Skripal und die OPCW: Der fehlende DNA-Vergleich bei den Blutproben — RT Deutsch

5.05.2018 • 16:39 Uhr

Verzichtete die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) bei der Untersuchung der Proben zum Fall Skripal auf ihre Sicherheitsstandards? Zumindest ist in ihrem Bericht von einem DNA-Abgleich keine Rede. Eine Manipulation ist daher nicht auszuschließen.

Dem für die Öffentlichkeit bestimmten Bericht der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) nach zu urteilen, hat die OPCW es offenbar unterlassen, DNA-Vergleiche zwischen den selbst genommenen Blutproben und denen von Porton Down durchzuführen, um festzustellen, ob letztere wirklich von den Skripals stammen. Porton Down, das britische Labor für chemische Waffen, hatte kurz nach dem mutmaßlichen Chemiewaffenattentat vom 4. März in der englischen Kleinstadt Salisbury Blutproben von den Opfern Julia und Sergej Skripal getestet und dabei den Kampfstoff Nowitschok festgestellt.

Die mit einer Untersuchung des Vorfalls betraute OPCW hatte am 20. März bei einem Londoner Gericht beantragt, sowohl Blutproben der Patienten zu entnehmen als auch eine jeweilige DNA-Analyse der Proben durchzuführen. Der Richter Justice Williams bewilligte den Antrag und zitiert in seinem Urteil daraus:

Um ihre Untersuchungen durchzuführen, möchte die OPCW

I) frische Blutproben entnehmen, um

a) ihre eigene Analyse über das Vorhandensein von Nervengiften durchzuführen

b) eine DNA-Analyse durchzuführen, um im Fall der ursprünglich von Porton Down getesteten Proben abzuklären, dass sie von Herrn und Frau Skripal stammen,

II) die Krankenakten von Herrn und Frau Skripal analysieren, die ihre Behandlung seit dem 4. März 2018 beschreiben,

III) die von Porton Down bereits analysierten Blutproben erneut testen.

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Obwohl die OPCW in ihrem Kurzbericht vom 12. April die einzelnen Schritte der Prüfungsprozedur beschreibt, tauchen diese DNA-Analysen nirgendwo auf. Im Text heißt es lediglich, man habe kleine Teile („Splits“) der Blutproben aus Porton Down erhalten und überprüft (Punkt 6 und 7). Doch von einem Abgleich der DNA-Resultate mit denen der Blutproben aus Porton Down ist dort nicht die Rede. Verzichtete die Organisation auf eigene Standardverfahren, die sie ursprünglich vor Gericht beantragt hatte?

Identifikation anhand von Ausweisen

Im OPCW-Bericht wird stattdessen nur eine einfache Identitätskontrolle erwähnt. Man habe die Personen anhand ihrer Personalausweise identifiziert. Angesichts der Bedeutung des Themas und der Tatsache, dass die Personalausweiskontrolle im Bericht erwähnt wird, muss davon ausgegangen werden, dass die DNA-Tests tatsächlich nicht durchgeführt wurden.

 

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Kurzeldungen – 4.5.2018

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Kurzmeldungen – 26.4.2018

Missstimmung vor Merkel-Visite: Trump betrachtet Europäer nicht mehr als „Amerikas wahre Freunde“

26.04.2018 • 18:02 Uhr

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Nach Visite eines Fernsehteams: Rätsel über Sergej Skripals Verbleib im Krankenhaus von Salisbury

26.04.2018 • 18:30 Uhr

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Ein russischer Journalist konnte im Krankenhaus von Salisbury bis zu jener Abteilung gelangen, wo Sergej Skripal liegen soll – ohne auf Sicherheitskräfte zu stoßen. Die laxen Sicherheitsmaßnahmen widersprechen dem angeblichen Gefährdungsgrad der Skripals.

Syrien: Neue westlich-arabische „Kontaktgruppe“ soll Verliererstaaten wieder Einfluss bringen

26.04.2018 • 19:21 Uhr

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Paris versucht, die bisher gescheiterten syrischen Friedensgespräche in Genf mit einer neuen „Kontaktgruppe“ wiederzubeleben. Diese rebellen-nahe Gruppe solle „Brücken bauen“. Auf diese Weise will der Westen verhindern, in Syrien völlig leer auszugehen.

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26.04.2018 • 18:54 Uhr

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Make Trade Not War: Iran will Teil einer von Russland geführten Freihandelszone werden

26.04.2018 • 11:36 Uhr

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Russlands Premier Dmitri Medwedew hat den Entwurf eines Interimsabkommens zur Errichtung einer Freihandelszone zwischen der von Russland geführten Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) und dem Iran genehmigt. Der Freihandel umfasst vorerst einzelne Warengruppen.

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26.04.2018 • 10:36 Uhr

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Russlands führender Erdgasproduzent Gazprom sei auf jeden Fall in der Lage, so viel Erdgas nach Europa zu liefern, wie benötigt wird, heißt es aus dem Vorstand des Konzerns. Bei Bedarf könne das Unternehmen sogar noch eine Nord-Stream-3-Pipeline bauen.

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26.04.2018 • 08:32 Uhr

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Causa Skripal: Regierungserklärungen von Theresa May als Teil einer Kriegs-Agenda gegen Russland — RT Deutsch

17.04.2018 • 15:27 Uhr

Die Regierungserklärungen von Theresa May vom 12. und 14. März 2018 präsentierten parteiübergreifende Geschlossenheit und eine umfangreiche Agenda an Maßnahmen gegen Russland. RT Deutsch dokumentiert die Schwerpunkte und die Instrumentalisierung des Skripal-Falls.

Mehr zum Thema – Der Fall Skripal und die Dämonisierung Russlands – Teil 1

Am 12. und am 14. März 2018 gab die britische Regierungschefin Theresa May ihre Regierungserklärungen zum Vorfall im englischen Salisbury vom 4. März ab. Dabei bekräftigte sie die unbewiesenen Anschuldigungen gegen Russland als Verantwortlichem für einen vermeintlichen Angriff mit dem chemischen Kampfstoff Nowitschok auf den ehemaligen russischen Agenten Sergei Skripal und seine Tochter Julia. Als erste Maßnahmen verkündete May unter anderem die Ausweisung russischer Diplomaten. Beide Parlamentssitzungen gerieten zu einer Demonstration parteiübergreifender Geschlossenheit gegenüber Russland und dessen vermeintlichem Angriff auf das Vereinigte Königreich und den Westen insgesamt.

Mehr zum Thema – Der Fall Skripal und die Dämonisierung Russlands – Teil 2

Lediglich der Labour-Vorsitzende und Oppositionsführer im Unterhaus, Jeremy Corbyn, mahnte angesichts der noch laufenden Untersuchungen zu diesem Vorfall zur Vorsicht – und machte sich dadurch zur Zielscheibe vehementer Kritik etlicher seiner Parlamentskollegen. Die überwältigende Mehrheit der Wortmeldungen der Unterhausabgeordneten glich einem Abruf eines breiten Maßnahmenkataloges, so als böte der Vorfall von Salisbury den Anlass, eine umfassende und offenbar vorbereitete Agenda umzusetzen.

Causa Skripal: Regierungserklärungen von Theresa May als Teil einer Kriegs-Agenda gegen Russland

Das Gros der Maßnahmen gilt dem Ausbau der nationalen und internationalen Sicherheit und Verteidigung, gefolgt von Wirtschafts-, Finanz- und Energiemaßnahmen gegen Russland. Weitere Schritte betreffen insbesondere die Einschränkung russischer Medien, die Stärkung internationaler Allianzen wie der EU und der NATO einerseits und der russischen Opposition anderseits sowie die Notwendigkeit einer Reform des UNO-Sicherheitsrates.

Mehr zum Thema – Theresa Mays Bauchgefühl besser als jeder Beweis

RT Deutsch illustriert den umfangreichen Maßnahmenkatalog und dokumentiert die maßgeblichen Wortmeldungen beider Unterhaussitzungen.

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Causa Skripal: Wie der Fall im britischen Unterhaus instrumentalisiert wird

Published on Apr 17, 2018

Die Regierungserklärungen von Theresa May am 12. und am 14. März 2018 präsentierten parteiübergreifende Geschlossenheit und eine umfangreiche Agenda an Maßnahmen gegen Russland. RT Deutsch dokumentiert die Schwerpunkte. Am 12. und am 14. März 2018 gab die britische Regierungschefin, Theresa May, ihre Regierungserklärungen zum Vorfall im englischen Salisbury vom 4. März ab.
Dabei bekräftigte sie die unbewiesenen Anschuldigungen gegenüber Russland als Verantwortlichem für einen angeblichen Angriff mit dem chemischen Kampfstoff „Novitschok“ auf den ehemaligen russischen Agenten Sergei Skripal und seine Tochter Julia.
Als erste Maßnahmen verkündete May unter anderem die Ausweisung russischer Diplomaten. Beide Parlamentssitzungen gerieten zu einer Demonstration parteiübergreifender Geschlossenheit gegenüber Russland und seinem vermeintlichen Angriff auf das Vereinigte Königreich und den Westen insgesamt. Lediglich der Labour-Vorsitzende und Oppositionsführer im Unterhaus, Jeremy Corbyn, mahnte maßgeblich zur Vorsicht angesichts der noch laufenden Untersuchungen zu diesem Vorfall, und machte sich dadurch zur Zielscheibe vehementer Kritik etlicher seiner Parlamentskollegen.
Die überwältigende Mehrheit der Wortmeldungen der Unterhausabgeordneten glich einem Abruf eines breiten Maßnahmenkataloges, so als böte der Vorfall von Salisbury den Anlass eine umfassende und offenbar vorbereitete Agenda umzusetzen. Das Gros der Maßnahmen gilt dem Ausbau der nationalen und internationalen Sicherheit und Verteidigung, gefolgt von Wirtschafts-, Finanz- und Energiemaßnahmen gegen Russland.
Weitere Schritte betreffen insbesondere die Einschränkung russischer Medien, die Stärkung internationaler Allianzen wie der EU und der NATO einerseits und der russischen Opposition anderseits sowie die Notwendigkeit einer Reform des UNO-Sicherheitsrates. RT Deutsch illustriert den umfangreichen Maßnahmenkatalog und dokumentiert die maßgeblichen Wortmeldungen beider Unterhaussitzungen. Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/
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