Färberkrapp

Färberkrapp (Rubia tinctorum)Der Färberkrapp (Rubia tinctorum, lateinisch für „Röte der Färber“), auch Echte Färberröte, Krapp genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Färberröten (Rubia) innerhalb der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Diese Kulturpflanze ist eine traditionelle Färbepflanze. Die Bezeichnung „Rubia“ (bis heute der wissenschaftliche Gattungsname) verliehen die Römer dem Krapp, weil seine Wurzel roten Farbstoff enthält.

Der Färberkrapp spielte von der Antike bis zur Entdeckung der synthetischen Herstellung von Alizarin eine zentrale Rolle als Färbepflanze in Mitteleuropa und im gesamten Mittelmeergebiet. Es ist eines der ältesten Farbmittel der Menschheit und verhältnismäßig preisgünstig, verglichen mit anderen Färbemitteln, die ein Rot ergaben. Die Krappwurzel war eine der wichtigsten Kulturpflanzen und ein bedeutendes Handelsgut zwischen Asien und Europa. Angebaut wurde Krapp bereits im Altertum von den Ägyptern, den Persern, den Griechen und den Römern. Im pharaonischen Ägypten ist Krapp ab der 18. Dynastie (1552–1306 v. Chr.) nachweisbar. Plinius der Ältere erzählt von Krappkulturen, auch im Papyrus Holmensis wird er mehrfach erwähnt und beispielsweise zum Überfärben geblauter Wolle zu Purpur empfohlen. In historischer Zeit war das Färben mit Färberkrapp durchaus anspruchsvoll. Die Qualität der verwendeten Wurzeln schwankte stark und das Färbeergebnis wurde auch von der Außentemperatur beeinflusst. Verhältnismäßig häufig war das Farbergebnis ein Orange oder Ziegelrot, das die Färber preisgünstiger mit anderen Pflanzen erzielen konnten. Gegen Ende des Mittelalters und zu Beginn der Neuzeit waren es vor allem Färber des Osmanischen Reiches und aus Indien, die konsistent den gewünschten Farbton erzielten. Dazu trug auch bei, dass das beste Farbergebnis mit Färberkrapp auf Baumwolle erzeugt wurde. Dieses Material war jedoch damals in Europa verhältnismäßig unbekannt. Das sogenannte „Türkische Rot“ wurde mit einem drei- bis viermonatigen Verarbeitungsprozess erzielt, der mehr als ein Dutzend Schritte umfasste. Detaillierte Kenntnisse über die einzelnen Arbeitsschritte wurden in Europa erst im 18. Jahrhundert bekannt.[6]

Krapp als Färberpflanze

Zum Färben wurden die drei Jahre alten Rhizome im Frühjahr und Herbst ausgegraben, in Öfen getrocknet und zerkleinert. Frisch ist das Rhizom innen gelb, erst beim Trocknen entwickelt sich der rote Farbstoff Alizarin. Neben Alizarin (sechs bis zehn Prozent in der Trockenmasse)[7] sind Purpurin, Anthrachinon und andere organische Verbindungen in der Wurzel enthalten. Der Farbton kann je nach Beize und Extraktionsart zwischen einem kräftigen Rot, einem Rot-Orange und Rosa schwanken. Zusammen mit Alaun als Beize wurde vor allem Wolle rot gefärbt, mit Eisenbeize erzielte man schwärzliche Farbtöne. Die Farbe zeichnet sich als Textilfarbe durch eine hohe Lichtechtheit und Waschbeständigkeit aus. Bekannte Anwendungen sind bzw. waren türkische Kopfbedeckungen (Fes) und historische Uniformen.[7] Die geschälte und gemahlene Wurzel der Färberröte wurde früher auch als Grapp bezeichnet.[8][9]

Krapplack

roter Alizarin- Krapplack

Mit verschiedenen Metalloxiden beziehungsweise Metallsalzen (Aluminium– oder Zinnsalze) bilden die enthaltenen Farbstoffe sehr farbenfrohe Komplexe, die als Krapplacke bezeichnet werden (z. B. Alizarin Krapplack). Bei dem synthetischen Typ, der seit 1869 hergestellt werden kann, handelt es sich meist um Alizarinkrapplack. Krapplacke werden unter verschiedenen Namen gehandelt: Bettoberlack, Krapp-Karmin, Krapp-Purpur, Rembrandtlack, Rubensrot, Türkischrot und Van-Dyck-Rot. Krapplack ist bereits seit der Antike bekannt und wurde von Dioscurides und Plinius dem Älteren beschrieben.

Krapplack wurde in allen künstlerischen Techniken wie z. B. Tafelmalerei, Pastell, Buchmalerei und Ölmalerei verwendet. Der Alizarinkrapplack dient auch als Pigment z. B. für die Herstellung von lichtechten Tapeten, für Künstlerfarben und Druckfarben. Der natürliche Lack ist nicht vollkommen lichtbeständig.

