Auswirkungen der Beschneidung von Kleinkindern – Buch „Die Beschneidung von Jungen“

Danke Konstantin für diese Recherche!

Ich bin hocherfreut, dass dieses Thema durch ein gutes Buch untermauert wird. Man stelle sich vor und frage sich gleichzeitig, ob die USA unter anderem deshalb dem Irrsinn verfallen ist, weil alle Jungs kurz nach der Geburt in den USA beschnitten werden, wobei es dabei komplett egal ist, welcher Religion diese angehören! Als normal denkender Mensch muss man sich auch vorstellen können, dass dieser meist irreversible Eingriff auch massive psychische Auswirkungen haben MUSS.

Könnte der Grund für 6x häufigere psychische Erkrankung bei Juden auch in der Beschneidung des kindlichen Mannes liegen?

hier die Kurzbeschreibung zu dieser Neuerscheinung:

Kurzbeschreibung

12. März 2014
Die Auseinandersetzung um die rituelle, medizinisch nicht begründete Genitalbeschneidung kleiner, nicht einwilligungsfähiger Jungen findet seit dem Urteil des Kölner Landgerichts vom Mai 2012 nun auch in Deutschland statt. Sie bewegt sich im Spannungsfeld der Grundrechte auf Religionsfreiheit einerseits und auf körperliche Unversehrtheit andererseits. Die Heftigkeit der Debatte lässt auf tiefgreifende Ängste und Konflikte schließen. Es geht um die Frage, ob es heute in einer säkularen Demokratie noch angemessen ist, kleinen Jungen zur Absicherung der gruppalen und religiösen Identität von Erwachsenen Schmerzen und Ängste zuzufügen, sie erheblichen Gesundheitsrisiken und irreversibler Verletzung der Intimzone auszusetzen. Leidvolle körperliche, sexuelle und seelische Langzeitfolgen der Beschneidung sind möglich und belegt. In diesem Buch äußern sich Betroffene, Ärzte, Juristen, Psychoanalytiker, Politiker und andere Fachleute kritisch zur Jungenbeschneidung und engagieren sich für den Kinderschutzgedanken. Sie werben für eine Debatte auf wissenschaftlicher und rechtlicher Grundlage.

Rezension: Matthias Franz – Die Beschneidung von Jungen. Ein trauriges Vermächtnis.

Eine Rezension von Dr. Daniel Krause

Aus medizinischer Sicht gibt es heutzutage keine Gründe mehr für die Entfernung einer gesunden Vorhaut eines gesunden, nicht einwilligungsfähigen kleinen Jungen.

Im Gegenteil: Die Genitalbeschneidung auch von Jungen ist ein schmerzhafter und gefährlicher Gewaltakt mit möglichen negativen Folgen für die Betroffenen, monieren Humanisten und Mediziner.

Fundierte Beiträge solcher Beschneidungskritiker auf 450 Seiten liefert das neue im Buch des Herausgebers Matthias FranzDie Beschneidung von Jungen. Ein trauriges Vermächtnis„.

Einleitend gibt der Philospoph Joseph Tutsch einen Überblick über die Beschneidung in verschiedenen Kulturkreisen. Seine Fazit: Aus heutiger Sicht sind diese Rituale ungeachtet ihrer ursprünglich regulativ kulturellen Funktion als „sadistisch“ einzustufen. Es folgen Beiträge von Friedrich Moll aus medizingeschichtlicher und von Volker von Loewenisch aus medizinethischer Perspektive. Der Kinderarzt Christoph Kupferschmid und die Kinderchirurgen Matthias Schäfer und Maximilan Stehr stellen die erheblichen medizinischen Risiken der Beschneidung, an den objektiven Befunden orientiert, unideologisch und neutral dar. Der Herausgeber berichtet in einem eigenen Beitrag von seinen Gesprächsstudien mit betroffenen Beschneidungsopfern, welche die negativen Folgen der Beschneidung offenlegen.

Abartig: Ehemaliger Verfassungsrichter Fordert EU Beschneidung

Brauchen wir auf dieser Welt Religionen, deren Doktrin die Verstümmelung eines oder mehrerer Körperteile verlangt?

„Es geht um essenzielle Glaubensinhalte“

Vorhaut, Körperverletzung, Judentum, Islam, Beschneidung

Hans-Jürgen Papier, früherer Präsident des Bundesverfassungsgerichts, hält das Urteil des Kölner Landgerichts für verfehlt. Für ihn gilt das Recht auf Religionsfreiheit und elterliche Entscheidung in diesem Fall mehr als das Recht auf körperliche Unversehrtheit.

