
Symbolbild
Liebe Freunde,
auch bei den Heilkräuter sieht es ähnlich böse aus, wie mit unseren Lebensmitteln allgemein, darüber will ich heute einen kurzen Einblick schaffen.
Schon als 6 jährige lernte ich von meinen Großeltern Heilkräuter und Pilze kennen. Alle Schulferien verbrachte ich am Land bei den Großeltern. Täglich viele Stunden oft den ganzen Tag suchte ich Pilze und sammelte Heilkräuter.
Von den getrockneten Pilzen und den getrockneten Heilkräutern tranken wir den ganzen Winter über Tee und machten Suppen und Saucen. Von den gesammelten Beeren wurden herrliche Marmeladen und Gelees gemacht.
Meine Kindheit einerseits in der Großstadt und andererseits am Land hat mich maßgeblich geprägt und nie mehr losgelassen. So fing ich 1991 mit einigen Frauen an Salben zu kochen – heuer jährte sich diese Tätigkeit zum 25. Mal.
Seit zwei Monaten suchte ich danach alle Zutaten für eine ganz spezielle Salbe zusammenzutragen, selber gesammelt, gekauft, wie auch immer. Dabei wurde ich an längst Vergessenes erinnert. Bereits in den 90er Jahren stellten wir fest, dass massiv Heilpflanzen verboten wurden, dazu gehört auch der wunderbare Beinwell, dessen Heilwirkung altbekannt ist, auch Huflattich wurde verboten und viele andere Kräuter vermutlich auch noch.
Daran wurde ich vor einigen Tagen in einem speziellen Kräuterladen erinnert, als ich Beinwell kaufen wollte, weil ich diesen an Stellen, wo er sonst schon vorkommt nicht finden konnte. Beinwell ist verboten, darf nicht verkauft werden, hörte ich von der Verkäuferin! Es gibt aber weiterhin Beinwellprodukte zu kaufen, doch diese beinhalten nicht mehr das, was sich Beinwell nennt, sondern eine Hybridsorte, der man die Wirkstoffe weggezüchtet hatte, so erfuhr ich bei einer meiner langjährigen Kräuterfreunde vor kurzem, wo ich dann doch noch echten Beinwell bekommen konnte.
Der Grund für diesen Artikel ist jener, dass ich gerne dazu anregen möchte, dass die alten guten heilkräftigen Sorten bewahrt und im eigenen Gärten wieder angepflanzt werden sollten. Ein Schmuckgarten ist für mich kein richtiger Garten, er ist denaturiert. In jedem Garten sollten einige Heilpflanzen und Küchenkräuter zu finden sein, die noch die Kraft der URsprungs in sich tragen.
Jeder sollte säen und ernten lernen und sei es noch so sehr im Kleinen, es dient dazu, um einen Bezug zur Natur zu bekommen.
Ist es nicht so, dass ALLE Kinder von nichts mehr begeistert sind, als von der Bohne die sie selber in die Erde gesetzt haben und vom ersten Keim weg beobachten konnten, wie sie wächst, blüht und zuletzt eine Frucht bildet, die dann auch noch selber gesessen werden kann!
Jahrtausende wuchsen tausende von Heilpflanzen und Beeren in der Naturapotheke dem Menschen zum Wohle – mögen sie weiterhin für alle Zeiten erhalten bleiben.
©AnNijaTbé: am 13.11.2016 mit herzlichem Dank an die Natur von der ich mehr lernen durfte als von Menschen!
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Ein in Vergessenheit geratenes Heilkraut ist das Mutterkraut, das sogar auch gegen Motten hilft. Dies fand ich in folgender Seite so ausführlich beschrieben wie kaum wo. Beste umfangreichste Beschreibungen sind hier zu finden: http://www.kraeuter-verzeichnis.de/
Heilkräuter
Über 500 Kräuter im Kräuter-Verzeichnis – vorgestellt mit Wirkung und Anwendung
Die wilden Kräuter der Natur, Heilkräuter und Heilpflanzen, waren für eine lange Zeit das Einzige, das der Mensch gegen Krankheiten, bei Wunden und Verletzungen einsetzen konnte.
Sie waren über Jahrtausende hinweg die „Hausapotheke“ der Menschen. Und so existieren auch heute noch viele Rezepte für Hausmittel, die sich auf die Heilwirkung von Kräutern stützen.

http://www.kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/M-index.shtml
Das Mutterkraut (Tanacetum perthenium) wird heutzutage kaum noch verwendet.
Meist findet man das Mutterkraut heute wild als Unkraut, da ein Anbau in Gärten nicht mehr stattfindet.
Wirkung und Anwendung von Mutterkraut
- appetitanregend
- Asthma
- beruhigend
- Blähungen
- Depressionen
- durchblutungsfördernd
- eisprungfördernd
- eitrige Wunden
- entzündungshemmend
- Erkältungen
- Fieber
- fiebervertreibend
- geburtsfördernd
- gefäßerweiternd
- Gelenkentzündungen
- Gicht
- Husten
- Insektenstiche
- Kopfschmerzen
- krampflösend
- krampfstillend
- Leukämie
- löst leichte Muskelkrämpfe
- Magenschwäche
- menstruationsfördernd
- menstruationsregulierend
- Migräne
- Ohrensausen
- Rheuma
- Verstopfung
alles lesen sehr spannend und lehrreich: http://www.kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/Mutterkraut.htm
http://www.kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/B-index.shtml
Beinwell wurde verboten!
Beinwell (Symphytum officinale) kann bei Sportverletzungen, z. B. Prellungen oder Zerrungen, helfen.
Wirkung und Anwendung von Beinwell
- Gelenkschmerzen
- Hautschäden
- Knochenbrüche
- Muskelschmerzen
- Prellungen
- Quetschungen
- Schmerzen bei Verletzungen
- Schwellungen
- Verletzungen des Bewegungsapparates
- Verstauchungen
- verflüssigt Wundsekrete
- hilft schnell neues Gewebe zu bilden
alles lesen sehr spannend und lehrreich: http://www.kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/beinwell.htm
http://www.kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/H-index.shtml
Huflattich wurde verboten!
Der Huflattich, der auch Brustlattich genannt wird, wächst an Flüssen und Bächen, auf sandigen Feldern, an Wegen und in Gärten. Die Blütezeit ist von März bis in den April. Die Blätter des Huflattichs werden im Mai oder im Juni gesammelt.
Wenn im Frühjahr der Schnee schmilzt, steht der Huflattich (Tussilago farfara) quasi schon bereit – zusammen mit dem Schneeglöckchen ist er eine der ersten Pflanzen, die man im Frühjahr sieht.
Wirkung und Anwendung von Huflattich
- Appetitlosigkeit
- blutreinigend
- Bronchialasthma
- Husten
- Magen-Darm-Katarrh
- Mund- und Rachenraumentzündungen
- Schleimhautentzündungen
- Staublunge
- Venenentzündung
- Wundheilung
- entzündungshemmend
- verflüssigt den Schleim
- reizlindernd
- adstringierend
alles lesen sehr spannend und lehrreich: http://www.kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/huflattich.htm
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