Färberkrapp als Heilpflanze

Für Heilzwecke wurde traditionell die Wurzel des Färberkrapps eingesetzt. Man verwendete den Färberkrapp früher als Heilpflanze wegen seiner positiven Wirkung bei Erkrankungen der Harnwege, vor allem bei Nieren- und Blasensteinen, ferner bei Gicht, Rachitis und Blutarmut. Von dieser Verwendung sieht man heute ab, weil einige Inhaltsstoffe als krebserregend gelten. Die Zulassungen krappwurzelhaltiger Arzneimittel wurden dementsprechend am 15. März 1993 durch das Bundesgesundheitsamt widerrufen.[10]

alles lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%A4rberkrapp

 

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Boldo – Plectranthus barbatus ~ Boldo – Peumus boldus

Boldo – Plectranthus barbatus

Boldo (Plectranthus barbatus) - Fotos der Heilpflanze Boldo - Plectranthus barbatus

Die Heilpflanze Boldo – Plectranthus barbatus

Die Heilpflanze Plectranthus barbatus

Boldo - Fotos der Heilpflanze Boldo (Plectranthus barbatus)

Boldo (Plectranthus barbatus)

Boldo (Plectranthus barbatus)

Wissenschaftlicher Name:

  • Plectranthus barbatus Andrews

Synonyme:

  • Coleus barbatus (Andrews) Benth.
  • Coleus forskohlii (Willd.) Briq.
  • Plectranthus forskohlii Willd.

Familie:

  • Lamiaceae (Lippenblütler)

Volksnamen:

  • Alumã (Portugiesisch, Brasilien), Alumã e sete-dores (Portugiesisch, Brasilien), Boldo, Boldo brasileiro (Portugiesisch, Brasilien), Boldo chileno (Portugiesisch, Brasilien), Boldo da terra (Portugiesisch, Brasilien), Boldo de jardim (Portugiesisch, Brasilien), Boldo do brasil (Portugiesisch, Brasilien), Boldo do chile (Portugiesisch, Brasilien), Boldo do reino (Portugiesisch, Brasilien), Boldo falso (Portugiesisch, Brasilien), Boldo nacional (Portugiesisch, Brasilien), Boldo silvestre (Portugiesisch, Brasilien), Brasilianischer Boldo (Deutsch), Cóleo (Spanisch), Coleus (Englisch), Coléus (Französisch), Coléus à Forskoline (Französisch), Coléus De L´inde (Französisch), Coleus Forskohlii (Englisch), Erva cidreira (Portugiesisch, Brasilien), False Boldo (Englisch), Falso boldo (Portugiesisch, Brasilien), Forskohlii (Englisch), Garmar (Gujarati), Gurmal, Gandira, Indian Coleus (Englisch), Malva amarga(Portugiesisch, Brasilien), Malva santa(Portugiesisch, Brasilien), Makandi (Hindi), Plectranthus (Englisch), Pashan Bhedi (Hindi), Patharchur (Hindi), Koreusu Foresukori (Japanisch), Karpooravalli (Tamil), Karpuravalli (Tamil), Pashanbheda (Tamil), Patharchur (Tamil), Sete dores (Portugiesisch, Brasilien), Sete sangrias (Portugiesisch, Brasilien), Tapete de oxalá (Portugiesisch, Brasilien)

Eigenschaften:

Boldo ist eine interessante Heilpflanze aus der Gattung der Harfensträucher (Plectranthus) die vor allem in der Phytomedizin und Volksmedizin Verwendung findet. Die aromatisch riechende Pflanze Plectranthus barbatus enthält eine Reihe von Wirkstoffen und ätherisches Öl in Blättern und Wurzel. Am wichtigsten ist der Wirkstoff Forskolin, der als Stimulator von Enzymen (Adenylylcyclasen) wirkt.

Verwendete Pflanzenteile:

  • frische Blätter, Wurzel

Anwendungsgebiete in der Phytotherapie:

Lebererkrankungen (Hepatitis, Koliken, Verstopfung), Fieber, Magenerkrankungen, Verdauungsstörungen, Blähungen, Verstopfung, Lustlosigkeit, Gallensteine, Schlaflosigkeit, Kater, Rheuma, Amöben, Herzbeschwerden

Zubereitung:

Boldo wird in Brasilien in der Volksmedizin sowohl frisch als auch als alkoholischer Ansatz verwendet. Für die innere Anwendung wird ein Tee mit 2 Blättern und kochendem Wasser zubereitet, der 2 bis mal pro Tag getrunken wird. Für die äußere Anwendung werden 20 Gramm der frischen Pflanze in 100 mL Ethanol gelöst. Von diese Tinktur werden 20 bis 40 Tropfen 3 mal täglich äußerlich angewendet.

