Sinngeschichte: Die Palme

Die Palme

Es war einmal ein Mensch, der konnte nichts Schönes und Gesundes ertragen.

Als er in einer Oase einen jungen Palmbaum im schönsten Wuchs fand, nahm er einen schweren Stein und legte ihn der jungen Palme mitten in die Krone. Mit einem Lachen ging er weiter.

Die Palme versuchte die Last abzuwerfen. Sie schüttelte und bog sich. Vergebens. Sie krallte sich tiefer in den Boden, bis ihre Wurzeln verborgene Wasseradern erreichten. Diese Kraft aus der Tiefe und die Sonnenglut aus der Höhe machten sie zu einer königlichen Palme, die auch den Stein hochstemmen konnte.

Nach Jahren kam der Mann wieder, um sich an dem vermeintlichen Krüppelbaum zu erfreuen.

Da senkte die kräftige Palme ihre Krone, zeigte den Stein und sagte: „Ich muss dir danken.

Deine Last hat mich stark gemacht.“  

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144 Die Büchse der Pandora Ein Hauch von Himmel

Sinngeschichte: Anbetung

Anbetung

            Einmal wurde ein Meister von seinen Schülern sehr stark verehrt. Sie sahen in ihm eine Art inkarnierter Gottheit und beteten ihn an.

Einer der Schüler wagte eines Tages dem Meister eine Frage zu stellen: „Sag mir bitte, oh Meister, warum kamst Du in diese Welt?“

Der Meister blickte seinen Schüler an und sagte: „Um Narren wie Dich zu lehren, ihre Zeit nicht mit der Anbetung von Meistern zu verschwenden.“  

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Sinngeschichte: Den Augenblick leben

Den Augenblick leben

Es kamen einmal ein paar Suchende zu einem alten Meister.

Sie fragten ihn: „Was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne so glücklich wie du.“

Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.“

Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: „Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?“

Es kam die gleiche Antwort: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ist und wenn ich esse, dann esse ich.“

Die Unruhe und den Unmut der Suchenden spürend fügte der Meister nach einer Weile hinzu: „Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst. Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet. So sind Eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt.

Lasst Euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und Ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein.“

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Sinngeschichte: Die Verleumdung


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Die Verleumdung

Ein Mann wohnte in einem kleinen Dorf. Eines Tages erfuhr er, dass ein Nachbar über ihn schlecht geredet hatte. Es waren böse Gerüchte und er stellte den Nachbarn zur Rede. Der Nachbar entschuldigte sich ganz kleinlaut und meinte: „Ich werde es bestimmt nicht wieder tun“! Ich nehme alles zurück, was
ich über Sie erzählt habe“.

Der Mann sah den Nachbarn schweigend und ernst an. Nach einigen Minuten sagte er: „Gut, ich verzeihe Ihnen, aber eine kleine Strafe werde ich Ihnen schon noch auflegen!“. „Alles was Sie möchten.“ erwiderte der Nachbar schnell, froh, dass der Mann ihm nun wohl nicht böse war.

Der Mann ging in sein Haus hinein und holte ein mit Federn gefülltes Kissen. Er nahm eine Schere, schnitt das Kissen auf und warf die weichen leichten Federn in die Luft. Da es an diesem Tag sehr windig war, wurden sie Federn schnell von dem Wind hinweg getragen.

Der Nachbar schaut fragend und leicht irritiert, sagte aber nichts dazu. Nachdem beide eine Weile den Federn beim Fliegen zugeschaut hatten sprach der Mann: „So, Herr Nachbar, Sie werden jetzt jede einzelne der Federn wieder einsammeln und zurück in dieses Kissen legen.

Der Nachbar bekam große Augen und stammelte: „Das geht doch nicht! Das ist unmöglich, Verlangen Sie das bitte nicht von mir! Ich kann doch unmöglich all die Federn wieder einsammeln! Inzwischen hat der Wind sie in alle Himmelsrichtungen getragen. Es ist doch unmöglich sie alle wieder einzusammeln!!?“

Der Mann nickte ernst: „Sehen Sie! Genau so ist es mit den Verleumdungen. Einmal ausgestreut, laufen sie durch alle Winde, wir wissen nicht wo sie ankommen und auch nicht bei wem. Wie können Sie die Verleumdung also einfach wieder zurücknehmen?“

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