„Niemand hat derzeit ein Patent auf Ebola“

ZEIT ONLINE: Immer wieder schreiben Leser in unserer Community und anderswo, gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika gäbe es auch deshalb kein Mittel, weil die US-Regierung seit Jahren Patente auf das Virus halte. Das verhindere jegliche Forschung, außer der eigenen. Ausländische Forscher und Pharmafirmen hätten nämlich wegen des Patents nicht das Recht, mit dem Erreger zu arbeiten, Impfstoffe oder Medikamente zu entwickeln. Was ist dran an solchen Behauptungen?
Jan Krauß: Eines stimmt: Das US-Gesundheitsministerium (NIH) hat im Jahr 2009 ein Patent auf Ebola angemeldet. Hierbei geht es nicht, wie viele glauben, nur um ein biomedizinisches Verfahren, sondern um den Virenstamm selbst. Der Patentantrag trägt die Nummer US20120251502 A1, bezieht sich auf einen Ebola-Stamm vom Typ Bundibugyo und wurde beim US-Patentamt eingereicht. Er beantragt sogenannten Stoffschutz, wie man ihn auch für ein Antibiotikum, eine bestimmte chemische Rezeptur, verlangen kann. Das Entscheidende aber ist: Das Ebola-Patent wurde bisher nicht erteilt. Und das wird es auch nicht in der beantragten Form.
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