666 – Bald DNA-Tests für alle ? Neue Weltordnung schlägt zurück

Am 17.04.2018 veröffentlicht

Embryologie des Urogenitaltraktes – Urologielehrbuch.de

Zusammenfassende Literatur Anatomie Nieren: (Benninghoff, 1993).

Embryologie des Hodens, Nebenhodens und des Ductus deferens

Embryologie der indifferenten Gonadenanlage

Die initiale Entwicklung erfolgt zunächst unspezifisch (indifferente Gonade). Ab der 7. Woche differenziert sich die indifferente Gonade in Hoden oder Ovar. Danach beeinflussen Hoden oder Ovar die Bildung des Geschlechtstraktes.

Die Gonadenanlage entsteht in Nachbarschaft zur Urniere (Mesonephros). Sie besteht aus 3 verschiedenen Zellformen: 1. Zellen aus dem Zölomepithel, 2. Zellen aus der Urniere und 3. Keim- oder Geschlechtszellen, welche amöboid aus dem Hinterdarmepithel in der 5. bis 6. Woche in die Gonade einwandern. Die Geschlechtszellen haben ihren Ursprung im Ektoderm. In den Hinterdarm gelangen die Geschlechtszellen bei der Abgliederung des Dottersacks vom Darmrohr.

Embryologie der männlichen Gonadenanlage

Für die Entwicklung des Hodens ist das Y-Chromosom notwendig, auf dem der Testis-determinierende Faktor oder TDF liegt. Als verantwortliches Gen wurde SRY (Sex determining region of Y-Gen) identifiziert, es kodiert ein Protein aus 80 Aminosäuren (high mobility group protein HMG), welches an die DNA bindet und die Transkription von Genen für die sexuelle Differenzierung bewirkt (WT1, SF1, SOX,… ). Ohne das Gen SRY entsteht aus der Gonadenanlage trotz Vorliegen eines Y-Chromosoms im Karyogramm ein Ovar.

Ab der 7. Woche entsteht im Zentrum der indifferenten Gonade eine Strangbildung, diese ist Vorläufer der Tubuli seminiferi. Dorthin wandern die Geschlechtszellen und es bilden sich Prospermatogonien. Die Stränge verlieren die Verbindung zur Oberfläche und eine primäre Tunica albuginea entsteht. Aus dem Interstitium differenzieren sich Leydig’sche Zwischenzellen (ab der 8. Woche). Eine starke Proliferation der Leydig’schen Zwischenzellen führt zu einer entsprechenden Testosteronproduktion. Nach der Geburt bilden sich die fetalen Leydig’schen Zwischenzellen zurück und die Androgenproduktion sistiert.

Der Hoden bildet das Antimüllerhormon (AMH), welches zur Rückbildung des Müllergangs führt (s. u.).

Hodendeszensus

In seiner frühen Entwicklung liegt der Hoden intraperitoneal und ist über das Mesorchium mit der Urniere verbunden. Die kaudale Umschlagfalte des Mesorchiums und die kaudalen Reste der Urniere bilden das kaudale Keimdrüsenband (Gubernaculum testis). Es setzt sich durch die Anlage der kaudalen Bauchwand bis zur Labioskrotalfalte fort. Das Körperwachstum verlagert den Hoden nach kaudal (Deszensus testis). Die Gefäßversorgung des Hodens bleibt trotz Descensus konstant. Die Verlagerung des Hodens in den Skrotalsack erfolgt ab dem 7. Monat. Der Hoden wird im Skrotum von allen Schichten der Bauchwand umhüllt. Das Peritoneum bildet das Cavum serosum testis, der Processus vaginalis verschließt sich.

Embryologie der Samenwege

Der Wolff’sche Gang (Ductus mesonephricus), welcher initial als primitiver Ureter der Urnieren fungiert, mündet in jenen Teil der Kloake, welcher sich zum Sinus urogenitalis ausbildet. Lateral davon entsteht der Müller’sche Gang (Ductus paramesonephricus) durch eine Invagination des Zölomepithels. Der Müller-Gang mündet nach der Vereinigung mit dem Müller-Gang der Gegenseite medial in den Sinus urogenitalis. Unter Einfluss der Androgene wie Testosteron und des Anti-Müller Hormons aus den Sertoli-Zellen bildet sich der Müller’sche Gang zurück, es bleibt der kraniale Rest als Appendix testis (Hydatide Morgagnii) und der kaudale Rest als Utriculus prostaticus zurück [Abb. 2.2 und Abb. 2.3].

Unter Androgeneinfluß wächst der Wolff’sche Gang in die Länge und bildet den gewundenen Ductus epididymidis. Der kranial blind endende Wolff’sche Gang bildet den Appendix epididymidis. Der distale Anteil entwickelt sich zum Ductus deferens und mündet in den Sinus urogenitalis unterhalb der Harnblase. Etwa 6 persistierende Urnierenkanälchen werden zur Proliferation angeregt und bilden im Nebenhodenkopf die Ductuli efferentes, welche später Anschluss an die Tubuli seminiferi erhalten.

Aberrierende Urnierenkanälchen, welche keinen Anschluss an das Rete testis finden oder sich vom Wolff’schen Gang gelöst haben, können zu Zysten führen (Hydatiden). Reste der Urnierenkanälchen können auch den Paradidymis (Girald’sches Organ) bilden. Dieses rudimentäre Organ ist v. a. bei Kindern nachweisbar und bildet sich wieder zurück oder führt zu Zysten.

http://www.urologielehrbuch.de/embryologie_02.html

Abbildung 2.2: Schematische Darstellung der Genitalanlage eines weiblichen Embryos: Bartholini-Drüse, darüber die Urethra (C), , Corpus cavernosum clitoridis (cc), Gartner’scher-Gang (dG), Tuba uterina mit Ampulla (f), kaudales Keimdrüsenband (g), Hymen (h), Rektum (i), Labium major (l), Labium minor (n), Müller-Gang und seine Derivate sind blau angefärbt (m), Ovar (o), Epoophoron (po), Bulbus vestibuli (sc), Uterus (u), Vulva (V), Vagina (va), Wolff’scher Gang und seine Derivate sind rot angefärbt (w), Parophoron (W), Ureter (3), Harnblase (4), Urachus (5). Abb. aus Gray’s Anatomy, Lea and Febinger 1918, Philadelphia, USA.
Schematische Darstellung der Genitalanlage eines weiblichen Embryos Bartholini-Drüse, Urethra (C), , Corpus cavernosum clitoridis (cc), Gartner’scher-Gang (dG), Tuba uterina mit Ampulla (f), kaudales Keimdrüsenband (g), Hymen (h), Rektum (i), Labium major (l), Labium minor (n), Müller-Gang Ovar (o), Epoophoron (po), Bulbus vestibuli (sc), Uterus (u), Vulva (V), Vagina (va), Wolff’scher Gang Parophoron (W), Ureter (3), Harnblase (4), Urachus (5)
Abbildung 2.3: Schematische Darstellung der Genitalanlage eines männlichen Embryos: Glandula bulbourethralis (C), Corpus cavernosum penis (cp), Caput epididymis (e), Gubernaculum testis (g), Rektum (i), Müller-Gang (m) und seine Derivate sind blau angefärbt: in der Nähe des Hodens entsteht die Morgagni-Hydatide und in der Prostata die Utrikuluszyste, Wolff’scher Gang und seine Derivate sind rot angefärbt, Prostata (pr), Skrotum (s), Corpus spongiosum (sp), Testis (t) und Descensus (t’), Ductus deferens (vd), Fehlbildung des Ductus deferens (vh), Vesicula seminalis (vs), Paradidymis (Giraldes’sche Organ) (W), Ureter (3), Harnblase (4), Urachus (5). Abb. aus Gray’s Anatomy, Lea and Febinger 1918, Philadelphia, USA.
Schematische Darstellung der Genitalanlage eines männlichen Embryos Glandula bulbourethralis (C), Corpus cavernosum penis (cp), Caput epididymis (e), Gubernaculum testis (g), Rektum (i), Müller-Gang Morgagni-Hydatide Prostata die Utrikuluszyste, Wolff’scher Gang Skrotum (s), Corpus spongiosum (sp), Testis (t) und Descensus (t’), Ductus deferens (vd), Fehlbildung des Ductus deferens (vh), Vesicula seminalis (vs), Paradidymis (Giraldes’sche Organ) (W), Ureter (3), Harnblase (4), Urachus (5)

