Weißes Haus zurückhaltend bei Frage der Botschaftsverlegung nach Jerusalem
Jerusalem/Washington – US-Präsident Donald Trump hat den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu für Februar nach Washington eingeladen. Das teilte das Büro des israelischen Regierungschefs am Sonntagabend nach einem Telefonat Trumps und Netanjahus mit. Der genaue Termin werde in den kommenden Tagen festgelegt.
Den Angaben zufolge sprachen die beiden Politiker unter anderem über das Atomabkommen mit dem Iran, den Friedensprozess mit den Palästinensern. Trump äußerte sich nicht zum Inhalt des Gesprächs. Das Telefonat sei „sehr nett“ gewesen, sagte er lediglich.
„Stehen ganz am Anfang“
Kurz vor dem ersten Telefongespräch des neuen US-Präsidenten mit dem israelischen Regierungschef hatte sich das Weiße Haus zurückhaltend über mögliche Pläne einer Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem geäußert. „Wir stehen selbst bei den Diskussionen über das Thema noch ganz am Anfang“, sagte Trumps Sprecher Sean Spicer der Nachrichtenagentur AFP in Washington.
Trump hatte vor seinem Amtsantritt versprochen, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die US-Botschaft „schnell“ von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen.
Kritik und Lob
Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und andere Teilnehmer hatten bei der Pariser Nahost-Konferenz am 15. Jänner vor einem solchen Schritt gewarnt. Auch die UNO und die EU warnten vor einem weiteren Rückschlag bei den Bemühungen um eine Zwei-Staaten-Lösung.
– derstandard.at/2000051320918/USA-beginnen-Gespraeche-ueber-Verlegung-der-Botschaft-in-Israel















































