Am 15. Mai 1955, wurde im Wiener Schloss Belvedere von den vier alliierten Besatzungsmächten USA, Sowjetunion, Frankreich und Großbritannien sowie der österreichischen Bundesregierung – vertreten durch Bundeskanzler Julius Raab & Außenminister Leopold Figl – der Österreichische Staatsvertag unterzeichnet und damit die Souveränität Österreichs als eigenständige Nation wiederhergestellt. Die Russen, als durchaus trinkfeste Spezies bekannt, wurden zu diesem historischen Anlass von den nicht minder trinkfesten Österreichern unter den Tisch getschechert und in den Vertragsklauseln über denselben gezogen, man kennt die Geschichte:

Figl: “Und jetzt, Raab – jetzt noch d’ Reblaus, dann sans waach!“
Damit wurde Österreich der einzige europäische Verliererstaat, der nach Kriegsende auf vertraglichem Wege frei von allen Besatzungsmächten wurde. Das Schicksal einer Aufspaltung in Ost- und Westzone wie etwa DDR oder Berlin blieb Österreich und Wien erspart, und Figl konnte seinen legendären Satz ausrufen: “Öfterreich ift frei!“

(Tatsächlich rief er “Öfterreich“ – nicht “Österreich“, wie oben fälschlich kolportiert. Figl hatte einen Sprachfehler. Aber man verstand, was gemeint war.) Die Teilung Wiens in vier Besatzungssektoren der Alliierten nach dem Viermächte-Status endete somit, und die pittoresken Vier im Jeep gehörten der Vergangenheit an.

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