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Die EU kennt keine Selbstversorger – Die Rechtslage für Hobbygärtner
Veröffentlicht von Bibi Coment am 30. Januar 2019
https://wissenschaft3000.wordpress.com/2019/01/30/die-eu-kennt-keine-selbstversorger-die-rechtslage-fuer-hobbygaertner/
Aufkleber auf Obst und Gemüse: die Bedeutung der Codes
Jeder von uns hat beim Einkaufen auf zahlreichen Obst- und Gemüsesorten schon mal kleine Aufkleber gesehen. Die wenigsten Konsumenten wissen jedoch, was diese bedeuten. Dabei ist es durchaus wichtig, denn an ihnen kann man erkennen, ob das Lebensmittel ökologisch angebaut oder gentechnisch verändert wurde.

Sind die Aufkleber giftig?
Die erste Frage, die du dir stellst, ist vielleicht, ob die Aufkleber als solche schon gesundheitlich bedenklich sind. Schließlich könnten ja Schadstoffe in das Lebensmittel gelangen, wenn der Aufkleber direkt auf der essbaren Schale klebt, wie das z.B. beispielsweise beim Apfel der Fall ist. Doch hierbei besteht kein Grund zur Sorge. Bei den Etiketten handelt es sich grundsätzlich um lebensmittelechte Aufkleber. In Deutschland werden diese gemäß der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung (LMKV) überprüft. Damit soll sichergestellt werden, dass keine für die Gesundheit gefährlichen Stoffe in die Lebensmittel gelangen. Die Etiketten werden mit einem ungiftigen Naturkleber befestigt, der sich leicht wieder abwaschen lässt.

Was bedeuten die Codes auf den Lebensmitteletiketten?
Mithilfe der PLU-Codes (PLU = „price look-up“) können die Herkunft und der Produkttyp einer Obst- oder Gemüsesorte genau identifiziert werden. Dies geschieht mithilfe von 4- bis 8-stelligen Nummern. Die Nummerierung wird durch die International Federation for Produce Standards (IFPS) vergeben. Diese Nummern helfen dabei, einzelne Obst- und Gemüsesorten voneinander zu unterscheiden, da für diese, je nach Qualität, natürlich auch unterschiedliche Preise verlangt werden. Doch der PLU-Code gibt auch noch weitere Informationen über das Lebensmittel preis: Die erste Ziffer steht nämlich für die Anbaumethode.
- Code ist vierstellig und beginnt mit 3 oder 4
Das bedeutet, dass das Obst (oder Gemüse) unter Einsatz von Kunstdünger erzeugt wurde.

- Code ist fünfstellig und beginnt mit 8
Daran erkennst du sofort gentechnisch veränderte Produkte. Jedoch ist die Kennzeichnung mit der 8 am Anfang keine Pflicht, sodass auch Produkte ohne diese Nummer gentechnisch verändert sein können.
- Code ist fünfstellig und beginnt mit 9
Hierbei handelt es sich um ein ökologisches Produkt, das ohne die Verwendung von Pestiziden und/oder Dünger angebaut wurde.

Manchmal befindet sich jedoch auch ein Logo oder der Name der Sorte auf dem Etikett. Oft ist dies bei teureren Lebensmitteln mit Bio-Kennzeichnung der Fall.
Wenn du besonders auf die Qualität von Obst und Gemüse achten möchtest, solltest du also einen Blick auf den Aufkleber werfen. Darauf sollte sich ein Bio-Logo befinden oder ein Code, der mit der Nummer 9 beginnt. Somit bist du auf der sicheren Seite. Allerdings wird das Produkt etwas teurer sein. Du solltest daher entscheiden, wie viel Geld dir deine Gesundheit wert ist.
http://www.gutfuerdich.co/code-obst/
Veröffentlicht von Bibi Coment am 8. Januar 2017
https://wissenschaft3000.wordpress.com/2017/01/08/aufkleber-auf-obst-und-gemuese-die-bedeutung-der-codes/
So sahen unsere Früchte aus, bevor sie von uns hochgezüchtet wurden. Absolut erstaunliche Bilder.
Immer wieder gibt es heute berechtigte wilde Aufschreie, wenn Forscher mal wieder irgendeinen Genmais auf den Markt bringen wollen. Was den meisten Menschen dabei gar nicht bewusst ist, ist dass all das Obst und Gemüse, das wir heute täglich essen, eigentlich garnichts mehr mit den ursprünglichen Pflanzen zu tun hat. Viele der angezüchteten Eigenschaften von Obst und auch Gemüse machen die Lebensmittel größer, leckerer und manchmal auch resistenter gegen Schädlinge. Hier wollen wir einige Beispiele vorstellen und zeigen, wie unterschiedlich manche Früchte aussahen, bevor der Mensch begann, sie zu züchten:
So sieht die Wassermelone heute aus: Viel Fruchtfleisch, oftmals keine Kerne. Ursprünglich waren es aber sogar die nahrhaften Kerne, weswegen man die Früchte sammelte, denn das Fruchtfleisch war bitter.