Wie hätten Sie entschieden, wenn der Streit um die Beschneidung zu Ihrer Zeit als Präsident des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe gelandet wäre?
Meiner Ansicht nach ist das Urteil vom Landgericht Köln im Ergebnis verfehlt. Es berücksichtigt nicht hinreichend die Religionsfreiheit, die ein sehr zentrales Grundrecht ist, das grundsätzlich vorbehaltlos und ohne weitere Einschränkung gewährleistet wird. Darüber hinaus tangiert es auch das allgemeine Grundrecht der Eltern auf elterliche Fürsorge. Dieses umfasst auch das Recht der religiösen Kindererziehung. Diese beiden Grundrechte muss man gegen das Grundrecht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit abwägen.

Was kritisieren Sie am Urteil des Landgerichts Köln?

Das Landgericht hat sehr verkürzt argumentiert. Es hätte berücksichtigen müssen, dass es Juden und Muslimen bei der Beschneidung aus religiösen Gründen nicht nur um eine Frage der Tradition und des Brauchtums, sondern um essentielle Glaubensinhalte geht. Demgegenüber ist die Einwirkung in die körperliche Unversehrtheit geringfügig, wenn die Beschneidung nach den Regeln der ärztlichen Kunst erfolgt. Deswegen sind im Ergebnis die Grundrechte auf Religionsfreiheit und elterliche Fürsorge eindeutig gewichtiger zu werten. Diese Grundrechte hat das Gericht zwar nicht ignoriert aber in einer verkürzten Abwägung zu Unrecht hintangestellt. Im Übrigen ist doch auffällig, dass die Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen in sechs Jahrzehnten seit Bestehen des Grundgesetzes nie ein rechtliches Problem dargestellt hatte und dass es auch in anderen europäischen Staaten mit einer vergleichbaren rechtsstaatlichen Ordnung nach meiner Kenntnis zu keinen strafrechtlichen Verfolgungen gekommen ist.

Die Politik hat nun mehrheitlich entschieden, dass Beschneidung straffrei bleiben soll…

…dabei müsste der Gesetzgeber gar nicht korrigierend eingreifen. Das geltende Recht ist ausreichend. Wir dürfen nicht aus den Augen verlieren, dass es sich hier nicht um eine höchstrichterliche oder obergerichtliche Entscheidung handelt. Es geht hier aus meiner Sicht um eine Fehlanwendung geltenden Rechts durch ein einzelnes Instanzgericht. Ich bedaure sehr, dass die Entscheidung rechtskräftig geworden ist, weil die Staatsanwaltschaft keine Revision eingelegt hat und dem angeklagten Arzt kein Rechtsmittel zur Verfügung stand, weil er im Ergebnis freigesprochen wurde. Deswegen konnte es in diesem konkreten Fall zu keiner höchstrichterlichen oder gar bundesverfassungsgerichtlichen Klärung kommen, die wohl eine gesetzliche Regelung überflüssig gemacht hätte.

Muss der Gesetzgeber denn überhaupt tätig werden?

Nun ist die konkrete Entscheidung in der Welt, die Rechtsunsicherheit für Eltern und Ärzte schafft und das ist in der Tat eine missliche Situation. Darum ist es verständlich, dass der Gesetzgeber Regelungen treffen möchte. Denn für die Betroffenen ist es fast unzumutbar, einen neuen Präzedenzfall zu schaffen. Die Ärzte müssten eine Anklage in Kauf nehmen und gegebenenfalls die Instanzen bis zum Bundesverfassungsgericht durchschreiten. Es ist verständlich, wenn sie da zögern.

Das Geschäft mit der Vorhaut: Regierung sieht Beschneidungstourismus-Boom

Regierung sieht Beschneidungstourismus-Boom, 70 Prozent votieren für Verstümmelung

Sind bei diesem JA etwa auch die Kleinkinder dabei?
Oder ist es etwa, wie derzeit allgemein üblich, dass genau jene, die es betrifft, gar nicht gefragt werden????
Gab es außerdem nicht bereits einen Beschluss der NEIN zu diesem Übel sagte?????

Rituelle_Beschneidung

BRDigung: Es geht halt immer nur scheibchenweise, aber wenn man mal so richtig „vorhaut“, dann klappt es auch. Den Beweis dafür lieferte am 12.12.12 das deutsche Parlament mit der Legalisierung der bislang höchst umstrittenen Beschneidung in Deutschland. Nach jahrzehntelanger Übung bei der Beschneidung an den Rechten der Deutschen traut man sich jetzt endlich auch wieder an andere Felle Fälle. Damit der Michel sich nicht gar zu sehr grämt, hat man in den Medien, so gut es geht, Stillschweigen zum Thema zelebriert, derweil das Parlament relativ unspektakulär zunächst der Verstümmelung von Jungen zugestimmt hat, für Eltern die dafür eine kulturelle oder religiöse Affinität haben

weiterlesen:  http://qpress.de/2012/12/14/regierung-sieht-beschneidungstourismus-boom-nach-legalisierung/

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