Roboter greift erstmals Menschen an

titel-robot

Eigentlich soll „Xiao Pang“ chinesischen Kindern Englisch beibringen. Auf einer Hightech-Messe in China ist der kleine Roboter aber jetzt durchgedreht und hat einen Besucher verletzt. „Xiao Pang“ (kleines Pummelchen) ist ein gut 90 Zentimeter kleiner, runder und ziemlich niedlicher Roboter, der chinesischen Kindern zwischen vier und zwölf Englisch und Allgemeinwissen beibringen soll.

Auf der 18. China High Tech Fair in Shenzhen hat der Roboter allerdings seine böse Seite offenbart: „Xiao Pang“ (kleines Pummelchen) randalierte.

Chinesischen Medien zufolge soll er eine Glaswand zertrümmert haben, ein Mensch sei dabei verletzt worden. Der Mann habe mit Schnittwunden in ein Krankenhaus gebracht werden müssen.

Bei dem Übeltäter handelt es sich um einen 90 Zentimeter großen R2D2-Verschnitt. „Xiao Pang“ (25 Kilogramm schwer) kostet umgerechnet 1900 US-Dollar (Mensch 2.0: Wie uns die schöne neue Cyborg-Welt schmackhaft gemacht werden soll (Videos)).

Beobachter wollen gesehen haben, dass der Roboter ohne jegliches Kommando eines Menschen auf eine Glaswand zugefahren sei, schreibt die „Daily Mail“. Der Roboter zerstörte den Stand seiner Entwicklerfirma. Als ein Mitarbeiter den Roboter stoppen wollte, rollte dieser ihm übers Bein und presste ihn dann gegen die Wand. Die Pekinger Entwicklerfirma Evolver Robot geht von einem Unfall aus. Ein Mitarbeiter soll einen falschen Knopf gedrückt haben, hieß es in einer ersten Reaktion.

In chinesischen Medienberichten zitierte Beobachter wollen allerdings gesehen haben, dass der Roboter ohne jegliches Kommando den Menschen auf die Glaswand zugefahren sei, berichtet etwa die Daily Mail.
bild3
Angeblich soll der Roboter nach dem Vorfall als Zeichen seiner Reue ein stirnrunzelndes Gesicht gemacht haben.

Blutiges Experiment: Roboter verletzt „bewusst“ und „böswillig“ Menschen

Die Bildsequenz tut schon beim Hinsehen weh: Ein Proband legt eine Fingerkuppe in eine Trapezform und – zack – rammt ein Robotergreifarm ihm eine Nadel ins Fleisch.

Die gezeigten Folgen sind mit einem kräftigen Bluterguss zwar noch vergleichsweise harmlos, doch dem Macher des Experiments, Forscher und Installationskünstler Alex Reben, geht es ums Prinzip.

Nach seinen Angaben hat er mit dem Projekt „The First Law“ den ersten Roboter geschaffen, der „autonom und absichtlich“ das erste Asimovsche Robotergesetz bricht (Erschaffung Künstlicher Intelligenz wird größtes und letztes Ereignis sein).

„Ein Roboter darf kein menschliches Wesen (wissentlich) verletzen oder durch Untätigkeit gestatten, dass einem menschlichen Wesen (wissentlich) Schaden zugefügt wird“, lautet die Regel des russisch-amerikanischen Naturwissenschaftlers und Science-Fiction-Autors Isaac Asimov.

bild5

Für den militärischen Bereich einschließlich Kampfroboter gilt diese Vorgabe zwar schon lange nicht mehr und insgesamt haben die „Gesetze“ Asimovs ihre methodischen Schwächen (Künstliche Intelligenz: Forscher fordern Verbot von autonomen Kampfrobotern (Video)).

Trotzdem erscheinen sie vielen Beobachtern noch als Schutzwall vor dem Schreckgespenst Amok laufender Roboter und anderer Agenten Künstlicher Intelligenz.

Der Techniker und Programmierer könne selbst nicht vorhersagen, wie sich das Metallgebilde letztlich verhalte. Damit sei eine neue „Klasse von Robotern“ in der Welt, die grundlos Menschen Schaden zufüge und so eine Menge nun nicht mehr vermeidbarer ethischer Fragen aufwerfe (Roboter und Cyborgs – die neuen Tötungsmaschinen für Polizei und Militär (Videos)).

Keine Firma wolle die erste sein, die eine solche Art Frankenstein produziere, erläuterte Reben seinen Ansatz gegenüber dem US-Magazin „Fast Company“. Auch akademische Institute dürften sich dabei zurückhalten, obwohl solche Gefahren real seien und frühzeitig debattiert werden müssten. So bleibe es wohl an der Kunstwelt, die drohende Entwicklung ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit zu rücken.

Der Absolvent des MIT Media Lab, der derzeit am Technologiezentrum Stochastic Labs im kalifornischen Berkeley tätig ist und jüngst mit einem Generator von Patentschriften für Schlagzeilen sorgte, wünscht sich, dass sich insbesondere Techniker, Philosophen und Rechtsexperten mit seiner Erfindung auseinandersetzen.

http://www.pravda-tv.com/2016/11/roboter-greift-erstmals-menschen-an/

Vorheriger Beitrag
Hinterlasse einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: