Haben Wolf und Bär eine Existenzberechtigung in Europa? Was meint KlaTV dazu?

Danke Saheike, dieser Aspekt ist mir auch ganz wichtig!
Ich bin allerdings überrascht und enttäuscht über die Haltung im KlaTV… wo eindeutig Wolf und Bär in Österreich, Schweiz und Deutschland nichts zu suchen haben sollen!!!

Stellt sich da nicht auch die Frage, wer entscheidet, welche Wesen auf diesem Globus generell leben dürfen und welche nicht? Wer spielt den Gott und entscheidet das?

Ich habe mit dieser Haltung vorerst ein Problem. Auch deshalb, weil ich weiß, dass Mensch und Tier in Kooperation, also miteinander ganz friedlich leben könnten. Die Arbeit von Eike Braunroth beweist dies, sie setzt ganz viel Demut und Liebe zur Natur und jedem Wesen der Natur voraus.

Das hier geschilderte Verhalten der Wölfe scheint mir unnatürlich. Unnatürlich verhalten sich Tiere immer nur dann, wenn sie sich verfolgt und abgelehnt fühlen. Sollen Wölfe und Bären in Zukunft ausschließlich in Sibirien oder in Kanada leben dürfen und in ihren alten Wäldern gar keinen Platz mehr haben, weil die Zivilgesellschaft zunehmend in die Wälder hinein gewachsen ist?

Rehe, Hirsche, Wildschweine demnach nur bei einer bezahlten Jagd abgeschossen werden müssten. Soll ausschließlich der Mensch für eine künstliche menschengemachte Balance sorgen, statt von der Natur lernen zu wollen?

Ist nicht der Mensch, derjenige, der immer mehr in die Natur eingreift und alles für sich beansprucht? Wenn hier die Frage gestellt wurde, „in wessen Interesse“, so wurde diese Frage nur aufgeworfen, aber nicht beantwortet, aber das Interesse, warum man weder Bären noch Wölfe in der Nähe des eigenen Grundstückes mit Schafen haben will, liegt wohl auf der Hand, man möchte die eigenen Schafe schützen und den Wölfen davon nichts abgeben. Man fühlt sich bedroht, ohne wirklich bedroht zu sein, man ist lediglich ohnmächtig mit dem was immer zur Natur gehörte richtig umzugehen!

Die letzte Frage, im letzten Video, klingt mir nach voreiligen Beschluss, der Mensch sei mehr wert und wichtiger, als Wolf und Bär, weil ein kommerzielles Interesse besteht, die eigenen Schafe in Sicherheit zu wissen und keine Bereitschaft vorhanden zu sein scheint, sich ernsthaft um das MITeinander zu bemühen. Wie es denn gehen könnte, wenn alle gemeinsam leben und jedem das zugestanden wird, was ihm die Natur schenkt.

Kinder und Schafe werden am besten vom Wolfshund geschützt – das nur so nebenbei!!!

AnNijaTbé am 7.8.2015

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Wer schützt die Kinder und Schafe? | 05. August 2015 | http://www.kla.tv

Risiko Wolf?! | 05. August 2015 | http://www.kla.tv

Wölfe und Bären in Österreich Klagemauer TV 5.8 15

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8 Kommentare

  1. Hat dies auf Haunebu7's Blog rebloggt.

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  2. Saheike

     /  8. August 2015

    Max Bliss: „It’s Not Just Bees, We Have Whales Swimming In The Ocean With Aluminium Toxicity“

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  3. preusse

     /  8. August 2015

    @AnNijaTbÉ

    Ich glaube, es wird gerade bei den Wölfen zu viel romantisiert.

    Vorab: ich mag Wölfe, sie sind tolle Tiere. Und keiner, wie im Artikel beschrieben, kann ihnen ein Existenzrecht in Deutschland oder Österreich absprechen. Es ist aber für mich die Frage, wie viel Wolf verträgt das Land.

    Als erstes, der Hund -und hier gerade der genannte Hütehund- ist das Ergebnis einer jahrtausende alten Umzüchtung und absoluten Konditionierung. Außer das er wie alle anderen Rassen vom Wolf abstammt, hat er mit ihm absolut nichts mehr gemein. Er wird sogar zur Jagd auf seinen Ahnen genommen.

