Tod in der Psychiatrie – Mollaths Bruder: Zweite Obduktion abgelehnt

Der die Leiche des älteren Bruders von Gustl Mollath (im Bild) soll nicht nochmal obduziert werden. (Archivbild) Foto: dpa

19.10.2016

Woran ist Jürgen Mollath († 70) in der Psychiatrie gestorben? Wie kam es zu der massiven Verletzung an seinem Hinterkopf? Bayerns Justizminister Bausback hat dazu jetzt ein Schreiben aufgesetzt.

Nürnberg – Die Totenruhe von Gustl Mollaths älterem Bruder Jürgen († 70), der im Bezirkskrankenhaus Ansbach gestorben und auf dem Nürnberger Südfriedhof beigesetzt worden ist, soll offenbar nicht gestört werden.

Eine zweite Obduktion des Leichnams sei nicht notwendig. Das geht aus einem Schreiben von Justizminister Winfried Bausback (CSU) an den Landtagsabgeordneten Peter Bauer (Freie Wähler, Kreis Ansbach) hervor. Bauer hatte den Minister schriftlich aufgefordert, aus Gründen der Rechtssicherheit eine zweite Obduktion anzuordnen.

In dem Schreiben, das zwangsläufig auch gruselige Details der Obduktion beinhaltet, werden mit Bezug auf Gutachten der Rechtsmediziner aus Erlangen auffallende Verfärbungen der Haut im Halsbereich des Toten als Folge der speziellen Untersuchung der Weichteile am Hals erklärt.

Wie ist Jürgen Mollath ums Leben gekommen?

Entsprechende Fotos des Leichnams, die Gustl Mollath gut zwei Wochen nach dem Tod seines Bruders angefertigt und der Staatsanwaltschaft übermittelt hatte, veranlassten diese, ein Ermittlungsverfahren (gegen Unbekannt) wegen Verdachts der Körperverletzung einzuleiten.

Mollath hatte in einer Anzeige den Verdacht geäußert, dass sein Bruder misshandelt worden sein könnte. Die Verfärbungen der Haut im Halsbereich des Toten sind es weniger, die Bauer an seiner Forderung nach einer erneuten Obduktion festhalten lassen.

„So klar, wie es dargestellt wird, ist die Todesursache nicht“

Zur AZ sagte er: „Eine massive Verletzung am Hinterkopf ist dokumentiert. Die Stelle liegt deutlich neben der Naht, die durch die Obduktion entstanden ist. Aber die Verletzung taucht nicht im Obduktionsbericht auf; auch im Schreiben des Ministers wird sie nicht erwähnt. Da besteht Aufklärungsbedarf.“

Abgeschlossen sind die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in dem Verfahren auch ohne erneute Obduktion noch nicht. Ausgehend von der Anzeige Gustl Mollaths wurde von der Staatsanwaltschaft bei der Rechtsmedizin Erlangen ein toxikologisches Gutachten angefordert. Dazu waren zuvor im Bezirkskrankenhaus Ansbach die Behandlungsunterlagen sichergestellt worden. Die toxikologische Analyse ist dem Schreiben Bausbacks zufolge noch nicht abgeschlossen.

Von einer Fremdeinwirkung, die zum Tod geführt haben könnte, geht die Staatsanwaltschaft nicht aus. Anhaltspunkte für Fremdverschulden lägen nicht vor, heißt es im Obduktionsbericht – und im Schreiben Bausbacks.

Bauer wird seine Bedenken nicht los: „So klar, wie es von den Behörden dargestellt wird, ist die Todesursache nicht, wenn es offene Fragen gibt. Das hat nichts mit Verschwörungstheorien zu tun.“

Quelle:

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.tod-in-der-psychiatrie-mollaths-bruder-zweite-obduktion-abgelehnt.9d9e1f69-f543-4576-b2e1-30dc1b1ea5ba.html

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4 Kommentare

  1. Hat dies auf My Blog rebloggt.

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  2. Hat dies auf BildDung für deine Meinung rebloggt und kommentierte:

    Zur Erinnerung an den Fall Gustl Mollath :

    Ist Rotary International eine kriminelle Vereinigung?

    Seit fast sieben Jahren saß Gustl Mollath in geschlossenen psychiatrischen Einrichtungen in Bayern.

    Mollath wehrt sich

    Die Hypo-Vereinsbank … weiß schon lange: Gustl Mollaths Vorwürfe über illegale Finanztransaktionen waren zutreffend. Wie lebt sie damit, dass er seit Jahren in der Psychiatrie saß?

    „Nürnberg hat eine halbe Million Einwohner, tickt aber wie eine Kleinstadt. Man muss sich nur die Mitgliederlisten der Rotarier-Klubs anschauen: führende Staatsanwälte und Richter in trauter Eintracht mit Bankern, hohen Tieren in Finanzbehörden und bekannten Nürnbergern. Verwaltet werden die Rotarier damals wie heute übrigens in der Nürnberger HVB-Filiale.“ (Olaf Przybilla und Uwe Ritzer in Süddeutsche Zeitung vom 3.12.2012, S. 3)

    Man würde auch gerne wissen, wie sie zur eidesstattlichen Versicherung eines langjährigen Freundes des Ehepaars steht. Der Mann behauptet, Mollaths ehemalige Frau habe zu ihm gesagt: „Wenn Gustl meine Bank und mich anzeigt, mache ich ihn fertig. Ich habe sehr gute Beziehungen. Der ist doch irre, den lasse ich auf seinen Geisteszustand überprüfen, dann hänge ich ihm was an, ich weiß auch, wie.“ Und: „Wenn Gustl seine Klappe hält, kann er 500 000 Euro von seinem Vermögen behalten, das ist mein letztes Wort.“

    Mollaths ehemalige Frau schweigt. (Olaf Przybilla und Uwe Ritzer in Süddeutsche Zeitung vom 3.12.2012, S. 3)

    „Rotarier, Lions, Kiwanis-Krieger und Logen-Brüder sind für den demokratischen Rechtsstaat eine erheblich stärkere Bedrohung als es die RAF nebst Antiimperialistischer Zellen waren und NPD, DVU und Republikaner zusammen je sein werden.“ (Detlef Winter – Opfer der schwarz-rot-braunen Schleswig-Holstein-Mafia)

    alles erfahren :
    http://www.luebeck-kunterbunt.de/😦

    Gefällt 1 Person

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  3. auch zu den ObduktionsBerichten von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gibt es noch Fragen.😦

    Rechtsmedizin Jena: Auch die Obduktion der NSU-Terroristen versiebte das Mall-Institut

    Eine weiteres Glied in einer unfassbaren Pannenserie des Jenaer Instituts.
    http://www.bitterlemmer.net/wp/2012/10/02/rechtsmedizin-jena-auch-die-obduktion-der-nsu-terroristen-versiebte-das-mall-institut/
    😦

    „Das ist kein NSU-Netz, das ist ein Verfassungsschutznetz“. [1] Dann holte der Mann noch weiter aus, und alle dort versammelten Politiker, die angeblich die Morde aufklären zu wollen vorgeben, verstummten. Professor Mundlos „beschuldigt den Verfassungsschutz, für den Aufbau der rechten Szene in Thüringen verantwortlich zu sein. … ‚Man könnte fast sagen: Sie haben eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme betrieben’“, sagte Siegfried Mundlos.
    😦
    „Ich habe nie gesagt, dass die drei die Taten vollbracht haben. Das ist für mich immer noch unbewiesen. Meinem toten Sohn geschieht hier gerade ziemlich viel Unrecht und ich kann auch selbst erst wieder ruhig leben, wenn ich genau weiß, was hinter dieser ganzen Sauerei steckt.“ [6] Dann wandte sich Siegfried Mundlos vom Richter ab und blickte den Nebenklägern in die Augen. Mit fester Stimme proklamierte er: „Sie können die Sache erst aufklären, wenn Sie die Rolle des Verfassungsschutzes aufklären. Und wenn sich die Bundesanwaltschaft nicht weiter so hartleibig zeigt – das deutsche Volk wird sich das nicht gefallen lassen!“ [7]

    Dann wurde der furchtlose Mann noch deutlicher. Er schilderte, wie man ihm verwehren wollte, die Leiche seines Sohnes von unabhängigen Experten obduzieren zu lassen. Doch er setzte sich durch und das Ergebnis hätte längst zur Einstellung des Prozesses und zur einer Anklage gegen die führenden Leute aus Politik und Geheimdienst führen müssen.

    „Der Doktor der Theoretischen Mathematik schilderte, wie er die Leiche seines Sohnes in Eisenach habe sehen wollen und ihm das verweigert wurde, ‚aus fadenscheinigen Gründen‘. Wie er dann später, nach der Freigabe des Körpers, den toten Sohn nach Berlin zu einem Professor gefahren habe, um ihn dort noch einmal zu begutachten. ‚Dann wollte ich es genau wissen‘. Der Gutachter habe geurteilt, Uwe sei nicht, wie vom BKA behauptet, durch einen Pistolenschuss gestorben, sondern durch eine großkalibrige Waffe. Eine Winchester wurde zwar im ausgebrannten Wohnmobil gefunden. ‚In einer Winchesterbüchse fällt eine Patrone aber erst beim Nachladen aus dem Lauf. Wenn mein Sohn erst Uwe Böhnhardt erschossen haben soll und dann sich, woher stammte dann die zweite Patrone, die gefunden wurde?‘, fragte er.“ [8]

    Die Aussage von Professor Siegfried Mundlos deckt sich haargenau mit den ersten Ermittlungen, die dann aber auf Anweisung von ganz oben verschwinden mussten: „Die ‚Bild‘-Zeitung berichtet, dass Zeugen einen dritten Mann gesehen haben wollen, der aus dem Reisemobil geflüchtet sei, in dem Mundlos und Böhnhardt tot aufgefunden wurden. Angeblich habe ein Nachbar berichtet, eine Person sei aus dem Führerhaus geklettert.“ [9] Diese Zeugen dürfen vor dem Oberlandgericht in München nicht aussagen.

    alles vom Vater Prof. Siegfried Mundlos beim HonigMann lesen ;
    https://derhonigmannsagt.wordpress.com/2014/01/09/vater-des-ermordeten-uwe-mundlos-klagt-an/

    https://wissenschaft3000.wordpress.com/2016/10/28/tod-in-der-psychiatrie-mollaths-bruder-zweite-obduktion-abgelehnt/

    Gefällt 1 Person

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  4. Senatssekretär Freistaat Danzig

     /  2. November 2016

    Hat dies auf behindertvertriebentessarzblog rebloggt.

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