Die Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) kündigt eine neue PR-Offensive für die deutsche Außen- und Militärpolitik an

Danke Bibi!
Was genau man will muss noch genauer erforscht werden…
Ein neuer Besen kehrt gut, sagt der Volksmund 🙂
Einiges klingt gut was hier unter der Leitung von Karl-Heinz Kamp vorgestellt wird – es muss aber noch ganz genau unter die Lupe genommen werden um dazu irgendeine Aussage treffen zu können!

Völkerrechtskundige und Politikwissenschaftler bitte um Stellungnahmen – DANKE!
Bitte um Stellungnahmen dazu als Kommentar – DANKE!

AnNijaTbé am 3.11.2015

german-foreign-policy.com

Dialog von oben

03.11.2015

BERLIN

(Eigener Bericht) – Die Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) kündigt eine neue PR-Offensive für die deutsche Außen- und Militärpolitik an und will dazu die aktuelle Flüchtlingsdebatte nutzen. Man wolle die Diskussion um die deutschen Auslandsaktivitäten stärker „in die breite Öffentlichkeit“ tragen, bestätigt der neue Leiter des wichtigsten Strategiezentrums der Bundesregierung, Karl-Heinz Kamp; dazu sollten auch „Bürgerdialoge“ über die aktuelle deutsche Flüchtlingspolitik durchgeführt werden. Hintergrund sind die weltpolitischen Ambitionen Berlins, die seit geraumer Zeit ihren Widerhall in Forderungen nach einer aggressiveren Militärpolitik finden und inzwischen in ersten Ansätzen realisiert werden. Experten weisen darauf hin, dass dazu ein gewisser Rückhalt in der Bevölkerung unumgänglich ist, um Reibungsverluste im Inland zu minimieren. Zudem müssten, um eine „Überforderung“ Berlins zu vermeiden, die notwendigen „personellen und institutionellen Kapazitäten“ für eine offensivere Außenpolitik „bereitgestellt werden“, heißt es in der führenden Außenpolitik-Zeitschrift des deutschen Establishments. Unter anderem müsse man die „sicherheitspolitische Expertise“ an den Hochschulen umfassend ausweiten, verlangen Nachwuchs-Außenpolitiker aus der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung – etwa mit der Einrichtung neuer Professuren zu Themen der Außen- und Militärpolitik.

Offensivere Weltpolitik

Hintergrund der aktuellen Forderungen nach einer neuen PR-Offensive in Sachen Außen- und Militärpolitik ist das Bestreben Berlins, eine stärkere Rolle in der Weltpolitik zu spielen. Dabei hat die Bundesregierung jüngst durchaus Fortschritte erzielt. Im Konflikt um die Ukraine gelingt es ihr zur Zeit, die zentralen Auseinandersetzungen in den Rahmen des Minsk-Prozesses zu kanalisieren; damit markiert sie ihren Führungsanspruch in Osteuropa gegenüber den USA, die an den Minsker Verhandlungen nicht beteiligt sind.[1] In den Gesprächen mit Iran hat die Bundesrepublik sich als einzige Macht neben den ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats etablieren können. Im Irak ist die Bundeswehr spürbar präsent. Auch im Syrien-Krieg bemüht Berlin sich um eine stärkere Rolle, wenngleich es dort gegenüber den Vereinigten Staaten und Russland noch nicht durchdringt. Für Anfang 2016 steht eine signifikante Ausweitung des Bundeswehr-Einsatzes in Mali in Aussicht [2], die mit neuen Berliner Einflussbemühungen im gesamten nördlichen Afrika verbunden ist. Hinzu kommt die führende Stellung, die die Bundeswehr aktuell beim Aufbau der NATO-„Speerspitze“ innehat.[3]

Eine doppelte Lücke

Mehr aufrüsten, mehr intervenieren

Austausch mit der Bevölkerung

Forschen für den Krieg

Erwartungen managen

[1] S. dazu Kontrollmission in Kiew.
[2] S. dazu Ins nächste Kriegsgebiet.
[3] S. dazu Kriegsführung im 21. Jahrhundert (II) und Botschaft an die Weltöffentlichkeit.
[4] S. dazu Das pazifische Jahrhundert.
[5], [6], [7], [8] Arbeitskreis Junge Außenpolitiker: Deutsche Verantwortung in der internationalen Politik (III): Sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit stärken. Konrad-Adenauer-Stiftung, Analysen und Argumente Nr. 194, Oktober 2015.
[9] Liana Fix: Eine deutsche Metamorphose. Vom unsicheren Kantonisten zur europäischen Führungsmacht. In: Internationale Politik, November/Dezember 2015, 56-59.
[10] S. dazu Schlafende Dämonen, Der Weltordnungsrahmen und Die Bilanz eines Jahres.
[11] S. dazu Der hässliche Deutsche.

http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59239