Wirkstoffe:

Forskolin (Diterpen),

Andere Arten die auch als Boldo bezeichnet werden:

  • Peumus boldus (Boldo do chile)
  • Vernonia condensata (Boldo Bahia)
  • Plectranthus neochilium (False Boldo)

Fotos von der Heilpflanze Boldo – Plectranthus barbatus:

Boldo - Fotos der Heilpflanze Boldo (Plectranthus barbatus)

Boldo – Plectranthus barbatus

Boldo - Fotos der Heilpflanze Boldo (Plectranthus barbatus)

Heilpflanze Boldo – Plectranthus barbatus

Boldo - Fotos der Heilpflanze Boldo (Plectranthus barbatus)

Boldo – Plectranthus barbatus

Boldo - Fotos der Heilpflanze Boldo (Plectranthus barbatus)

Die Heilpflanze Boldo – Plectranthus barbatus

Herkunft und Verbreitung

Herkunftsland der Heilpflanze Boldo - Plectranthus barbatus

Herkunft: Brasilien, tropisches Afrika, Indien und Sri Lanka

Literatur

Caribé, José; Campos, José Maria (1991): Plantas que ajudam o homem. Guia Prático para a Época Atual. 8a Edição. Cultrix/Pensamento

Duke, James A. (2002): Handbook of medicinal herbs. CRC Press LLC

Khare, C.P. (Ed.) (2007): Indian Medicinal Plants. An Illustrated Dictionary. Springer

Riet-Correa, Franklin; Pfister, Jim; Schild, Ana Lucia; Terrie Wierenga (2011): Poisoning by Plants, Mycotoxins, and Related Toxins. CABI

weitere Informationen zu Heilpflanzen:

Heilpflanzen aus Lateinamerika:

https://www.ethno-botanik.org/Heilpflanzen/Plectranthus-barbatus/Boldo-Plectranthus-barbatus.html

 

Boldo (Peumus boldus)


Volkstümlicher Name: Monimia.
Herkunft: beheimatet in Chile und Peru.

Der immergrüne Strauch oder Baum ist mit den Lorbeergewächsen verwandt und kann 6 m Höhe erreichen. Er bevorzugt trockene Standorte; seine Blätter riechen etwas nach Pfefferminz.

Wirkstoffe: Boldin u.a. Aporphinal-Alkaloide, ätherisches Öl mit p-Cymol, Cineol, Ascaridol, Terpenen, Flavonoidglycoside.
Angew. Pflanzenteil: Boldo folia = Boldoblätter.
Anwendung: 1.) Tee-Aufguss, 2.) Alkoholauszug, 3.) Weinauszug.
Zu 1.) 1g auf 100ml Wasser; eine Tasse vor den Mahlzeiten.
Zu 2.) 20g auf 100ml 70%igen Alkohol, fünf Tage ziehen lassen; 10 bis 20 Tropfen vor den Mahlzeiten.
Zu 3.) 3g auf 100ml Rotwein, 8 Tage ziehen lassen; ein Gläschen vor den Mahlzeiten.

Wirkung/Einsatz: als Beruhigungsmittel, anregend auf die Gallen-, Magen- und Nieren-Sekretion, steigert die Harn- und Harnsäureausscheidung, bei krampfhaften Magen-Darm-Beschwerden, Verdauungsstörungen; in höherer Dosierung: hypnotische Wirkung, bewirkt Farben- und Ton-Halluzinationen.
Nebenwirkungen: keine bekannt; bei sehr hoher Überdosierung kann es zu Schwindelanfällen und Erbrechen kommen.

Apotheken-Medikamente: Extrakte der Droge sind in zahlreichen Präparaten enthalten, so z.B. in Cynarzym N Dragees, Gallemolan T Tropfen, Opobyl N Dragees, Hepatofalk Dragees, Hepaticum Divinal Tropfen und N Dragees, Boldo Dr. Eberth Dragees u.a.m.

Quelle: http://hexenhort.de/heilkunde/pflb10.htm

 

Schwarzkümmel – Eine faszinierende Heilpflanze mit wunderschönen Blüten

Ich möchte allem voran die unterschiedlichen Blüten in weiß, blau, violett, rosa und gelb zeigen –
die Quellen der Bilder sind danach zu finden –
wünsche Freude an der Natur!

Hanf – die universelle Wunderpflanze | Hemp : The Multi Billion Dollar Crop

Hanf – die universelle Wunderpflanze

Published on May 31, 2012

Hanf – die universelle Wunderpflanze Noch mehr Videos: https://www.youtube.com/user/Demoband

Planet Wissen Hanf, Droge oder Wunderpflanze

Published on Mar 20, 2016

Cannabis ist im Griechischen und Lateinischen das Wort für Hanf. Die Bezeichnung Cannabis ist heutzutage im wissenschaftlichen Sprachgebrauch zum .

Hemp : The Multi Billion Dollar Crop Part 1

Published on Feb 21, 2017

Investigating the nutritional, medical and environmental benefits of hemp, as well as how to gain financially from this booming industry.
Part 1 discusses the nutritional benefits, medical use of CBD and other uses of hemp.

Täglich Hanfmilch ist wunderbar!

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