Bernd Senf: Weltfinanzsystem, Dollar-Hegemonie, US-Geopolitik und Ukraine

Danke Konstantin, Bernd Senf ist immer eine gute Informationsquelle 🙂

Bernd Senf: Weltfinanzsystem, Dollar-Hegemonie, US-Geopolitik und Ukraine (08/2014)

Veröffentlicht am 31.08.2014

Die Dynamik des Zins- und Zinseszinssystems hat höchst destruktive Auswirkungen, sie ermöglicht das krebsartige, exponentielle Wachstum von Geldvermögen einerseits und Schulden auf der anderen Seite. Dieses Konstrukt muss langfristig zwangsläufig kollabieren. Wer sind eigentlich die Geldschöpfer? Die privaten Geschäftsbanken schöpfen das Giralgeld und fördern damit die Verselbständigung von spekulativen Finanzmärkten gegenüber der Realwirtschaft.
Die lange unangefochtene Sonderrolle des Amerikanischen Dollars, die seit mehr als hundert Jahren besteht, gerät in letzter Zeit zusehends ins Wanken. Das Privileg, das sich die USA mit der Sonderstellung des Dollars verschafft haben, hat sie in die Rolle einer Hegemonialmacht gebracht. Dies hat zur Folge, dass der Rest der Welt in die Rolle eines Vasallen geraten ist.
Die Gründung der FED ist das Ergebnis eines Zusammentreffens von Finanzmagnaten auf Jekyll Island und die Einführung des Federal Reserve Act am 23. Dez. 1913 hat der FED eine mit unglaublicher Macht ausgestattete Rolle zugewiesen. Geld kommt als Schuldgeld in den Kreislauf und fließt zusehends in den spekulativen Bereich der Finanzwirtschaft. Das öffnet der Möglichkeit der Manipulation von Börsenkursen Tür und Tor.
Zusehends beobachten wir zudem das Phänomen der multiplen Geldschöpfung. Die Geschäftsbanken betreiben mittlerweile eine um den Faktor von 10 – 20 erhöhte Kreditschöpfung gegenüber dem Zentralbankgeld, was die spekulativen Käufe weiter anheizt.
Der Schwarze Freitag 1929 an der Wallstreet hatte die spekulativen Werte auf ein Zehntel bis ein Hundertstel ihres Wertes reduziert. Der Film „Der Schwarze Freitag“ in der Besetzung mit Kurt Jürgens ist bezüglich dieses Themas sehr aufschlussreich.
Die strikte begriffliche und institutionelle Trennung zwischen dem Bereich der Realwirtschaft und der Kreditvergabe für die Realwirtschaft ist in Zukunft unumgänglich.
Wer an den spekulativen Märkten handelt und verliert, muss in Zukunft allein die Verluste tragen und sollte sich nicht mehr auf das Argument der Systemrelevanz der betreffenden Band berufen können und mit dem Geld der Steuerzahler „gerettet“ werden.
Diese Erkenntnis wurde damals umgesetzt mit dem „Glass-Steagall Act“, welcher 1933 in Kraft trat, es wurde ein Trennbankensystem eingeführt.Dieses Gesetz ist nach 66 Jahren im Jahre 1999, weithin unbemerkt von der Öffentlichkeit, unter Präsident Clinton gekippt worden, seither gibt es keine begriffliche und institutionelle Trennung mehr zwischen dem Bankenbereich für die Realwirtschaft mit der Kreditvergabe für die Realwirtschaft und den Banken, die sich mit risikoreichem Spekulationsgeschäften beschäftigen. Das von da an geschöpfte Kreditgeld floss nicht mehr primär in die Realwirtschaft, sondern diente hauptsächlich wieder spekulativen Investments. Seither hat die FED wieder ihre Rolle von der Zeit vor dem „Glass-Steagall Act“ eingenommen. Die Forderung nach der Unabhängigkeit der Zentralbanken führte auch zu ihrer Unabhängigkeit von demokratischen Institutionen und Regierungen und dieser Zustand hält bis heute an.
Diese differenzierte und kritische Betrachtung des bestehenden Finanzsystems führt in der Öffentlichkeit heute dazu, dass man sofort als Verschwörungstheoretiker oder Antisemit denunziert wird. Das kann zu ernsthaften persönlichen Konsequenzen im beruflichen sowie auch privaten Bereichen führen.
Die weltweiten Auswirkungen des Dollars als Weltgeld hat globale Auswirkungen, welche die währungspolitische Ebene übersteigen und sich bis in weltpolitische und kriegerische Auseinandersetzungen erstrecken. Die Thematisierung dieser Problematik übernimmt in Deutschland in erster Linie nur eine kleine Partei, die „Büso“, die über das richtige Erkennen der Wurzel des monetären Missstandes hinaus allerdings auch zweifelhafte Positionen vertritt.
Die Lehrbücher an den Universitäten beleuchten das Modell des etablierten globalen Finanzsystems mit Methoden, die in die Irre führen. Sie gehen von der falschen Grundannahme aus, dass den Geschäftsbanken zur Kreditvergabe Geld von Dritten anvertraut wird oder sie sich Geld besorgen, was bereits in Umlauf ist. Diese Grundannahme führt völlig in die Irre (erläutert in den Büchern von Bernd Senf „Der Nebel um das Geld“ und „ Der Tanz um den Gewinn“).
Giralgeld entsteht durch Kreditvergabe aus dem Nichts als Buchungssatz und dennoch hat die Bank dann gegenüber dem Kreditnehmer eine Forderung in Form von Zinsen und Tilgung. Durch die zügellose Giralgeldschöpfung entsteht ein sogenannter Hebeleffekt, wodurch die Kaufkraft vervielfacht wird. In dem Buch „Geldschöpfung – die verborgene Macht der Banken“ von Horst Seiffert sind diese Zusammenhänge noch einmal sehr detailliert dargelegt.

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Was die Elite mit uns vorhat…

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Globalisierung durch Kriege – Kriegsführung gegen die Völker der Welt – bitte unbedingt anhören

Von der Rezession zur Depression?

Globale Betrüger der billigen Rohstoffe

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billige-rohstoffe

Die Zahlen klingen schockierend: Umgerechnet 6,7 Milliarden Euro hat der sambische Fiskus in den vergangenen zehn Jahren durch Korruption, Steuerhinterziehung und Unterschlagungen bei Exporten verloren. Das legte die US-amerikanische Organisation Global Financial Integrity in ihrem jüngsten Bericht zu weltweiten illegalen Finanz-strömen dar.

(Foto: Kupfermine in Lumwana/Sambia: Konzerne rechnen sich zu Lasten des Staates arm)

Die Täter sind international agierende Bergbaukonzerne, die Folgen für das 14-Millionen-Einwohner-Land im südlichen Afrika katastrophal. Dabei ist Sambia, Afrikas größter Kupfer-Förderer, nur ein Beispiel einer globalen Masche der Ausblutung von Entwicklungsländern zugunsten westlicher Unternehmen.

Der Report mache deutlich, »was wir mit Blick auf Steuerhinterziehung und Ein-kommenslecks immer gesagt haben«, zitiert der britische Guardian Sambias Vizefinanzminister Miles Sampa. Nur ein oder zwei Bergbaubetriebe erzielen dem Minister zufolge jährlich Gewinne, »die anderen Minen – aus dem ein oder anderen Grund, manche echt, manche nicht – machen immer Verluste«. Auf dem Papier zumindest.

Die 6,7 Milliarden Euro, die Sambia so…

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