Aber tatsächlich hat die Wassermelone früher ganz anders ausgesehen, wie auf diesem Bild von Giovanni Stanchi. Sein Bild wurde irgendwann zwischen 1645 und 1672 gemalt und zeigt, wie wenig Fruchtfleisch sie ursprünglich hatte.

Die Banane wie wir sie essen und lieben ist tatsächlich ein Hybrid und hat einige hundert Jahre an besonderem Anbau hinter sich gebracht. Heute hat sie diese handliche Form, den leckeren Geschmack und fast keine festen Samen mehr im Inneren.

Bevor die Banane vor ca. 7000 Jahren in Papua-Neuguinea kultiviert wurde, sah sie so aus. Die Samen waren größer, dunkel und härter und auch das Fruchtfleisch hatte nicht den gleichen Geschmack, wie der, den wir heut mit der Banane in Verbindung bringen.

So kennt jeder die Aubergine: Länglich mit violett glänzender bis schwarzer Haut. Das Innere ist meistens ganz weich und von den Kernen sind nur noch ganz wenige, kleine und weiche übrig.

Die Aubergine kommt historisch in vielen verschiedenen Varianten vor. Manche von ihnen sind gelb und rund – und sehen ganz anders aus, als die tiefvioletten Exemplare, die wir heute kennen. Als erstes wurden diese Pflanzen in China kultiviert und haben dort eine lange und traditionsreiche Geschichte als Nutzpflanzen.

Auch die Karotte hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Heute kennen wir sie orange und knackig. Salate, Hasenfutter oder Snack zwischendurch – die Karotte ist ein echter Alleskönner. Doch bevor sie zu dieser typischen Form gelangt ist, sah sie ein bisschen anders aus.

Und zwar so: Die frühesten bekannten Karotten wurden in Persien und Kleinasien gezüchtet. Von ihrem orangefarbenen Aussehen ist noch nicht viel zu sehen. Ganz im Gegenteil: Die Wurzel, die die frühe Karotte auf diesem Bild hat, ist dünn, weiß und hat viele Auswüchse. Bis zu unserer Speisekarotte ist es noch ein langer Weg.

Die Paprika, wie sie bei uns bekannt ist. Im Gegensatz zu ihren scharfen Verwandten ist sie handgroß und schmeckt eher zahm: Hier steigt einem beim ersten Bissen nicht die Röte in die Wangen. Aber kannst du dir vorstellen, wie sie früher ausgesehen hat ?

Bei Ausgrabungen in Tehuacán, Mexiko konnten Belege gefunden werden, dass Paprika bereits vor über 9.000 Jahren als Nutzpflanze gedient hat. Doch damals sah die Paprika wie ihre Wildform aus: Klein, rund und etwa 1 cm groß. Noch immer ist sie wildwachsend in Südamerika anzutreffen.

So kennen wir Maiskolben heute: Eingepackt in grüne Blätter mit dem Kolben in der Mitte. Die gelbe Farbe ist typisch für ihn und er wird in Salaten, auf Pizza oder als Popcorn gegessen. Vor 9.000 Jahren allerdings hatte der Mais weitaus weniger Zucker: Gerade einmal 1.6 Prozent im Vergleich zu den heutigen 6,6 Prozent.

Und ausgesehen hat er so: Damals kaum essbar mit weniger Körnern, war Mais trocken, weitaus kleiner und auch noch nicht gelb. Der Mais veränderte sich während des 15. Jahrhunderts am stärksten, als europäische Siedler begannen, ihn zu kultivieren.

Auch der Pfirsich, den wir heute essen, ist ein Produkt ganz bestimmter Züchtungen. Moderne Pfirsiche sind 64 Mal größer, als ihre wilden Verwandten, 27 Prozent saftiger und immerhin 4 Prozent süßer. So kennen wir den Pfirsich heute.

Und so sah er ursprünglich aus. Vom Aussehen her erinnert er eher an Kirschen, denn er ist deutlich kleiner und besitzt eine starke, rote Farbe. Die ersten Pfirsiche wurden 4.000 vor Christus in China domestiziert und schmeckten früher leicht erdig und sogar etwas salzig.

Die Erdbeere heute: Rot, mit kleinen „Nüsschen“ auf der Oberfläche und dem typisch fruchtig-leckeren Geschmack. Die größte Erdbeere der Welt wog stolze 250 g und hatte einen Umfang von 30 cm!

Ihr wildwachsender Kollege allerdings ist viel kleiner, doch etwas anderes kannte man bis zum 18. Jahrhundert nicht. Denn die große Beere, die wir heute alle schätzen, kam erst mit der Besiedlung Amerikas nach Europa. Aber so klein sie auch sind – der Geschmack von Walderdbeeren ist doch kaum zu übertreffen.

Veröffentlicht von Bibi Coment am 14. Februar 2016
https://wissenschaft3000.wordpress.com/2016/02/14/so-sahen-unsere-fruechte-aus-bevor-sie-von-uns-hochgezuechtet-wurden-absolut-erstaunliche-bilder/
Gewusst? Medikamente und Impfstoffe sind aus gentechnisch verändertem Mais, Reis, Karotten

Biopharmazeutika sind Arzneimittel, die mithilfe von Biotechnologie und gentechnischen Verfahren in Bioreaktoren hergestellt wurden.
Für die biotechnologische Produktion von Biopharmazeutika werden insbesondere Hefen oder Säugetierzellen wie z. B. CHO-Hamsterzellen (kurz für: Chinese Hamster Ovary) genutzt. Ausschlaggebend bei der Wahl des Produktionssystems ist letztlich die Frage, welchen Wirkstoff man herstellen möchte.
Viele Medikamente enthalten Hilfsstoffe wie genmanipulierten Mais oder GVO-Baumwolle. Was auf unserem Teller nicht erwünscht ist, wird als Medikament verordnet. Auch dienen Reissamen als Produzenten genauso wie Karotten. Derzeit sind in Deutschland nach vfa-Recherchen 188 Arzneimittel mit 148 Wirkstoffen zugelassen, die gentechnisch hergestellt werden (Stand: 23.12.2015) – mindestens 169 Arzneimittel mit 128 Wirkstoffen waren noch stand 31.07.2014 zugelassen, die gentechnisch hergestellt werden Tendenz steigend!
Anwendungsbereiche sind u. a. Diabetes (Insuline), Multiple Sklerose und Autoimmunkrankheiten wie rheumatoide Arthritis und Psoriasis (Immunmodulatoren), Krebserkrankungen (monoklonale Antikörper), angeborene Stoffwechsel- und Gerinnungsstörungen (Enzyme, Gerinnungsfaktoren) sowie Schutzimpfungen (Gebärmutterhalskrebs, Hepatitis B) und Osteoporose.
Die Krankheit des Menschen ist ein einträgliches Geschäft – dazu sind auch die Pharmakonzerne gerne bereit, Millionen Euro an den richtigen Stellen zu platzieren, um ihre Medikamente, ob sie nun helfen oder nicht, genehmigt zu bekommen. In der Produktion der Medikamente sucht man aber kostengünstige Methoden.
Da die genetischen Veränderungen den Forschern zufolge recht einfach zu erzielen seien, sei ihr Ansatz wirtschaftlich interessant und im industriellen Maßstab durchführbar. Mit ihren neuen Erkenntnissen erhoffen sich die Forscher, dass Pflanzensamen auch von eiweißreichen Pflanzen wie z. B. Soja künftig vermehrt genutzt werden können, um kostengünstig therapeutische Proteine herzustellen, so eine aktuelle Aussage aus einem Beitrag, der sich mit genmanipulierten pflanzlich hergestellten Biopharmazeutika befasst.
Veröffentlicht von Bibi Coment am 15. Januar 2016
https://wissenschaft3000.wordpress.com/2016/01/15/gewusst-medikamente-und-impfstoffe-sind-aus-gentechnisch-veraendertem-mais-reis-karotten/















































