aber auch, mit beziehung auf inneres, art, natur:

swelch man ist des guotes kneht,
der hât iemer schalkes reht. 56, 18.

c) dann auch von thieren, die ähnlich wie die menschen gesellschaftlich gegliedert aufgefaszt werden:

gottes gebot niht über gât
wan der mensche den er geschaffen hât;
vische, vogele, würme und tier
hânt ir reht baʒ danne wir.
Freidank 5, 14,

auch hier in der mehr innerlichen bedeutung der verliehenen art; in andern sprüchen, die diesen gedanken ebenfalls geben, steht dafür ê oder orden:

ein iewelîch ding diu ê noch havit
di emi got von êrist virgab,
ne wêre die zuei gescephte,
die her gescûph die beʒʒiste:
die virkêrten sich in diu dolheit. Annolied 51;

ein ieglîch dinc sîn orden hât,
daʒ ist von der nâtûre rât,
âne alters eine der man,
der sînen ordn niht halten kan. welsch. gast 2611.

d) endlich selbst von gegenständen und natürlichen dingen:

der himel ist kosmos genant:
der name ist dâ vür erkant,
daʒ eʒ genant sî ein geschaft
von eines schephæres kraft.
anegenge und ende er hât,
nâch sînem rehte er umbe gât,
nach der nâtûre gebote,
als im geordent ist von gote. Barlaam 237, 10.

weiterlesen…

recht, adj. und adv. rectus, dexter, probus u. s. w.
I. herkunft und form.
1) ein altes gemeingermanisches wort, bis heute in allen dialekten geblieben: goth. raíhts; altnord. rêttr, schwed. rätt, dän. ret; ags. reht, riht, engl. ryht, neuengl. right; fries. riucht; alts. altnfr. reht, niederd. recht, niederl. regt; ahd. mhd. reht; von urverwandten bildungen entspricht altpers. râsta gerade, recht, richtig, und lat. rectus, hier deutliches particip zu lat. regere gerade richten, lenken, während in den germanischen sprachen ein solcher lebendiger zusammenhang mit einem verbum nicht mehr vorhanden ist. die sinnliche bedeutung des gerade aus gehenden, die auch in die des starren verläuft (ahd. rigidus harter l. rehter Steinmeyer 1, 239, 31) ist gegen die abgezogene die seltenere geworden, vgl. unten II, 1. 2 gegen 3—7.
2) eine nebenform richt, mitteldeutsch vorkommend (Lexer mhd. handwb. 2, 376), ebenso niederdeutsch: den oelden wech richt uthwynte uppe de groten boken. weisth. 3, 87 (Westfalen, von 1480), erscheint auch, ganz ausnahmsweise, oberdeutsch:

den hüt solt du abziehen nit,
oder mit ungefügem sitt,
dasz er denk, du wölsts also riht
im werfen in das angesicht. Grobian. G 4a (v. 1814).

steigerungsformen sind wenig gebraucht, namentlich wenn recht adjectivisch steht; in sinnlicher bedeutung (vgl. dazu unten II, 2), wie niederd. dextra en rechter hant Dief. 178c; to der rechtere hand. weisth. 3, 86 (Westfalen, von 1480);

mit ihrer rechtern hand begreift sie dreierlei.
Rist Parnasz 840;

Veden: Was ist Eigendünkel und was ist Vernünftigkeit? (A.W. Trehlebov auf deutsch) | Sprachforschung

Am 17.02.2019 veröffentlicht

Textversion für Hörgeschädigte: https://www.dropbox.com/s/wca8p63b2tc… In diesem Video erzählt A.W. Trehlebow den prinzipiellen Unterschied zwischen Eigendünkel und Vernünftigkeit. Das Praktizieren von Vernünftigkeit im Leben ist die Grundlage für spirituelle Entwicklung.
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Die Endung >>KEIT<<

keit , feminine endung zur bildung abstracter substantiva von adjectiven: ewigkeit, geistlichkeit; einsamkeit, achtbarkeit; munterkeit, eitelkeit; kraftlosigkeit, ehrenhaftigkeit, dreistigkeit, helligkeit, nettigkeit.
1) Entsprungen ist -keit aus -heit (s. d.), und zwar durch ein misverständnis, bei den adj. auf -ig.
a) ewigkeit z. b. hiesz genau mhd. êwicheit, d. i. êwik-heit (ahd. êwigheit), weil ein g im auslaute mhd. zu c, d. i. k ward (wie noch heute z. b. in lang, gespr. lank); jenes c-h in êwicheit ward nun aber unvermeidlich zusammengesprochen, als wäre es ein echtes ch oder aspiriertes k, und so entstand der schein als wäre -cheit die endung. wie aber die echten ch, die nicht dicht hinter dem ton und vocal der stammsilbe standen, sich nicht halten konnten, sondern sich in k milderten, so ward auch diesz -cheit schon mhd. zu -keit, und das misverständnis war fertig, es hiesz nun êwikeit, êwekeit. doch erhielt sich daneben das ch, es scheint sogar nachher theilweis wieder vorzuwiegen. da ist nun lehrreich zu sehen, wie neben dem misverständnis sich zugleich das verständnis der form doch noch lange erhielt, ohne alle hilfe von grammatik oder schule.
wahrhaftig, adj. , weiterbildung von wahrhaft, die ursprünglich in der bedeutung mit diesem wort übereinstimmt, dann aber sich (besonders als adv.) in verschiedener richtung entwickelt. die bildung tritt im 14. jahrh. auf und beschränkt sich anfangs auf das md. (die ältesten belege finden sich in den predigten des meisters Eckhart, bei M. v. Beheim, Joh. v. Olmütz, Ackermann, in den Trebnitzer psalmen, bei Stolle, im Alsfelder passionsspiel), die Oberdeutschen dagegeu kennen sie anfangs nicht, noch Brant gebraucht sie nicht. gegen 1500 findet das wort aber auch im obd. eingang, Keisersberg, Murner, Aventin machen davon gebrauch, Hans Sachs, Fischart u. a. haben es neben wahrhaft. ganz besonders hat Luther zur aufnahme des wortes beigetragen, der es sowohl als adj. wie als adv. ungemein häufig verwendet. dasz das wort damals keinen localen charakter mehr hatte, ergiebt sich daraus, dasz in den südd. umbildungen der Lutherischen bibel (bei Dietenberger, in der Züricher bibel) Luthers warhafftig (dafür in der älteren bibel meist warhafft, s. oben sp. 814, beim adv. warlich s. unten 6, a, b) fast durchgängig beibehalten wird. auch die wörterbücher haben das wort von anfang an. schon in den vocabularen erscheint es meistens: Diefenbach gl. 115a certus, 612a verax, 162c veridicus, 613a verificus, 615b verus, warhafftig, worhafftig. ferner: warhafftiger mensch, bone fidei homo. Dasypodius 452a; warhafftig, verax. Maaler 484b; warhafftig in worten, der die warheit redt, veridicus. ebenda; gewisz, unfehlbar, warhafftig, verus, ratus, certus, immotus, indubitatus, firmus. Henisch 1603, 4; warhafftig, verus, verax. Schönsleder K k 5b; warhafft, warhafftig, der die warheit liebt, verace, veridico. Krämer 1209; veritatis omnes numeros in se habere, gantz wahrhafftig seyn. Dentzler 1, 859a; wahrhaft, wahrhaftig et wahrhaftiglich, verus, sincerus. Stieler 2414; wahrhafftig, der die warheit sagt, véritable. Rädlein 1026; wahrhafftig, true, sure, certain, infallible, real, right, firm. Ludwig 2368; wahrhafftig, verus, verax, veridicus. Kirsch 2, 378; wahrhafft oder wahrhafftig, verus. Frisch 2, 415c. Adelung (‚zuweilen für wahrhaft‘). die verlegung des tons auf die 2. silbe wird zuerst von Adelung erwähnt, aber auf das adv. beschränkt; jetzt wird auch das adj. vorwiegend in dieser weise betont, was schon im 18. jahrh. vorkommt, wie aus der verwendung des wortes im verse hervorgeht, z. b.:hier sieht im ächten licht, das um die gottheit flieszt,
sein nebelfreyer geist das, was wahrhaftig ist.
Wieland poet. schriften (1762) 2, 93 (moral. briefe 9).

