Linke fordert geschlechtergerechte Sprache für Büromittel

23. September 2016

Die Linke ordert gendergerechte Sprache für Büromittel Foto: picture alliance/blickwinkel/McPHOTOs; Montage: JF

FLENSBURG. Der Papierkorb, der Bleistift, der Computer: Viele Arbeitsmittel sind männlich. Durch die tägliche Konfrontation mit ihnen, drohen deren Benutzer in patriarchale Denkmuster und Verhaltensweisen zurückzufallen beziehungsweise diesen nicht zu entkommen.

Das zumindest fürchtet die Linkspartei in Flensburg. Ihre Ratsfraktion hat daher nun in einem Antrag gefordert, alle Arbeitsmittel aus allen Arbeitsbereichen der öffentlichen Verwaltung geschlechterneutral auszudrücken. Dies gelte „insbesondere für grammatisch mit maskulinem Artikel („der“) bezeichnete Arbeitsgeräte/-mittel“, heißt es in einer Beschlußvorlage für die Sitzung des Gleichstellungsausschusses am 28. September. Beraten soll die Ratsversammlung über den Antrag dann Mitte Oktober.

„Der/die StaubsaugerIn“

Künftig soll es dann nicht mehr „der Radiergummi“ oder „der Schreibtisch“ heißen, sondern: „der/die ScannerIn, der/die ComputerIn, der/die BleistiftanspitzerIn, der/die KopiererIn, der/die StaubsaugerIn“. Weitere Bezeichnungen sollten bestehenden Doppelformen „kreativ nachgebildet“ werden. So zum Beispiel: „der/die Papierkorb/-körbin, der/die Briefkopf/-köpfin, der/die AbfalleimerIn“.

Im Sinne einer „sozial gerechten und antidiskriminierenden Gesellschaft“ sei es nicht länger hinzunehmen, daß „Nomen, die ein Arbeitsgerät/-mittel bezeichnen, häufig nur mit maskulinen Artikeln gebraucht werden“. Dies verlängere auch „die patriarchalische Gewohnheit, daß menschliche, mechanische oder technologische Arbeitsleistung als überwiegend ‘männlich’ charakterisiert“ würden, warnt die Linksfraktion.

Die neue – gendergerechte – Sprachregelung solle ab sofort in allen Verwaltungsbereichen sowie in der Kommunalpolitik gelten, schriftlich wie mündlich. Kosten entstünden dadurch nicht. Jedoch diene ein solcher Beschluß „der Gleichstellung“.

Ganz konsequent ist die Linksfraktion jedoch nicht: So wird die zweiseitige Beschlußvorlage durchgehend männlich als „der Antrag“ bezeichnet. (krk)

AKTUALISIERUNG: Die Linke im Flensburger Rat teilte auf ihrer Internetseite mit, sie selbst werde gegen den von ihr eingebrachten Antrag stimmen. Die Beschlußvorlage, die sich auch in der offiziellen Dokumentendatenbank des Rats der Stadt Flensburg findet, habe „bestenfalls für Lachanfälle in den 13 Etagen des Rathauses sorgen“ sollen.

Quelle:  https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/linke-fordert-geschlechtergerechte-sprache-fuer-bueromittel/

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4 Kommentare

  1. boaspik

     /  25. September 2016

    Was für ein Unfug, der ganze Gendermist ist eine Aktion der Zionisten und Pädophilen, um die Familien zu zerstören. Gut, wenn ein Computer jetzt die Computer heißt, akzeptiere ich das – der/die Computer zickt manchmal rum 🙂

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  2. Ich bin dafür, dass der Teufel als Wesen ohne Geschlecht gesehen wird. Der Teufel kann nämlich alle Gestalten annehmen – http://www.atx-netzteile.de/es-ist-der-teufel-los.html

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  3. Saheike1

     /  25. September 2016

    Was steckt wirklich dahinter ? Kontrolliere die Sprache, so kontrollierst du die Gedanken und damit die Menschen. Alles andere sind Gedankenverbrechen (Welch ein Wort und Blödsinn)

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  4. Ingo

     /  26. September 2016

    Bitte achtet auf die Formulierung und die Absicht (wem nützt es). Dies ist ein Fake siehe http://www.vice.com/de/read/der-die-staubsaugerin-die-linke-flensburg-trollt-rechte-medien-mit-gender-vorschlag und http://www.die-linke-flensburg.de/. Es ist immer wichtig zu hinterfragen.

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