atemberaubende Kristall-Höhlen

Naica Crystal Cave – Mexico 1-5

Into The Lost Crystal Caves (Full)

Geochronologie ~ Altersangaben für Gesteine um bis zu zehn Millionen Jahre falsch!

 

Mikrometeorit

NASA/Gemeinfrei
Public Domain

 

Geochronologie

Wichtigste Isotopen-Uhr ging falsch

29.03.12 | Das Uran-Blei-Verfahren gehört zu den präzisesten Datierungsmethoden der Geologie. Doch nun muss ihr Basiswert korrigiert werden – und damit unzählige Altersbestimmungen.

von Lars Fischer

Viele Altersangaben für Gesteine auf der Erde und in Meteoriten müssen womöglich korrigiert werden. Forscher um Joe Hiess vom British Geological Survey entdeckten, dass das Verhältnis der Uranisotope 238 und 235 nicht wie angenommen weltweit konstant ist. Stattdessen variiert der Wert, der als Basis der weit verbreiteten Uran-Blei-Datierung dient, um einige Promille. Dadurch verändern sich die Altersangaben für Gesteine um bis zu zehn Millionen Jahre. Ursache der unerwarteten Schwankungen sind vermutlich bisher unberücksichtigte Effekte, die je nach Kernmasse verschiedene Oxidationsstufen begünstigen und so die Löslichkeit der Isotope beeinflussen.

Forscher waren bislang davon ausgegangen, dass nur der kinetische Isotopeneffekt – winzige Unterschiede in den Reaktionsgeschwindigkeiten unterschiedlich schwerer Isotope – die Verteilung der Uranisotope beeinflusst. Wegen der enormen Masse des Elements ist dieser Effekt jedoch zu klein, um merkliche Verschiebungen zu bewirken. Trotzdem entdeckten Hiess und Kollegen in 58 uranhaltigen Proben aus der gesamten Erdgeschichte deutlich unterschiedliche 238U/235U-Verhältnisse. Der dafür verantwortliche Isotopeneffekt hängt nicht von der Masse, sondern vom Kernvolumen ab und beeinflusst die Elektronendichte nahe am Kern, so dass bei schweren Isotopen die niedrigeren Oxidationsstufen geringfügig begünstigt werden. Durch diesen Effekt können Lösungsvorgänge in Wasser, aber auch in Magma das Isotopenverhältnis deutlich verändern.  weiterlesen

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Anhang – C14 Radiocarbonmethode:

http://de.wikipedia.org/wiki/Radiokohlenstoffdatierung

Nachweisgrenze

Die Nachweisgrenze von 14C liegt bei 1 Teil pro Billiarde (ppq), entsprechend einer Konzentration von etwa einem Tausendstel der Menge an 14C in einer frischen Probe und wird durch Beschränkungen der Messgeräte sowie in sehr geringen Mengen vorhandenes „Untergrund 14C“ aus anderen Quellen bestimmt. Durch den radioaktiven Zerfall nimmt die Menge von 14C mit der Zeit ab. Nach 10 Halbwertszeiten, das sind ca. 55.000 Jahre, liegt der Anteil unterhalb der Nachweisgrenze. Die Radiokohlenstoffmethode ist daher nur für jüngere Proben anwendbar. Für die Altersbestimmung erdgeschichtlicher Fossilien z. B. in Bernstein, Braunkohle, Steinkohle oder Diamanten, ist sie unbrauchbar.

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Little Foot

Paläoanthropologie

Jungspund

08.12.06 | Drei Millionen Jahre! Nein, sogar vier! Stimmt nicht: Es sind nur zwei! Was wie ein akademischer Streit unter Anthropologen klingt, hat weit reichende Folgen für die Urgeschichte des Menschen: Wenn die Neudatierung des Australopithecus-Fossils „Little Foot“ stimmt, scheidet er als… » weiter
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