Wahrheit und deren Arten:

wahrhaftigkeit, f. , abstractbildung zu wahrhaft und wahrhaftig, erst im nhd. vorkommend (einen mnd. beleg s. u. 2).
1) zu wahrhaft und wahrhaftig 1, aufrichtigkeit, bestreben die wahrheit zu reden, namentlich als ein dem menschen anhaftender charakterzug: veracitas, worhaftikeit, waarhaftigkeit. Diefenbach gl. 611c; veracitas, warhafftigkeyt. Dasypodius 258d; warhafftigkeit, veracitas. Maaler 484b; warheit, warhafftigkeit, verità, veracità. Krämer 1209; wahrhafftigkeit, véracité. Rädlein 1026; die wahrhafftigkeit eines menschen, a man’s veracity, his being far from speaking untruth. Ludwig 2368; wahrhaftigkeit, veritas, veracitas. Steinbach 2, 940; wahrhaftigkeit im reden, veracitas Hederich 2571; wahrhaftigkeit im mund und wahrheit in den sitten.
Hagedorn 1, 16; die wahrhaftigkeit, deren wir uns im laufe dieser geschichte immer befleiszigen werden. Wieland 11, 84 (don Sylvio 1, 12); der gute mann erzählt die unglaublichsten und albernsten wunderdinge mit einem so naiven ton von wahrhaftigkeit und überzeugung, dass er entweder ein sehr guter poet oder … eine gar einfältige seele gewesen seyn musz. suppl. 6, 211; die übertretung dieser pflicht der wahrhaftigkeit heiszt die lüge. Kant 3, 407; die wahrhaftigkeit in erklärungen wird auch ehrlichkeit und, wenn diese zugleich versprochen sind, redlichkeit, überhaupt aber aufrichtigkeit genannt. 5, 261; wem es nicht blos um die wahrhaftigkeit des lehrers, sondern auch … um die wahrheit der lehre zu thun ist. 10, 202; wahrhaftigkeit im inneren des geständnisses vor sich selbst und zugleich im betragen gegen jeden anderen sich zur obersten maxime gemacht, ist der einzige beweis des bewusztseins eines menschen, dasz er einen charakter hat. 10, 329 (anthrop. § 87); ein zweiter hauptzug [Bd. 27, Sp. 837]weiterlesen: http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GW02692#XGW02692
wahrheit, f. was der wirklichkeit gemäsz ist, der wirkliche sachverhalt, die richtige auffassung der dinge, ein wahrer satz, wirklichkeit, wahrhaftigkeit u. s. w.
I. formelles.
1) das wort tritt in den ältesten deutschen quellen noch nicht auf. der begriffwahrheit wird ursprünglich meist durch das substantivierte neutr. wâr gegeben (oben sp. 738), bei Otfrid auch durch die fem. wâra und wârî; ferner erscheint fürveritasbei Isidor und im Matthäuservangelium das fem. wârnissa, im Weiszenburger katechismus das fem. wârnissî, bei Otfrid das n. wârnissi. unser wort tritt zuerst in den rheinfränkischen psalmenfragmenten als wârheit, dann in den altniederfränkischen psalmen als wârhêd, wârheit, wârheide auf und wird von Notker als wârheit häufig gebraucht. neben mhd. wârheit steht auch mnd. wârheid Schiller-Lübben 5, 604 und fries. wêrhêd Richthofen 1140. jetzt ndl. waarheid. weiterlesen: http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GW02692#XGW02692wahr, adj. der wirklichkeit gemäsz, verwirklicht, wirklich, echt und recht, naturgetreu, wahrhaft u. s. w.

weiterlesen: http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GW02617#XGW02617

wahr, adj., nebenform zu gewahr, wie dieses nur in prädicativem gebrauch. es findet sich jetzt in nd. mundarten: wâr worden ten Doornkaat Koolman 3, 512; wôr warden Mi 108; wâr warden Dähnert 538, gewahr werden, erfahren, empfinden; hier wol aus gewahr entstanden, doch kommt schon mnd. zuweilen war neben gewar vor. Schiller-Lübben 5, 599, auch im Heliand begegnet neben häufigerem giwar einmal der plur. wara im Mon. 1882 (im Cott. giwara). das hd. kennt dagegen ursprünglich nur die zusammengesetzte form. auszerhalb des deutschen begegnet ags. wær gewahr, aufmerksam, vorsichtig, sorgfältig, mengl. war Stratmann-Bradley 668, nengl. ware, anord. varr aufmerksam, vorsichtig, schwed. norw. var, dän. vær und var, got. war (nur einmal belegt) vorsichtig, nüchtern.

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eigendünkel, m. arrogantia, vana de se opinio: du möchst lieber in alle sünde fallen, denn in dein eigendünkel. Luther 3, 432b;

drinnen blinder willen herscht und ein tauber eigendünkel.
Logau 1, 180, 61;

bloszer eigendünkel!
Schiller 361b;

die unbescheidenheit in der forderung von andern geachtet zu werden ist der eigendünkel. Kant 5, 300. s. DWB dünkel, DWB selbstdünkel.

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vernunft, f. überlegung, im ahd. und mhd. nd. nachweisbar. zwei formen stehen sich in alter zeit gegenüber: fernumft und fernunst, beide fortbildungen aus dem schon abgeleiteten ferniman, aber bei gleicher bedeutung mit verschiedner endung. fernumft steht danach zu den bildungen: zunft, kunft, während fernunst zu dienst zu stellen ist. in alter zeit ist vernunst im oberd. das gewöhnlichere, vielleicht weist vernunft mehr auf md. hin und ist von daher eingedrungen. im ahd. ist nach den zusammenstellungen Graffs vernumft zwar nicht unerhört, doch verschwindend hinter vernunst. im mhd. beginnt erst im 14. jahrh. vernunft sich auszubreiten, mnd. vornumst, vornumpst neben vornuft (Schiller-Lübben 5, 415b). in den Diefenbachischen glossarien findet sich vornust (intellectus) in einem nd. glossar Dief. gloss. nov. 314a, sonst nur die formen vornufft, vornonft, vernofft, vernunfft anagoge, intellectio, intelligentia (Dief. 302c, gloss. nov. 22b. 210b), aber allerdings in md. glossarien. in der nhd. zeit hat sich keine andre form als vernunft ergeben.
die bedeutung ist ursprünglich: das richtige auffassen, das aufnehmen, aber schon im ältesten deutsch ist es das vermögen womit wir die aufgenommnen gegenstände in uns verarbeiten, die

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vernünftigkeit, f.: ein rechtschaffen weib weisz durch jhren fleisz und vernünfftigkeit alles zu mittlen. Moscherosch christl. vermächtnis 197; dis war die bedingung der ichheit, der vernünftigkeit überhaupt. Fichte naturrecht 34; nichts besteht in die länge als das übel, das hartnäckige und die einsamkeit der seele, die wir alsdann mit unserer frommen vernünftigkeit betrachten und beobachten. Keller Seldwyla 405.

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Zur Vorsilbe >>VER<< noch einen Gedanken hinzu: VER hatte offenbar bevor es VER, also eine Schwächung geworden war, die Bedeutung FÜR.. also könnte statt vernunft FÜRNUNFT gesagt worden sein, oder immer noch gesagt werden – oder auch PRONUNFT.

Vom ursprünglichen ahd. augehend aber müsste es FARNUNFT heissen.

-eine …NUN..FT hat es anscheinend aber nicht gegeben – hier müsste noch geforscht werden wo sich das herleitet… jedenfalls steck das JETZT oder auch NU (schnell) da drinnen.

Die VERNUNFT ist also gar nicht so leicht zu durchschauen – 😉

ver , vorsilbe, vor nomina und verba gesetzt, niemals selbständig; neben ge die weitest verbreitete partikel.
I. form.
1) die germanischen sprachen zeigen vier verschiedene partikeln, die in form und bedeutung nahe verwandt sind: far, fir, fur, fra. den germanischen stämmen entsprechen die indogermanischen par (sanskr. parâ, griech. παρά, lat. per, litt. par, per), pur (sanskr. puras), pra (sanskr. pra, griech. πρό, lat. prôd, prae, slav. pra, pro), vgl. Fick indogerm. wb. 1, 140. diese formen scheinen auf einen stamm zurückzugehen (Grimm gramm. 2, 851), welcher die bedeutungvorbei, hinweghat und den Fick (a. a. o.) und Weber (ind. studien 2, 406) mit dem verbalstamme par (hinweggehen) zusammenstellen. wegen der ableitungen vom germanischen stamme fur ist für, vor zu vergleichen; der germanische stamm fra, goth. fra, ags. frä, altn. frâ (auch selbständig), dän. fra, schwed. fr kommt hier nicht in betracht. ins hochdeutsche scheint er keinen eingang gefunden zu haben; denn die wenigen belege, welche Grimm gramm. 2, 731 aus dem althochdeutschen aufführt: frapald, kühn, frasëʒ, rost, frasûmîc, versäumend, können auf einer erst im althochdeutschen sich vollziehenden verschiebung beruhen, die ja oft eintritt, wo liquide laute ins spiel kommen. das bei Graff 1, 530 aufgeführte ahd. frâʒ, präter. zu friʒʒu, könnte zwar aus fraaʒ, gleich goth. frêt, entstanden sein, doch ist es nur einmal als länge nachgewiesen, sonst kürze: fraʒ, vraʒ, wo ver einfach sein e ausgestoszen hat (wie bei vreischen).

2) dem gothischen fra und fair steht ahd. far

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