 

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NANOBOTS: Kleine Ärzte, die man schlucken kann

Lange waren sie nur eine Vision, mittlerweile gibt es sie: Nanobots. Sie sind keine kleinen Roboter, sondern winzige Röhren aus DNA, die schon bald Krankheiten wie Krebs heilen sollen. Und Forscher denken bereits noch viel kleiner.

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„Ganz unten gibt es noch jede Menge Platz“, sagte der Physiker und Nobelpreisträger Richard P. Feynman in seinem gleichnamigen Vortrag am California Institute of Technology zwei Tage vor Silvester des Jahres 1959. Damit lud er nicht die anwesenden Wissenschaftler ein, ganz vorn im Auditorium Platz zu nehmen. Was Feynman in seinem mittlerweile legendären Vortrag ansprach, war der Raum, der in jenem Kosmos verfügbar ist, in den nur Elektronenmikroskope schauen können. „Wir könnten alle 32 Bände der Encyclopedia Britannica auf einen Stecknadelkopf schreiben, wenn wir nur die Technologie hätten“, sagte Feynman. „Oder kleine Ärzte entwickeln, die man schlucken kann.“

Die erste der beiden Visionen Feynmans hat sich längst erfüllt. Zumindest in binärer Form: Alle 44 Millionen Wörter der Encyclopedia Britannica passen heute auf etwas weniger als einen Quadratmillimeter einer aktuellen Festplatte. Ein Bit Information nimmt auf solchen Speichermedien gerade mal 26 x 26 Nanometer ein. Auch die Größe der Transistoren in Computerchips ist exponentiell geschrumpft, auf gerade noch 7 Nanometer (5 Nanometer gelten Physikern als absolutes Limit, ab dem Quanteneffekte die Informationsverarbeitung beginnen zu stören).

Feynmans zweite Vision aber, von miniaturisierten Maschinen, die unsere Zellen wie winzige Mechaniker reparieren oder das Immunsystem, einer Kavallerie gleich, beim Kampf gegen Krankheitserreger unterstützen, hat sich bisher nicht erfüllt. Bisher.

Die Nanobots kommen

Denn in den vier oder fünf vergangenen Jahren haben Nanowissenschaftler enorme Fortschritte bei der Entwicklung medizinischer Nanobots gemacht, Robotern, die gerade so groß sind wie ein Bit auf der Festplatte. Wenn es nach den Schöpfern dieser Nanoroboter geht, sollen diese sogar sehr bald Menschen von Krebs oder infektiösen Krankheiten heilen. „Unsere Nanobots können Krebszellen zum Selbstmord bringen oder Zellen des Immunsystems dazu anregen, Erreger zu attackieren“, sagt Shawn Douglas, Nanorobotiker an der Universität von Kalifornien in San Francisco. Tatsächlich ist es Douglas und seinen Kollegen gelungen, solche Nanobots herzustellen.

Nanobots werden in schlechten Medien gerne als winzige, aber immer noch sichtbare Kapseln illustriert (gern auf dem Finger eines Chirurgen mit Handschuh), oder als 3D-Grafiken kleiner Maschinen mit Greifarmen oder Propellerantrieb. Doch für medizinische Zwecke müssten Miniaturmaschinen so klein sein, dass sie durch eine Kapillare passen, also maximal 5 bis 10 Mikrometer im Durchmesser. Sonst blieben sie stecken und würden mehr Krankheit schaffen, als sie heilen können (Stichwort Infarkte). Ja, sie müssten sogar klein genug sein, um sich zwischen den Zellen der Kapillaren hindurch in das durchblutete Gewebe zu zwängen, um dort etwas auszurichten.

weiterlesen: http://www.golem.de/news/nanobots-kleine-aerzte-die-man-schlucken-kann-1601-118515.html

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