Ein Pfund Menschenfleisch | Mörder in eigener Regie

Kaufmann von Venedig als Parabel für…

Seit dem 25. Juli darf in Deutschland gefeilscht werden. Nur wenige beherrschen diese Kunst auf Anhieb. Ein Blick in die Kulturgeschichte kann helfen.

Um es gleich vorweg zu sagen: Der Fall Shylock aus Shakespeares „Kaufmann von Venedig“ ist wenig hilfreich. Denn der Vertrag zwischen dem grundlos, also einzig wegen seines mosaischen Glaubens gehassten Bankers Shylock und dem arrivierten christlichen Großhändler Antonio, der für den Fall unpünktlichen Zurückzahlens eines Darlehen mit einem Pfund Fleisch seines Körpers „nächst dem Herzen“ haftet – dieser notariell einwandfreie Schuldschein enthält die Lizenz zum Töten. Und wie auch immer die Rechtslage sein mag, ein Geschäft, das Mord einschließt, ist keins. Als schließlich das Schlimme wahr wird, Antonio zahlungsunfähig ist und mit saftigen Prämien anfängt, um sein Leben zu feilschen, pocht Shylock, dessen Gegner es kaum wert seien, „ihm die Schuhriemen zu lösen“ (Heinrich Heine), messerwetzend auf sein Recht. Nun beginnen die Winkelzüge der Advokaten. Doch Shylock bleibt stur bis zur wirtschaftlichen Vernichtung. Ein Paradebeispiel: Wie man, wenn Feilscherei nicht hilft, als mächtiger Schuldner mit unverschämter juristischer Trickserei seinen ohnmächtigen Gläubiger fertig macht. Alfred Polgar: „In diesem hochberühmten Theaterstück wird dargestellt, wie die Gradheit und Genauigkeit eines schlimmen Juden an dem talmudschen Dreh braver Christen zuschanden wird.“

Veröffentlicht am 02.08.2001
Richtig Feilschen (5)
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Inspector Lewis – Mörder in eigener Regie 

Am 10.07.2014 veröffentlicht – Ersatzvideo

Veröffentlicht am 29.07.2012 – gelöscht

Die Theatergruppe der Uni probt Shakespeares „Kaufmann von Venedig“, bis der Darsteller des Shylock erdolcht hinter den Kulissen liegt. Inspektor Lewis (Kevin Whatley) bekommt es mit den Eitelkeiten und Aufgeregtheiten von Mimen, Regisseuren, Autoren etc. zu tun…Wie immer elegant, geistreich und höchst kompliziert – wenn auch das Ermittlungstempo etwas zu wünschen übrig lässt.

 

Oskar Werner – Rilke – Goethe – Schiller – Heinrich Heine – Shakespeare – Weinheber

Rainer Maria Rilke

Oskar Werner

Oskar Werner reads Rilke’s Der Fremde

Oskar Werner Recites Rilke’s Du musst das Leben nicht verstehen

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Über den Tod – Oskar Werner

Oskar Werner recites Rilke’s Poem Herbsttag with English Translation

Oskar Werner reads Rilke’s Liebes Lied with English translation

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Rilke Ich lebe mein Leben

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.

Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang.

Rainer Maria Rilke, 20.9.1899, Berlin-Schmargendorf

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Oskar Werner

Oskar Werner liest Gedichte von Goethe, Schiller und Weinheber

Oskar Werner liest „Die Bürgschaft“

Oskar Werner reads Goethe’s Faust (Night) (English translation)

Goethe’s Prometheus von Oskar Werner

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Oskar Werner reads Rilke’s Ich Bin zu Hause zwischen Tag und Traum

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Oskar Werner reads Rilke’s Der Tod der Geliebten with English translation

Oskar Werner reads Rilke’s Nenn ich dich Aufgang -with English translation-

Oskar Werner reads Rilke’s Ich fürchte mich – with English Translation

Oskar Werner Reading Rilke’s Der Schauende with English Translation

Oskar Werner reads Rilke’s Leda with English translation

Oskar Werner reads Rilkes Pieta with English translation

Oskar Werner reads Rilkes Ernste Stunde with English translation

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Rilke’s Seventh Elegy Die Siebente Elegie with English translation

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Heinrich Heine – ich hab in meinen Jugendtagen – Oskar Werner

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Oskar Werner performing Hamlet William Shakespeare 

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