Im Gespräch Andreas Popp und Christoph Hörstel, Berlin, 3. Dezember 2015

Interessante Diskussion, schon deshalb weil sie mit unterschiedlichen Ansichten friedlich beginnt und es so viel Mut gab, um diese überhaupt öffentlich zu führen:-)

Ich selber bin auch komplett gegen diese parlamentarischen, vom Volk unterstützten Parteien-Diktaturen, bei denen es ja hauptsächlich nur um Machtpositionen geht und darum wer mehr Stimmen und somit auch mehr Macht bekommt. Wenn alle Recht haben, kann es doch nicht so sein, dass im Extremfall 51% über 49% entscheiden können! Dass dies nach außen aber nicht so rüberkommt hat man Wahlgesetze gemacht, welche immer nur die Stimmen-Stärkeren unterstützen, was ja klar ist. Neue Parteien bekommen keine Mainstreamunterstützung, keine Gelder für Wahlwerbung, wie soll also eine neue Partei wirklich gewählt werden können???

Das allein zeigt schon auf, in welchem oligarchischen Parteien-Sumpf und Politik-Sumpf wir gelandet sind.

Was außerdem meist nicht berücksichtigt wird, ist der Sog eines Systems, das dich aufsaugt und unterordnet, sobald du Teil dieses Systems wirst, falls deine Partei dafür ausreichend gewählt wurde. Sobald man in das parlamentarische Parteiensystem eintritt, wird man vom herrschenden System quasi aufgefressen. Die beste Idee ist an dem System gescheitert. Von innerhalb des Systems gibt es nur ein systemimmanentes Krebsgeschwür mehr und keine Änderung.

Das System kann sich aus sich selbst heraus nicht ändern, dennoch ist eigentlich genau das gefordert. Es würde wahrscheinlich schon gehen, wenn eine neue Kraft auch die Macht der Medien in der Hand hat, was leider mehr als unwahrscheinlich ist.

Dennoch kenne ich diese Gedanken, die ich immer wieder auch aufleben lasse, um mal mindestens gedanklich zu prüfen, ob es denn Sinn machen würde, eine pervolutionäre Partei zu gründen, was sich aber selbst widerspricht. Ich selber machte sogar mal den Versuch, der in nur wenigen Monaten total scheiterte, ebenso wie eine Vereinsgründung für das Wasser und Luft, eigentlich gibt es ja nichts wichtigeres als Wasser und Luft und dennoch fanden sich keine aktiven Leute, um diesem Anliegen ihre Kraft zu schenken. Aufgrund von Passivität und Tatenlosigkeit löste sich der Verein ganz von selber wieder auf.

In den 60er Jahren gab es die Diskussion „zurück auf die Bäume“ oder was? Eine Vorstellung, wie es fortschrittlich anderes gehen könnte hatte man also nicht. Entweder es geht so ungut weiter, oder man geht gleich in die Steinzeit zurück, das war natürlich auch eine Diskussion die ins Nichts führte. Also siegte das System wieder einmal, denn das war ja schon da und auch gefestigt und in Wahrheit der Stein des Anstoßes, bereits in den 60er Jahren.

Ich liege also mit meiner Haltung bei Andreas Popp viel mehr, als bei Christoph Hörstel den ich aber ebenso schätze, er hat uns so viel Klarheit über die Vorgänge gebracht, dass wir auf ihn nicht verzichten wollen und natürlich sollen seine Talente nicht in einer Partei untergehen!

Parteienverbot – einverstanden: Andreas Popp greift eine Idee auf, die ich als Teil eines größeren Ganzen seit über 40 Jahren verfolge, er nennt das Sach-Koalitionen, man könnte es auch Projektmanagement, oder mit dem jeweiligen sachbezogenen Titel direkt versehen, das bis zum Arbeiter oder Bauern geht, der das real Nötige und gemeinsam Beschlossene auch produziert, bzw. das Projekt realisiert. Das ist ein sehr guter Ansatz aber natürlich noch längst nicht das Gelbe vom Ei.

