AN die Welt zum heutigen Tag – Sprache – Denken – Reden – Handeln … unser Handeln wird durch unsere Sprache und Gedanken geprägt!

Liebe Freunde von w3000,

nach langer Zeit ist es mir wieder ein Anliegen über meine persönlichen Erfahrungen aus allerletzter Zeit zu reden.

Kennt ihr das, dass man sich gegenseitig nervt, nur weil vielleicht eine nicht gut angepasste Sprache für das verwendet wird was man haben will oder ablehnt, bzw. was man einander mitteilen möchte?

Ein schon fast banales Beispiel für das was ich meine, ist folgendes:

Man hat Besuch bekommen und bietet diesem einen Kaffee an, fragt ihn, wie willst du ihn haben, mit oder ohne Zucker, mit Milch oder Sahne?

Der Gast will keinen Zucker aber Sahne sehr gerne.

Der Kaffee ist fertig und man gibt Sahne in den Kaffee, der Gast beobachtet das und sagt etwas schroff, „der ist mir zu dunkel“, das gibt dem Gastgeber das Gefühl etwas falsch gemacht zu haben und den Gast sogar ein klein wenig verletzt zu haben nur weil der Kaffee für ihn zu dunkel geraten war. Schließlich will man ja auch ein guter Gastgeber sein.

Würde der Gast einfach gesagt haben, „bitte etwas mehr Sahne, ich habe den Kaffee gerne sehr hell“, würde das doch ganz anders klingen, ja positiv klingen im Gegensatz zu der negativen eher vorwurfsvollen Aussage „der ist mir zu dunkel“.

Mal darüber nachgedacht???

Das soll auch ein Beispiel für negative oder positive Sprache sein, drückt man immer das aus was man will ist das eine sehr positive Art der Rede, sagt man aber immer nur das was man nicht will ohne auch zu sagen was man will, ist dies eine negative vielleicht sogar beleidigende Aussage.

Das ist selbst dann eine Negativaussage wenn daraus impliziert hervorgeht was der andere haben will… jeder würde doch sofort wissen, dass derjenige der meint, dass ihm der Kaffee zu dunkel ist, er mehr Sahne hinein haben will, aber warum sagt er das denn nicht gleich, sondern macht stattdessen einen verletzenden Vorwurf daraus, das muss doch wahrlich nicht sein – oder?

Noch etwas anderes ganz Übliches in dieser Welt, ich möchte gerne einen direkten Bezug zur aktuellen Sprache herstellen, er bezieht sich in diesem Beispiel auf die Begriffe Zynismus, Sarkasmus vor allem aber auf die Ironie, die komplett falsch verstanden werden könnte.

Sich über andere lustig zu machen oder sie durch den Dreck ziehen, was mit Sarkasmus und Zynismus passiert unterliegt wohl kaum einem Irrtum, denn jeder weiß was gemeint ist und dass damit nichts Gutes, sondern herbe Kritik gemeint ist.

Die Ironie meint allerdings das Gegenteil vom Gesagten, nun gut, wenn ich in einem Kabarett bin werde ich auch das sofort verstehen und auch darüber lachen können, denn im Kabarett sind alle drei, Zynismus, Sarkasmus und Ironie am richtigen Platz.

Ist aber einer mir gegenüber ironisch, weil er das was wirklich der Fall ist nicht sagen möchte und anstatt zu sagen, darüber will ich grad nicht reden, schiebt er eine ironische Antwort heraus, die beim Fragesteller ganz schlecht ankommt, vor allem deshalb weil er nicht unbedingt erkennen kann, dass die Antwort eine ironische gewesen war, diese also ernst nimmt.

Stellt er gar später auch noch fest, dass die ironische gemeinte Antwort auch gar nicht der Wahrheit entsprach (es war ja das Gegenteil gesagt worden) fühlt man sich belogen, weil ja das Gegenteil zunächst geglaubt wurde. Manchmal richtet die Ironie sehr großen Schaden an, weil ihr keine Richtigstellung folgt und auch keine Rückfrage folgt.

Daher wäre es angebracht die Antwort mit einem „ironisch gemeint“ einzuleiten, denn damit besteht nicht die Gefahr später als Lügner abgestempelt zu werden.

Soviel zur gerne und häufig verwendeten Ironie!

Mir ist ganz genau das passiert, erst nahm ich es ernst, dann stellte ich fest dass es falsch war, da dachte ich dass ich vorsätzlich belogen wurde, in Wahrheit war es einfach nur Ironie, die mit ernster bedeutungsvoller Miene gesagt worden war :-/

Was aber ganz und gar nicht geht, egal wie man es dreht und wendet ist folgendes:

Einer macht eine schlechte Erfahrung mit dem derzeitigen Zustand in der Gesellschaft, egal womit, er erzählt das einem Freund, weil er nach einer Lösung sucht, der Freund geht aber nicht auf eine mögliche Lösung ein, sondern sagt, daran wirst du dich GEWÖHNEN müssen, denn das wird jetzt von Tag zu Tag noch schlimmer werden, weil…. irgendwelche politischen Entscheidungen … in diese Richtung getroffen wurden.

