nicht hören – nicht sehen – nicht reden – die drei Affen – es gibt noch einen vierten – ganz abgesehen vom hundertsten :-)

Mizaru, der seine Augen bedeckt und kein Übel sieht
Kikazaru, der sich seine Ohren zuhält und kein Übel hört
Iwazaru, der seinen Mund verschliesst und kein Übel spricht

Das Thema der 3 Affen hat in unserer Zeit eine primär negative Bedeutung bekommen, daher war es mir schon vor langer Zeit mal ein Anliegen dazu ein Posting zu machen, heute habe ich also meinen Entwurf aufgegriffen, um dieses Thema als Sinnierungsgrundlage anzubieten:

aus Wikipedia:

Der Spruch „nichts sehen, nichts hören, nichts sagen“ wird in Japan als mizaru, kikazaru, iwazaru (見ざる、聞かざる、言わざる) ausgedrückt. Es handelt sich einer gängigen Erklärung zufolge um die Paraphrase einer Erläuterung aus dem 12. Buch der Analekten des Konfuzius gegenüber seinem Schüler Yan Yuan (auch Yan Hui genannt) über das Wesen der „Sittlichkeit“ (chinesisch , Pinyin rén ‚Menschlichkeit‘):

「非禮勿視,非禮勿聽,非禮勿言,非禮勿動」

「fēi lǐ wù shì, fēi lǐ wù tīng, fēi lǐ wù yán, fēi lǐ wù dòng」

„Was nicht dem Gesetz der Schönheit [= angemessenes Verhalten] entspricht, darauf schaue nicht; was nicht dem Gesetz der Schönheit entspricht, darauf höre nicht; was nicht dem Gesetz der Schönheit entspricht, davon rede nicht; was nicht dem Gesetz der Schönheit entspricht, das tue nicht.“

Kungfutse: Lun Yu. Gespräche. Buch 12[1]

Im klassischen Japanisch wird die grammatische Form ざる (zaru) (Verneinung einer Tätigkeit) ähnlich ausgesprochen wie Affe (, saru). Daher ergibt sich die Verbindung der Affen mit dem moralischen Leitsatz im Japanischen aus einem zufälligen Wortspiel. Wohl auch in diesem Zusammenhang entstand der Glaube von den drei Affen Mizaru (見ざる), Kikazaru (聞かざる) und Iwazaru (言わざる), die den Göttern an den Kalendertagen des „Metall-Affen“ (kōshin 庚申) über die Menschen berichten sollen. Um diesen Bericht zu verhindern, entstand der Brauch des kōshin-machi, der sich allmählich zu einem religiösen Kult entwickelte (Als Herr der Drei Affen wurde dabei eine synkretistische Gottheit namens Grüngesichtiger Vajra, Shōmen Kongō 青面金剛, identifiziert). Dieses Brauchtum ist heute selbst in Japan kaum mehr bekannt, hat aber zur allgemeinen Verbreitung des Drei-Affen-Motivs geführt.

Manchmal wird noch ein vierter Affe, Shizaru genannt (しざる; von 四猿 shisaru, „vier Affen“), dargestellt. Er bedeckt mit beiden Händen seinen Unterleib und hat die Bedeutung „Tu nichts Böses!“, „Habe keinen Spaß!“, „Habe keinen Sex!“.[2] „Meist dreht es sich bei Vier-Affen-Figuren um die drei traditionellen Affengebärden plus eine mehr oder weniger sexuelle Gebärde. Im Englischen heißt es als Beschriftung fast immer See no evil! Hear no evil! Speak no evil! Have no fun!. Natürlich aber kann es auch einmal Think no evil oder Take no evil heißen, und das vierte Äffchen mit seinem verschmitzten Lächeln auf einer Geburtstagskarte könnte wohl auch Have fun signalisieren.“[3]

Heute sind die Affen in Japan als Minai, Kikanai, Iwanai und Shinai (-nai ist die moderne Verneinungsform) bekannte Glücksbringer.

mehr hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Drei_Affen

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Man darf die orientalischen Schriften nicht immer als absolut ansehen, als gelte das Gesagte in absoluter Weise, sondern vielmehr als eine Betrachtungsweise, die immer auch ihre Berechtigung hat. Würde man mizaru, kikazaru, iwazaru nicht vom Gesetz der Schönheit ausgehend betrachten, sondern vom Gesetz der Wahrheit kämen ganz andere Antworten dabei heraus.

Es gibt daher auch viele Auslegungen dieser Aussagen von Konfuzius und nicht alle sind empfehlenswert, denn auch das NEW AGE hat sich die drei Affen herangezogen, um damit zu manipulieren. Etwas überzogen heisst es da  „schaue höre und rede nicht, dann existiert auch das Übel nicht“… Selbst Blinde, Taube und Stumme, können noch riechen, fühlen und auf andere Art wahrnehmen. Nehme ich jedoch den Menschen 3 Sinne weg, kann ich sie viel leichter manipulieren, ihnen auch noch irgendetwas einreden, was einem bestimmten Zweck dienlich erscheint.

Der Mensch sollte jedoch in Freiheit und unbeeinflusst selber erkennen dürfen und Erfahrungen sammeln, ohne dass ihm vorgegeben wird, was er darf oder nicht. Wie sonst sollte er denn sein Bewusstsein entwickeln????

Ich begegnete also diesem NEW AGE Schmonzes, ohne auf deren Details einzugehen mit folgenden Aussagen…

Ein besondere orientalische Weisheit, die ich mündlich überliefert bekam möchte ich hiermit für die kommende Zeit sehr gerne weiter geben:

!Lebe so als wäre heute dein letzter Tag, lebe aber gleichzeitig auch so als würdest du ewig leben!

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weiter geht es mit:

OK Leute – ich kann das also wieder einmal nicht stehen lassen – und widerspreche – war ja klar oder?

Wenn also einer anfängt von dem zu reden, was ihm gerade widerfahren ist, und ein echtes Übel war, dann schau, höre und rede am besten nicht darüber sondern, renne gleich davon! Auch alle anderen werden es ja so machen, wenn dir Übles widerfahren ist und dich alleine im Regen stehen lassen…. tztzt das war ganz bestimmt NICHT von KONFUZIUS gemeint!

Man erkenne auch, dass es bei KONFUZIUS bereits eine VERNEINUNG  gab, die man ja heute dem Bewusstsein ebenfalls aberkennen will und es zu dumm für die VERNEINENDE Erkenntnis hält. „Woran denkst du wenn ich von Keinem Affen rede“ lautet da die manipulierende Ansage… :-/

Höre dem Bösen nicht zu verlangt, dass du das Böse überhaupt erst Mal erkannt hast. Wenn du dazu fähig bist das Böse zu erkennen und wenn es dir denn noch so sehr schmeicheln würde, auch charmant mit ausschließlich wunderbaren eleganten Worten spricht, dann höre keinesfalls hin, denn du sollst ja dem Bösen nicht zuhören! Das wäre ein Rat den ich ernst gemeint auch geben würde können!

Natürlich kannst und deinen besten Freunden oder auch anderen Leute nicht sagen, dass sie Mundgeruch haben, der natürlich stinkt und dir daher unangenehm ist, bleibt nur sich die Nase zuzuhalten. Wenn dich einer dann fragt warum du dir die Nase zuhältst, was sagst du dann?

Freunde denen gerade ein großes Übel widerfahren ist, meidest du am besten, oder trennst dich gleich ganz von diesen, denn da könnte es auch bald was zu riechen geben und so manches Übel, über das man auch reden würde wollen, doch genau das sollst du ja nicht tun!

Aber uups, Riechen darfst du schon, denn es kommt ja bei den drei Affen gar nicht vor – na so was auch – nur darüber reden darfst du keinesfalls, nimm es einfach hin und sei glücklich, wenn es stinkt – stirb auch am besten gleich, wenn der Gestank lebensgefährlich ist, denn reden darfst du darüber keinesfalls – LOL

Schau weg, wenn man dir Scheiße vor die Türe gelegt hat, auch der Dreck der sich schon in so mancher Ecke deiner Wohnung angesammelt hat siehst und riechst du nicht, schon gar nicht redest du darüber.

Aber halt, Konfuzius sagt ja nur, dass du darüber nicht reden sollst wenn es nicht dem Gesetz der Schönheit entspricht. Würde im Gesetz der Schönheit eigentlich Scheiße vor der Türe und Dreck in den Ecken vorkommen… gib dir selbst die Antwort darauf!

Alles in allem wirst du wohlwollend zu allem die Augen verschließen, selbst davor, dass man dich gerade umbringen will.

Wenn der Himmel voll mit giftigen Streifen ist, schaust du einfach nicht hin – die Behörden sagen ja sogar, dass es die eh nicht gibt!

Die haben schnell begriffen wie man sich die 3 Affen zunutze machen kann, um die Menschheit zu verblöden, denn wer hinterfragt denn heute noch das Gesagte. Jeder nimmt hin, ohne Prüfung ohne Kontrolle, ist doch wunderbar für die Welteroberer – oder 😉

Wenn man dir ein Handy in die Hand drückt, das eine Waffe gegen dich selber ist, ignorierst du das, denn alle wollen ja nur das Beste, das Schönste für dich – oder?????

Der Herr NOKIA hat allerdings begriffen, dass sein Produkt für seine eigenen Kinder nicht ratsam ist, daher gibt es für diese ein Handyverbot! Mann wie kann man nur so vorsintflutlich sein :-/

Wie man beim Formulieren unschlagbar wird !

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Die Dialektik

Die Dialektik (Gesprächskunst)

Dieser philosopischer Begriff hat im Laufe der Philosophiegeschichte einige Bedeutungsveränderungen erfahren, immer noch ist er aber ein häufig verwendeter Begriff.

