Gehackte Dokumente beweisen: So macht George Soros in der Ukraine US-Politik

Gehackte Dokumente beweisen: So macht George Soros in der Ukraine US-Politik

INTERNATIONAL
 

New York/Kiew. Daß der „Philanthrop“ und Multimilliardär George Soros einer der maßgeblichen Drahtzieher des Frontwechsels der Ukraine vor zweieinhalb Jahren war, ist unter Kennern der Materie ein offenes Geheimnis. Wie gehackte Korrespondenzen des Großspekulanten jetzt erkennen lassen, ist Soros aber nach wie vor einer der wichtigsten Hintermänner der Entwicklung in der Ukraine, die seit dem Maidan-Putsch im Februar 2014 einen strikt antirussischen Kurs verfolgt.

Hacker konnten eine umfangreiche Korrespondenz des US-Milliardärs mit Partnern in den USA und Kiew knacken. Zahlreiche Dokumente gelangten infolgedessen inzwischen an die Öffentlichkeit und werden derzeit unter anderem von der russischen Zeitung „Moskowski Komsomolez“ publiziert. Sie zeigen, daß Soros fast alle Schlüsselprozesse in der Ukraine mit erheblichen Geldsummen finanziert.

Auf Soros‘ Einfluß ist unter anderem zurückzuführen, daß der frühere NATO-Oberbefehlshaber Wesley Clark und der ehemalige Befehlshaber des polnischen Heeres, Waldemar Skrzypczak, als Berater für das Kiewer Verteidigungsministerium hinzugezogen wurden – beide gelten als rabiat russenfeindlich.

Weniger erfolgreich war Soros bei der Stabilisierung der ukrainischen Finanzen. Während er sich bei der EU und in Finanzkreisen für mehr Investitionen und Fördergelder für Kiew stark macht, konnte er nicht verhindern, daß 2015 Kapital in Höhe von 6,21 Milliarden US-Dollar aus der bankrotten Ukraine abfloß. Weitere von Soros angestoßene „Reformen“ betrafen die Umstrukturierung des Gasversorgers Naftogaz und die Erhöhung der Kommunaltarife (Heizung, Strom, Wasser). Als fragwürdigen Erfolg kann Soros dabei verbuchen, daß die Tarife für Kommunaldienstleistungen seit 2013 um das Dreifache anstiegen, was vor allem die ohnehin einkommensschwächere Normalbevölkerung betrifft.

Der Leiter der ukrainischen Filiale des Instituts der GUS-Länder, Denis Denissow, sieht die „Erfolge“ der Ukraine-Politik Soros´ kritisch. Er kommt laut „Moskowski Komsomolez“ zu dem Resümee: „Im Laufe von 25 Jahren war George Soros ziemlich aktiv im postsowjetischen Raum. Seine Stiftung kam als eine der ersten in die ehemaligen Sowjetrepubliken. Diese Organisation befaßt sich mit der Förderung der geopolitischen Interessen der USA in der Welt mithilfe von ,Soft Power‘. Die neuen Dokumente sind ein Beweis dafür. Die Pläne der USA, die Ukraine in einen antirussischen Staat zu verwandeln, der dem Westen dient, erfüllte sich zum Teil. Ein bedeutender Teil der ukrainischen Industrie arbeitet für die Verteidigung des Landes. (…) Die Modernisierung der Ukraine wird vor allem durch die totale Korruption und Bürokratie verhindert.“

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