Der österreichische Wirtschaftskammerpräsident versucht mit Gehirnwäsche in der Kronenzeitung die EU schönzureden :-/

Der Österreichische Wirtschaftkammer-Präsident Leitl meint in einem Leserbrief vom 16.1.2015 an die Krone unter anderem:

„Auch sämtliche ausländische Untersuchungen attestieren Österreich, zu den größten Nutznießern der Europäischen Union zu gehören.“

Ich kennen niemanden, der das betstätigen könnte – vor allem aber ist ein Berufsstand in die Bredouille gekommen – die Bauern – sie sind knapp vorm Aussterben!! Auch Veronika Linidinger von der Initiative Europa konnte diesen Brief nicht ohne Kommentar belassen:

leitl - Wirtschaftskammerpraesident - oesterr.LB Leitl – Lindinger-pdf

Weiters muss man sagen, dass es kein Problem darstellen sollte bilaterale oder sonstigen Wirtschaftsabkommen/Verträge auch ohne EU aufrecht zu erhalten, womit die Angst von jenen Firmen, die glauben ihr Geschäft durch einen Ausstieg aus der EU zu verlieren, weg vom Fenster wäre.

EU-Parlamentarier0EU-Realität, die wir alle bezahlen 😦

Veronika Lindinger per email an Herr Leitl:

Sehr geehrter Herr Leitl,

Ihren EU-phorischen Leserbrief in der „Krone“ bezüglich 20 Jahre Mitgliedschaft Österreichs in der Europäischen Union konnte und wollte ich nicht unbeantwortet so stehen lassen.

Zu meinem unten hereinkopierten Leserbrief an die Krone habe ich außerdem noch eine Zusatzfrage:

Herr Leitl, wieso ist Österreich denn plötzlich nicht mehr abgesandelt und welch „wundersame“ Dinge haben sich denn seit Ihrer damaligen Feststellung in Österreich ereignet ???

Hier mein LB zu Ihrer gefälligen Kenntnisnahme:

Veronika Linidnger Leserbrief dazu an die Kronenzeitung: Selten hat ein Leserbrief bei mir derartiges Kopfschütteln und Unverständnis verursacht. Wenn jemand die EU dermaßen verherrlicht, und dabei die mit unserer Mitgliedschaft einhergehenden Negativentwicklungen verschweigt (die ihm selbstverständlich auch bewusst sein müssten) so kann man das entweder nur als Versuch einer „Gehirnwäsche des Volkes“ oder als eigene Verblendung deuten. Als Negativbeispiele nenne ich jetzt nur die Teuerung durch den Euro (der ja eigentlich für Österreich ursprünglich gar nicht kommen sollte!), die Abwanderung vieler heimischer Betriebe aufgrund der Globalisierung und damit verbundenem Arbeitslosenanstieg, die steigende Zahl der in Armut lebenden Österreicher, die Ausbeutung und Zerstörung unserer Sozialsysteme, Lohndumping und Ausbeutung der arbeitenden Gesellschaft, überhöhte Preise bei Mieten, Energie und Lebensmittel, ungeregelte Zuwanderung ohne Integrationswillen und Respekt vor unserer Kultur und Lebensweise, Kriminaltourismus durch Wegfall der Grenzkontrollen, Sparpakete, um damit Banken und Spekulanten zu finanzieren und die Übernahme nichtfinanzierbarer Haftungen, das ständige Brechen der selbst aufgestellten Regeln von der EU selbst, das Drüberstellen der Interessen multinationaler Konzerne über die von österreichischen Firmen, die volksferne, demokratiedefizitäre Brüsseler Lobbyistenregierung, die Zugrabetragung der Neutralität, die atomare Schmutzwirtschaft, die Aushöhlung der menschlichen Grundrechte durch den EU-Reformvertrag und nicht zuletzt die Gefahren, die uns durch hinter verschlossenen Türen ausverhandelte geheime Handelsverträge noch beschert werden. Das alles haben wir in den 20 Jahren der EU-Mitgliedschaft „errungen“. Die Liste ließe sich noch unendlich lange fortsetzen, aber ich fürchte, dann wäre mein Leserbrief zu lange. Noch Fragen, Herr Leitl? Ich möchte einmal genau wissen, WER durch die EU-Mitgliedschaft tatsächlich profitiert hat. Bitte eine Auflistung, Herr Leitl.

Veronika Lindinger

EU-Austritt

 

 

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