Politik muss das Ergebnis von philosophisch/spirituellen Betrachtungen und Erkenntnissen sein, nicht aber von Religion. Ich habe es oft schon erwähnt, dass ich eine klare Religionsverweigerin bin, denn ich konnte im Zuge meines langen Lebens nicht erkennen, dass jegliche Religion irgendeinen positiven und längerfristigen Nutzen für die gesamte Menschheit hat. Ganz im Gegenteil, stellt sich heraus, dass institutionalisierte Religion nichts anderes ist, als eine Partei in der Politik. In Wahrheit noch viel schlimmer!

Die Politik muss also aus den Erkenntnissen der Philosophie erwachsen. Wissenschaftler würden haben wollen, dass die nachvollziehbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Politik eingehen würden. Das ist der richtige zweite Schritt, die Wissenschaft prüft lediglich was philosophisch erkannt wurde und zeigt auf, wie sich die Philosophie real beweisen lässt. Dass ich eine Verfechterin der Wissenschaft bin, muss ich wohl nicht extra erwähnen, aber meine Leidenschaft liegt noch davor.

Christoph Hörstel greift ein interessantes Faktum auf und erwähnt Jörg Haider, was wirklich wichtig ist. Der „Fall“ Jörg Haider beweist, dass das Parteien-System mit der Parteiführung steht und fällt. Jörg Haider war stark und charismatisch genug, um noch eine NEUE Partei gründen zu können, die auf Anhieb ins Parlament kam. Ich selber habe empfohlen diese Partei auch weiterhin zu wählen, denn es gibt viele, wirklich anständige Menschen im BZÖ, das leider bei der letzten Wahl aus dem Parlament flog, weil es eben einen Jörg Haider da nicht mehr gibt. Darüber sollte man mal wirklich intensiv nachdenken.

Es erübrigt sich für mich beinahe zu erwähnen, so es keine andere Bewegung gibt, welche auch stark genug ist, die Dinge von der Basis aus zu ändern, dass es Sinn macht, die Partei des Herrn Hörstel zu wählen, ebenso wie ich das BZÖ in Österreich weiterhin empfehle.

Warum, ein Widerspruch? Nein, keinesfalls, rein pragmatisch gedacht…
…wir Menschen dürfen uns doch keine Maßnahme entgehen lassen, die vielleicht trotz Widersprüchen, eine angestrebte Änderung oder echten Fortschritt herbeiführen könnte. Es könnte ja sein, dass das, was ich und Andreas Popp im Kopf habe, der Zeit noch zu weit voraus und die Menschheit dafür noch nicht, oder schon wieder nicht mehr bereit ist, weil zu gehirngewaschen und zu sehr smartphoneabhängig ;-).

Natürlich habe ich eine klare andere Vorstellung unserer Gesellschaft, die ich allerdings nur dann offen lege, so man es wissen will und man mir auch Wertschätzung zuteilwerden lässt.

AnNijaTbé am 18.12.2015

~~~

Ihre Unterstützung für w3000 bitte auf dieses Konto – DANKE!

Auch viele kleine Beträge können viel bewirken 🙂

~~~

Veröffentlicht am 12.12.2015

Andreas und ich wollten einmal unsere verschiedenen Strategien zum absichtlichen Niedergang Deutschlands und Europas zum Vergleich stellen. Wir kennen uns , wir schätzen uns sehr, wir sind befreundet, ich bin ein Anhänger des „Plan B“ – und unsere Heimat wird durch multikriminelle Schurken- und Hochverratspolitik zugrunde gerichtet.

~~~

Hinterlasse einen Kommentar

Ein Kommentar

  1. Im Gespräch Andreas Popp und Christoph Hörstel, Berlin, 3. Dezember 2015 | Wissenschaft3000 ~ science3000 | Willibald66's Blog/Website-Marketing24/Verbraucherberatung

Es werden nur Kommentare freigeschaltet, die sich auf diesen/obigen Artikel beziehen, klare Aussagekraft haben, bzw. sinnvoll oder hilfreich für ALLE sind!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: