Arvay diskutiert (4) – mit Wolf-Dieter Storl: Umseelte Pflanzen – Beseelte Tiere

Published on Sep 16, 2017

Ist das Töten und Essen eines Tieres vergleichbar mit dem Ernten einer Pflanze? Der Ethnobotaniker Dr. Wolf-Dieter Storl erklärt im Gespräch mit dem Biologen Clemens G. Arvay den Unterschied zwischen Pflanzen und Tieren. Die beiden Buchautoren kommen aus unterschiedlichen Perspektiven zu denselben Schlüssen: Tiere sind empfindungsfähige Lebewesen mit einem stark ausgeprägten Innenleben, während Pflanzen keine solche innere Empfindungsfähigkeit und auch kein Schmerzempfinden haben. In Storls Worten sind die Pflanzen „umseelt“, während die Tiere „beseelt“ sind. In dem Gespräch erklärt er ausführlich, was er damit meint. Storl und Arvay nähern sich dem Thema mit spürbarem Respekt vor Pflanzen. Es geht also nicht um eine Abwertung der pflanzlichen Lebensform, sondern vielmehr um die Aufklärung eines weit verbreiteten Missverständnisses, wonach Pflanzen so ähnlich wie Tiere leiden oder Schmerz empfänden. Die Ausführungen sind von größter Relevanz für die Frage, wie wir uns ernähren. Die Websites der Diskutanten lauten: http://www.arvay.info und http://www.storl.de

Ölweidefrüchte Pointilla Fortunella – Pointilla Amoroso

Pointilla – die köstliche Ölweide

Die Früchte dieses ungewöhnlichen Gehölzes erinnern auf den ersten Blick an Ribisel – in Wahrheit ist es aber mit dem Sanddorn verwandt. Eleagnus umbellata ist äußerst robust und liefert im Herbst massenweise schmackhafte Früchte.

Den außergewöhnlichen Namen Pointilla verdankt die Frucht den winzig kleinen Pünktchen auf ihrer – je nach Sorte – gelben oder roten Schale. Sie schmecken fruchtig-süß und sind mit ihrem hohen Gehalt an Antioxidantium Lyocopin auch noch besonders gesund. Außergewöhnlich ist, dass sich auch Gärtner in kälteren Regionen über „Pünktchenbeeren“ freuen können. Die Pflanze ist frosthart, kommt mit allen Bodenarten zurecht und entwickelt sich sogar an halbschattigen Standorten sehr gut.

Leuchtend rot und gelb
Schon im Frühling lässt sich anhand der unzähligen dichten Blütenbüschel erahnen, wie viele Beeren die Pointilla bilden wird. Während des Sommers verstecken sich die zunächst recht unscheinbaren Früchte unter dem hellgrünen Laub, das an die Blätter von Olivenbäumen erinnert.
Ab Ende August färben sich die Pünktchenbeeren dann plötzlich leuchtend rot und gelb. Jetzt ist es unübersehbar, dass alle Zweige voller Früchte hängen. Diese sind jedoch noch nicht reif! Da Vögel nicht wählerisch sind, stört sie die Säure kaum. Damit die Beeren nicht kurz vor der Reife dem menschlichen Genuss entgehen, empfiehlt es sich, den Strauch in dieser Zeit mit einem Netz vor den dreisten Beerendieben zu schützen.
Im Oktober bildet sich die Süße in den Beeren, der Fruchtgenuss kann beginnen und das Warten hat sich gelohnt. Mit dem Wintereinbruch verliert der sommergrüne Strauch sein Laub. Sein dicht verzweigtes Astwerk wirkt in der kalten Jahreszeit jedoch sehr attraktiv.

Im Topf, als Baum oder Hecke
Bei einer maximalen Wuchshöhe von über drei Metern ist es kaum zu glauben, doch die Pointilla lässt sich tatsächlich auch im Topf kultivieren. Das Gefäß muss lediglich groß genug sein. Besonders schön wirkt es, wenn man zwei verschiedene Sorten gemeinsam in einen Kübel pflanzt.

Empfehlenswerte Sorten

  • Fortunella®: gelbe Beeren
  • Sweet’n’sour®: rote Beeren
  • Amoroso®: rote Beeren, etwas robuster und kälteresistenter als Sweet’n’sour

Quelle: Lubera

Sind Vogelbeeren wirklich giftig? – Wissen – Hamburger Abendblatt

Birgit Wulff, Ökotrophologin, Zentrale für Ernährungsberatung:

Dass Vogelbeeren giftig sind, ist ein Aberglaube, der sich hartnäckig hält. Die roten Früchte sind roh jedoch sehr bitter und ungenießbar, da sie Parasorbinsäure enthalten. Diese kann schnell zu Magenverstimmungen führen. Beim Kochen wandelt die Hitze die bittere Parasorbinsäure in Sorbinsäure um, die der Körper dagegen gut aufnimmt. Deshalb werden die Beeren auch für Marmelade und Schnaps verwendet. Lange Zeit hatten Vogelbeeren darüber hinaus sogar einen medizinischen Nutzen: Aus einer bestimmten Zuckerart der Beere, der Sorbose, wurde ein Zuckerersatz für Diabetiker gewonnen, der heute industriell hergestellt wird. Vogelbeeren enthalten zudem viel Vitamin C und Provitamin A – roh essen sollte man sie dennoch nicht. Auch wenn die Vogelbeere (Eberesche) den alten Germanen sogar als heilig galt.

Quelle: Sind Vogelbeeren wirklich giftig? – Wissen – Hamburger Abendblatt

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