Endlich – Banken werden enteignet

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aktuelle Aktionen weltweit

Die erste richtige Massnahme zur Veränderung der globalen Zustände

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denkbonus

Zumindest ein bisschen. In Andalusien hat’s gerummst. Der dort amtierenden Ministerin Elena Cortés Jiménez ist es gelungen, ein Gesetz zu verabschieden, das Banken in die Knie zwingt und ihnen verbietet, künftig Wohnungen von mittellosen Familien zwangszuräumen

Sie wirkt ein bisschen wie die Betreiberin eines Bioladens, weniger wie eine knallharte Politikerin. Elena Cortés Jiménez hat die Schnauze gestrichen voll von den Umtrieben andalusischer Banken. Seit letztem Jahr ist die jugendlich wirkende Vierzigerin mit den freundlichen, eher weichen Gesichtszügen die zuständige Ministerin Andalusiens für öffentliche Arbeiten und Wohnungsbau. Daher weiß sie, dass in Spanien alle acht Minuten eine Wohnung oder ein Haus zwangsgeräumt wird. In ihrem Zuständigkeitsbereich mit immerhin 8,3 Millionen Einwohnern im Süden Spaniens ist damit seit heute Schluss.

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Vorbild Marinaleda: Es geht auch anders!

vorbild-freude

Ein anderes Spanien

Marinaleda, ein kleines Dorf in Andalusien, hält sich die Krise vom Leib. Basiskommunismus statt Turbokapitalismus

Von Carmela Negrete

Eigentlich wollte Gloria Trujillo gerade nach Hause fahren. Es ist Mittagszeit, und da es im Rathaus von Marinaleda keine Kantine gibt, ißt sie für gewöhnlich in ihrer Wohnung. Doch für uns verzichtet sie auf das Mittagessen und fährt uns zu Humar.

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Das System ist einfach, aber effektiv: Kein Gemeinderatsmitglied bekommt Geld für seine politische Arbeit. Das hat die Vollversammlung so beschlossen. Das Alter der Abgeordneten liegt zwischen 25 und 35 Jahren, und fast alle arbeiten auf dem Land. »Wir machen das aus Idealismus«, versichert Gloria. Gestern ist sie von einer Reise aus Cádiz zurückgekommen, wo sie bei einer feministischen Veranstaltung als Rednerin aufgetreten.

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Eine Lösung gefunden hat Marinaleda auch für ein Problem, das im übrigen Land zu den drängendsten gehört: die Wohnungsnot. Nach langen Diskussionen und Abstimmungen in ihren Vollversammlungen entwickelten die Einwohner ein einzigartiges System sogenannter selbstgebauter Eigentumshäuser. Die Gemeindeverwaltung stellt das Grundstück, die Handwerker und das Baumaterial. Die Bedingung dafür ist, kein Obdach zu haben und bereit zu sein, selbst beim Bau des Hauses mitzuarbeiten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, die Häuser haben etwa 90 Quadratmeter Wohnfläche auf zwei Etagen sowie einen 100 Quadratmeter großen Hinterhof mit einer Garage. So ein Haus kostet 50000 Euro. Auf dem freien Markt wäre die dreifache Summe fällig. Für die Hypothek zahlen die Einwohner Marinaledas Monatsraten in Höhe von nur 15 Euro, während sie in den Nachbardörfern bei nicht weniger als 500 Euro monatlich liegen. Seit den 80er Jahren wurden 300 solcher Gebäude errichtet, geplant ist der Bau von weiteren 100. Für den Bürgermeister ist dies eine klare Sache: »Nur durch die Verstaatlichung des bebaubaren Bodens und durch die Schaffung öffentlicher Bauunternehmen könnten die Preise für Wohnungen auf weniger als die Hälfte ihrer jetzigen Höhe gedrückt werden«, ist sich Gordillo sicher.

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Spaniens Korruptionssumpf … und jetzt kommt noch ein riesiger politischer Spionage-Skandal hinzu

15.02.2013

Spanien kommt einfach nicht zur Ruhe – eine entsetzliche Wirtschaftslage mit einer schwindelerregenden Arbeitslosenquote, zusammenbrechenden Banken und einem Premierminister und einer Regierungspartei, die in Korruption versinken … Und jetzt ist auch noch ein politischer Spionage-Skandal explodiert, der Trümmer und Geldwäschevorwürfe in alle Himmelsrichtungen schleudert.

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