Aristoteles (altgriechisch: Ἀριστοτέλης Aristotélēs, Betonung lateinisch und deutsch: Aristóteles; * 384 v. Chr. in Stageira; † 322 v. Chr. in Chalkis)

Kontroverse Meinungen sind bei Aristoteles Fragen der Dialektik.

Johann Grottlieb Fichte (* 19. Mai 1762 in Rammenau bei Bischofswerda; † 29. Januar 1814 in Berlin)

Fichte spricht von einem „synthetischen Verfahren“, in dem die Vereinigung der Gegensätze zu einem Drittel zutrifft.

Friedrich Schelling (* 27. Januar1775 in Leonberg; † 20. August1854 in Bad Ragaz)

Der junge Schelling behauptet, dass die „Triade“ (Dreiheit) von These-Antithese-Synthese, der Entwicklung in Natur und Geschichte entspricht.

Friedrich Daniel  Ernst Schleiermacher (* 21. November1768 in Breslau, Schlesien; † 12. Februar1834 in Berlin)

Schleiermacher steht auf dem Standpunkt, dass die Dialektik eine Kommunikationstheorie ist, womit er einen anderen Standpunkt als Hegel einnimmt.

Søren Aabye Kierkegaard – (* 5. Mai 1813 in Kopenhagen; † 11. November 1855
Karl Marx (* 5. Mai 1818 in Trier; † 14. März 1883 in London)

Friedrich Engels (* 28. November 1820 in Barmen in Preußen (heute zu Wuppertal); † 5. August 1895 in London)
Jean-Paul Charles Aymard Sartre (21. Juni 1905 in Paris; † 15. April 1980)
Maurice Merleau-Ponty (* 14. März 1908 in Rochefort-sur-Mer; † 3. Mai 1961 in Paris)
Theodor Adorno (* 11. September 1903 in Frankfurt am Main; † 6. August 1969 in Visp, Schweiz; eigentlich Theodor Ludwig Wiesengrund)

Die Frage was Dialektik ist, spielt im 19. und 20. Jhdt. auch bei bei Kierkegaard, Marx, Engels, Sartre, Merleau-Ponty und Adorno eine Rolle. Alle diesbezüglichen Überlegungen setzen bei Hegel an, wenngleich sein Dialektik-Begriff fast immer abgewandelt oder sogar verworfen wird.

Paul Helwig (* 27. Mai 1893 in Lübeck; † 7. August 1963 in München)

Siehe dazu auch das Wertequadrat-Modell nach Helwig, in welchem er den Grundsatz der „rechten Mitte“ zweier Extreme folgt – welche in einem philosophischen Prozess der Dialektik zu entwickeln ist, was der Nikomachischen Ethik  ähnlich ist.

Platon (altgriechisch Πλάτων Plátōn, latinisiert Plato; * 428/427 v. Chr. in Athen oder Aigina; † 348/347 v. Chr. in Athen)

Platon: Dialektik ist immer an den jeweiligen Dialog gebunden. Sie versteht die hohe Kunst der Gesprächsführung, welche bei Platon gegen die Sophisten eingesetzt wird. Die Kunst der Sophisten besteht hingegen darin, als Wortspielerei (Eristik)  jeder beliebigen Meinung zu widerspreche, oder diese zu beweisen.

 

Immanuel Kant (* 22. April 1724 in Königsberg; † 12. Februar 1804 ebenda)

Kant greift in seiner „Kritik der reinen Vernunft (1781)“ ebenfalls die Dialektik auf, er unterscheidet jedoch zwischen Analytik und Dialektik, wobei er allerdings die Dialektik nur als ein Beldwerk nicht lösbarer Widersprüches (Antinomien) ansieht.

 

Georg Wilhelm Friedrich Hegel (* 27. August1770 in Stuttgart; † 14. November1831 in Berlin)

Hegels Dialektik baue auf die Triade These-Antithese-Synthese auf, entspricht schon allein deshalb nicht der Tatsache, da Hegel diese bereits 1807 ablehnte. Er meinte, dass sie nur ein äußerliches lebloses Schema sei, weshalb Hegel einen neuen Begriff der Dialektik zu entwickeln anstrebte.

Unterschiede und Zusammenhänge des Sein, der Wirklichkeit beinhalten (ontologische) wesentliche Grundszüge der Sache selbst.

 

Copyright by AnNijaTbé am 26.7.2013

 

Literatur

R. Bubner/K. Cramer/R. Wiehl (Hg.): Hermeneutik und Dialektik, Aufsätze I-II, 1970.

A.Diemer: Elementarkurs Philos.: Dialektik, 1976.

K. Dürr: Die Entwicklung der Dialektik von Plato bis Hegel. Dialectica 1, 1947.

H.-G. Gadamer: Hegels Dialektik, 1971.

W. Röd: Dialektische Philosophie der Neuzeit I-11, 1974.

Philosophielexikon/Rowohlt-Systhema

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