Heike Werding über POLIZEI, alte Rechte und warum alles ganz einfach ist | IM GESPRÄCH

Published on Sep 8, 2018

Ich traf Heike Werding, eine profunde Kennerin auf dem Gebiet alten Rechts. Diesmal nicht ganz so leicht Kost, vielleicht einfach zurückspulen und manche Stellen nochmal anschauen … ich mußte auch das ein oder andere mal nachfragen. ;D
Wenden ist eine veraltete Bezeichnung für Slawen im deutschsprachigen Raum (Germania Slavica). Das seit dem 12. Jahrhundert gebräuchliche Ethnonym geht auf althochdeutsche Vorläufer zurück und diente den Verwendern als Fremdbezeichnung zur Abgrenzung von „den Anderen.“ Wenden bezeichnete neben den slawischen Bewohnern von Gebieten entlang und östlich der Elbe („Elbslawen“) auch Slawen nördlich der Donau, in der Oberpfalz und in Oberfranken sowie in den Ostalpen. In der Niederlausitz wird der Begriff teils bis heute für die Sorben verwendet. Die Bevölkerung der Steiermark und Kärntens bezeichnet ihre slowenischen und kroatischen Nachbarn bis heute als Windische. Darüber hinaus hat sich der Begriff in einer Vielzahl von Toponymen erhalten wie etwa dem Wendland.

Geschützt: Russischer Filmregisseur: Deutsche treten ihre nationale Kultur mit Füßen

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Darf man stolz auf Deutschland sein?

Danke Willi!
Ja, das ist ein schönes Video und eine wichtige Auseinandersetzung!

Ich würde statt Patriotismus lieber ein Ur-Deutsches Wort verwenden wie z.B. Heimatliebe oder Vaterlandsfreund = übersetzt Patriot. Der Begriff Patriot kommt aus dem Französischen. Wer seine Heimat nicht liebt, nicht stolz auf sie ist wird auch kaum je bereit sein für die Heimat etwas zu tun. Die eigene Heimat zu lieben heißt nicht, dass die Liebe zu Mutter Erde an der Grenze der Heimat aufhören muss. Ich habe zu diesem Thema so viel geschrieben… lest einfach nach… es ist ein wirklich wichtiges Thema und ja, jedem Bürger sollte die eigene Heimat ein größeres Anliegen sein, als die des Nachbarn, man kehre zuerst vor der eigenen Türe 😉

Published on Apr 10, 2018

In diesem Video beantworte ich die Frage ob man stolz auf Deutschland sein darf oder nicht. Krass dass einige glauben ich denke mir so etwas aus. Hier die Nachricht: https://imgur.com/a/yOhUQ
Es gibt kein Althochdeutsches Wort für Patriot – aber einiges zu Heimat, das ist das wichtige ursprüngliche Wort:
heimat, f. patria, domicilium.
ahd. heimôti, mhd heimôte und heimuote neben heimôt und heimuot; das goth weist eine erweiterung haimôþli, plur. haimôþlja (ἀγρούς Marc. 10, 29. 30) auf, die sich auch ahd. als heimôdili (Graff 4, 951) wieder findet. das wort zeigt, wie armut, kleinod und monat, vor dem suffixalen, zustands- und ortsbildenden t ableitenden ursprünglich langen vocal, der sich auch, nachdem im allgemeinen solche vocale zu tonlosem e zurückgegangen waren, ausnahmsweise erhielt. freilich nicht ohne schwanken. die mhd. gewöhnliche verbreiterung heimuote, heimuot läszt sehen, wie man das wort misverständlich mit muot zusammenbrachte (wie man kleinod in kleinheit umdeutete 5, 1122), klar zeigt sich dieses zusammenbringen in der form heinmuot Lexer wb. 1, 1221; welcher tod dich füret z der heinmut dins vatterlands der ewigen seligkeit. Keisersberg bilg. 73a; sicher kummen z dem rechten woren heinmud und vatterland der ewigen seligkeit. 82a; heimmt patria Dief. nov. gloss. 283a (15. jahrh.); heimt, heimut dauert auch noch später fort; der mit flysz und ylent scht sin zitlich heimt. Keisersberg bilg., titelblatt;wenn einr ausz frembden landen kümpt
zu den seinen in sein heimut.
B. Waldis Esop 3, 29, 9.

in dem heute ausschlieszlich schriftgemäszen heimat ist die ursprüngliche ableitungssilbe -ôt durch at verdrängt, ganz so wie zu mhd. mânôt sich mânât, ebenso zu kleinôt schon im 14. jahrh. die nebenform kleinât findet (5, 1121; der frouwen kleinât. Biterolf 12474 Martin). heimat ist seit dem 15. jahrh. aus verschiedenen gegenden nachweisbar: patria das haymat Dief. nov. gloss. 283a (augsburgisch), Luther braucht diese form (s. unten), ebenso kennt sie Maaler: aus unserem heimat, unser landsmann,

patriot, m. , im 16. jahrh. entlehnt aus franz. patriote vom mlat. patriota.
1) wie franz. patriote, vaterlandsfreund:darumb, ihr liebe patrioten ..
laszt euch nit schrecken dise namen.
Fischart 3, 299 Kurz;

ein trewer patriot, acta publica u. s. w. (Breslau 1865) 7 vom j. 1618; der gröszte staat ist schwach, der ungezählte heere,
doch keine patrioten hat.
Uz 1, 282;

vielleicht zwar ist auch der patriot bei mir nicht ganz erstickt, obgleich das lob eines eifrigen patrioten, nach meiner denkungsart, das allerletzte ist, wornach ich geitzen würde; des patrioten nehmlich, der mich vergessen lehrte, dasz ich ein weltbürger sein sollte. Lessing (an Gleim). 12, 125; [Bd. 13, Sp. 1505]

o jüngling! werde patriot,
und bleibs im leben und im tod!
Lavater nachgel. schriften 3, 116;

dann weint der patriot an deiner katakombe. der junge
Göthe 1, 86;

der moderne patriot. J. G. Jacobi 6, 57; Börne war patriot vom wirbel bis zur zehe, und das vaterland war seine ganze liebe. H. Heine 12, 34. 205. — zusammensetzungen z. b. patriotenblut Hölty 159 Halm; patrioteneifer Sturz 1, 73; patriotenruhm Matthisson (1816) 355.
2) wie mlat. patriota, einheimischer, landsmann: in dasselbe (consilium) kann niemand als eingesessene patrioten … angenommen werden. Micrälius 2, 433.

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