Gratuliere Lieber Mitmensch, wenn du so reagierst, dann leistet du auch für das, was du vermutlich selber nicht willst, einen ganz großen Vorschub und nährst die morphischen Felder mit dem Ungewollten, ja mit Negativität, mehr noch, du zementierst das Negative so richtig fest indem du deine Mitmensch obendrein auch noch dazu aufforderst, dass sie sich daran gewöhnen müssen… NO GO – das ist ein absolutes NO GO!!!

So geht es also dahin und gibt dem Alltag einen schlechten Geschmack, der Eine weiß ganz genau was er will und lässt sich mitnichten von einem Anderen, der obendrein noch nicht weiß, was er wirklich wirklich will, doch nicht sagen was er tun und denken muss. Er reagiert also barsch und zurückweisend, was den Freund nun ebenfalls nervt…

MUSS ist längst schon zu einem Unwort geworden, denn wahrlich was muss man schon wirklich, auf jeden Fall den Freund damit keinesfalls nerven. Es gilt auch Entwicklungsebenen zu überwinden, was einer schon längst hinter sich hat, hat der andere möglicherweise noch gar nicht kennengelernt.

Man darf nicht dem Irrtum verfallen und zu viel voraussetzen.

Man sollte sich aber auch nicht von einem der gerade gelernt hat, Vorschriften machen lassen, weil der kürzlich durch ein AH-Erlebnis glaubt jetzt schon alles zu wissen.

Kennst du das?

Du kommst auf etwas drauf, das du NIEMALS vermutet hättest, es wirft dich förmlich um und du hast das Gefühl nun schier ALLES versanden zu haben – kennst du das?

Der Eine oder Andere wird das kennen, und er wird in der Zeit danach auch erkennt haben, dass dies längst nicht ALLES war, was es zu erkennen gibt. Er wird sich später ein wenig schämen sich dumm vorkommen, weil er aus innerer Überzeugung vielleicht auch echten Blödsinn redete, weil er die so eben gemachte Erfahrung auf viele andere Begebenheiten die damit überhaupt nichts zu tun haben übertragen hatte, auch das war ihm erst viel später aufgefallen.

Die Frage und Antwort die sich jeder selbst stellen sollte ist, wie begegnen wir einander, was macht man wenn man sich ärgert und den anderen damit aber nicht konfrontieren will wo doch er der Anlass für den Ärger gegeben hat.

Wissen was man will – genau das sollte nicht nur gefunden werden, sondern MUSS (hier scheint mir ein muss angebracht zu sein) jeder für sich definieren und dementsprechend Reden und Handeln lernen.

Liebe Grüße
AnNijaTbé

am 9.11.2022 im Greg Kal.
15.12.1011 im NATÜRLICHEN JAHRESKALENDER

KIN 80 – BULUK CIB / AJMAG – die Weisheit – die Eule hat gesprochen!
Der Ton elf ist beherrscht von der Aztekengöttin der Geburt YOHALTICITL – sie regt CIB an für positive Veränderung zu sorgen, quasi einen Rückschritt zu den alten Gebräuchen zu machen, die aber wirklich sinnvoll und nützlich waren. CIB wurde mit Krieger übersetzt, man bedenke dabei, dass der wahre Krieger nicht der ist der Krieg führt, sondern Kampf zu verhindern trachtet. In diesen Tagen beginnt die Verhinderung eines jeglichen Kampfes mit der Sprache FÜR das GEWOLLTE. Der Mensch muss direkt sagen was er will, damit es vom Mitmenschen verstanden und ebenfalls erkannt wird.

Du bist nicht nur was du isst, du bist auch was du denkst, sagst und fühlst und nicht zuletzt das was sich durch deine Handlungen offenbart – in Lake’ch

~~~~~~~~~~

kaum hatte ich einen neuen Aufsatz zu diesem Thema geschrieben kam auch dieser Hinweis:

JAN VAN HELSING im Interview mit Anya Stössel

Sei dankbar für Schicksalsschläge

Jan van Helsing: Liebe Anya, neben dem Schreiben Deiner eigenen Bücher arbeitest Du ja nun schon seit mehr als zwei Jahrzehnten mit mir zusammen und hast an unzähligen Büchern für den Amadeus Verlag mitgearbeitet. Du beschäftigst Dich also sehr viel mit Texten und Sprache an sich, und eines Deiner Bücher trägt sogar den Titel „Sprachmagie – Die Macht der Worte“. Würdest Du sagen, dass Sprache eine Art Programmierung für das Gehirn ist?

https://amadeus-verlag.de/aktuelles/interviews/jan-van-helsing-im-interview-mit-anya-stoessel-sei-dankbar-fuer-schicksalsschlaege

 

%d Bloggern gefällt das: