Klassiker der Weltliteratur: Nikolaj Gogol

„Die toten Seelen“ | BR-alpha

Published on Feb 22, 2014

Schön war er keinesfalls. Seine Schülerinnen verspotteten ihn wegen seiner langen, spitzen Nase. Vielleicht war es das Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit, das Gogol so zielsicher die menschlichen Schwächen beschreiben ließ.

Moderation: Tilman Spengler
Redaktion: Jörg Lösel

Quelle: http://www.br.de/mediathek/video/send…

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Die toten Seelen Hörbuch von Nikolai Wassiljewitsch Gogol / Deutsch / Hörbuch Komplett

Published on Sep 22, 2015

Hörbuch – Die toten Seelen von Nikolai Wassiljewitsch Gogol.

Im Russland des Zaren heckt Pawel Tschitschikow einen meisterhaften Plan aus. Um zu Reichtum zu gelangen, macht er sich eine Eigenheit des russischen Steuersystems zunutze. Da der Staat seine Register nur periodisch aktualisiert, müssen Großgrundbesitzer auch für ihre verstorbenen Leibeigenen – ihre toten Seelen – Steuern entrichten. Pawel beschließt, diese toten Seelen aufzukaufen, und ist bald der stolze Besitzer unzähliger Seelen, die er wiederum gewinnbringend zurück an den Zaren verpfändet. Ein scharfsinniger Roman über die bürokratischen Eigenheiten Russlands – gelesen von Peter Matic.

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DIE NASE von Nikolai Gogol THRILLER HOERBUCH Deutsch Audiobuch GreatAudioBooks

Published on Jan 23, 2014

DIE NASE von Nikolai Gogol HOERBUCH Deutsch Audiobuch GreatAudioBooks

Nikolai Wasilievich Gogol (1809-1852)

Dies ist die Geschichte eines Petersburger Beamten, dessen Nase davonläuft und ihr eigenes Leben entwickelt.

The story tells of a St. Petersburg official whose nose leaves his face and develops a life of its own.

Sommerzeit … Zeit zum Nachdenken

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Die ruhige Sommerzeit gibt Gelegenheit zum Nachdenken.
Z.B. über das, was verstorbene politisierende Denker geschrieben haben:

Goethe als Finanzminister: „Das unsichere Papiergeld“
Zusammenfassung aus „Gott, Geld, Medien“, Jochen Hörisch, edition suhrkamp SV:

Der Dichter Goethe hatte als studierter Jurist Zweifel am Sinn seiner Regierungstätigkeit. Aber er machte weiter. Erfolgreich war er doch als Kriegskommissar. Dem Zeitgenossen Herder wurde die Ämter- und Machtfülle des Mannes, der sich doch als Dichter einen Namen gemacht hatte, unheimlich und schrieb: „Er ist also jetzt wirklicher geheimer Rath, Kammerpräsident, Präsident des Kriegskollegii, Aufseher des Bauwesens…, Direktor des Bergwerks,…directeur des plaisirs, Hofpoet…“ Aber Goethes Ideen zur Haushaltkonsolidierung folgten einem einfachen Rezept: Reduktion der Ausgaben. Anderseits wandte er sich gegen eine Art Steuerstreik, säumige Steuerzahler wurden zu Arbeiten am Chausseebau herangezogen. Er vereinfachte das Steuereinzugssystem und versuchte eine Bodenreformpolitik.

Eine stabile Währung galt Goethe, der vom Phänomen des unsicheren Papiergeldes irritiert war, als ein Garant einer florierenden Ökonomie. Goethe studierte finanztheoretische Werke und verfasste 46 Titel zur Nationalökonomie und 38 zur Landwirtschaft. Die Feststellung des vor Adam Smith wirksamen Finanztheoretikers Justus Mösers (1720-94) beeindruckten Goethe sehr: Bevor das Geld erfunden wurde, hatte der Reiche kaum eine andere Möglichkeit, als den Armen von seiner für ihn nutzlosen Überfülle an wichtigen Gütern wie Lebensmittel zu überlassen. Geld verderbe jedoch nicht. Mit Möser teilte Goethe, der schon als Student keine Geldsorgen hatte und später als Schreck der Verleger grosse Honorare kassierte, das Argument: Geld ist ein friedliches Güter-Austausch ermöglichendes Medium, aber es ist allzu häufig falsch verteilt… E.R.

NR und Staatsrechtler Carl Hilty: „Für schlaflose Nächte“
Ein Jahresbegleiter im Blick auf die nicht abnehmenden Probleme mit dem Untertitel: „Von der Kraft die aus der Stille kommt“, für die Bewältigung der täglichen Anforderungen.

Carl Hilty (1833-1909), führender Staatsrechtler, Politiker und Geschichtsforscher hatte dieses Buch herausgegeben. Es ist vergriffen, kann aber unter www.pruefen-und-handeln.ch/download/Schlaflose_Naechte.pdf abgerufen werden. Veronica Carstens, Gattin des früheren Bundespräsidenten der BRD hat in der letzten Ausgabe noch das Vorwort geschrieben. Hier ein Auszug aus dem ersten Tagesabschnitt des Buches:

„Suche beständig in grossen Gedanken zu leben und das Kleinliche zu verachten; das führt, im allgemeinen gesprochen, am leichtesten über die vielen Beschwerden und Kümmernisse des Lebens hinweg.
Der grösste und zugleich allgemein fassliche Gedanke ist der Glaube an Gott, wie Christus ihn gelehrt hat. Wenn dein Lebensglück dir am Herzen liegt, so lass dir das Christentum durch keine Theologie oder Kirchlichkeit erklären, sondern suche es selbst an der Quelle, in den Evangelien, und auch in diesen vorzugsweise in den eigenen Worten Christi auf, die ihresgleichen in keiner anderen Weisheit haben.“

Ich wünsche erholsame Sommertage. E.R.

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