    Wir haben bei uns in Norddeutschland Wölfe genug (geschätzt ca. 400) und ich kenne die Probleme, die jetzt vermehrt mit ihm auftreten. Die sowohl in der Zeitung geschrieben aber noch öfter aus „political correctnes“ verschwiegen werden.
    Der Wolf ist ein Kulturfolger, er braucht nicht die riesigen unberührten und ruhigen Wälder oder Gebirge zum Leben. Das ist Quatsch und ein Märchen.
    Er ist hochintelligent und sehr lernfähig (im Gegensatz zu etlichen Zweibeinern). Und er kann sehr wohl Gefahren bei der Nahrungsbeschaffung einordnen, denn nur ein unverletzter Wolf kann überleben.
    Er lebt nicht nur von Hirschen, Rehen und Wildschweinen sondern er mag auch liebend gern Hunde als Beute. Ein Leckerbissen. Mir wurde oft in Ostpolen und im Baltikum berichtet, das gerade Hofhunde in dünn besiedelten Gebieten oft genug von Wölfen weggeholt wurden. Nun sind Hofhunde dort selten hochpreisige Rassehunde und Familienmitglieder wie bei uns sondern zweckbedingt „Gebrauchstiere“ mit der Aufgabe, den Hof zu bewachen. Also holt man sich einen neuen Hund aus der Nachbarschaft, wo gerade ein neuer Wurf Mischlinge angekommen ist. Das ist normal dort.
    Der Wolf ist wie andere Tiere bei der Nahrungsbeschaffung ein Opportunist. Er setzt nie mehr Energie als Notwendig ein, um sein Fressen zu erjagen. Wenn nebenan eine Schafherde ist, wird er Schafe reißen statt lange hinter dem Wild her zu hetzen. Er hat gelernt, keine Energie zu verschwenden. Er lebt hier bei uns wie im Schlaraffenland. Hobbytierhalter haben Schafe, Gänse, etc., Schafherden sind überall zu finden. Usw.usw…..

    Deswegen explodiert hier bei uns seine Reproduktionsrate im Moment. Er braucht keine großen Wolfs-Rudel wie in Alaska oder Russland, um ein Beutetier für seinen Nachwuchs zu fangen.
    Hier kann ein Wolfspärchen aus dem Überfluss des Nahrungsangebots seinen Wurf groß ziehen.

    In Deutschland steht er unter absolutem Schutz. Er darf nicht bejagt werden und er wird nicht verjagt in Siedlungsgebieten. Das registriert ein Wolf sehr wohl und richtet sein Verhalten danach. Er lässt sich, wie in Niedersachsen oft beobachtet, auch tagsüber in Siedlungsnähe ungeniert blicken. Nicht so in Osteuropa. Dort wird er a) bejagt und b) in Siedlungsgebieten verjagt, weil die Leute zwingend ihre Haustiere zum Überleben brauchen. Bei einem Monatseinkommen von ca. 150,- EURO sind sie dringend auf ihre Hühner, das Schwein, die Kuh etc angewiesen, weil die Supermarktpreise genau so hoch sind wie bei uns. Dort lässt er sich tagsüber nicht blicken. Aber er revidiert nachts die Dörfer und Bauernhöfe. Und holt sich so den einen oder anderen Hofhund, auch mal ein Schaf, oder vielleicht ein Kalb oder Schwein.

    Zwischenzeitlich ist es bei uns zu Übergriffen auf Damwildgatter, Schafherden und Hunden, auch bei Spaziergängen gekommen.

    Also, mit Romantik kommen wir hier nicht weiter. Wie gesagt, ich mag Wölfe sehr und sie haben auch bei uns ein Existenzrecht.
    Bei dem Vorgenannten ist nur die Frage, wie viel Wolf das Land verträgt. Und wie gehe ich mit den Wölfen um. Extreme Einstellungen von allen Seiten, möglichst noch ohne Kenntnis des Wesens des Tieres, aber mit viel verklärter Romantik sind absolut nicht hilfreich.

    Gleiches gilt auch für Bären. Ich habe damals mit Entsetzen das Geschehen und die Argumente um „Bruno“ verfolgt, der dann per Gerichtsbeschluss exekutiert wurde.
    So kann man nicht mit seiner Umwelt umgehen!

    Alle Tiere haben ein Existenzrecht. Aber eben unter Berücksichtigung des Vorgenannten.

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    • Danke Preusse,
      für deine tiefgende Ausführung.
      Ich gebe dir Recht, wie viel Wolf und Bär, darf in unseren Breiten sein und wie muss sich der Mensch verhalten, dass diese Wildtiere nicht in die Bauernhöfe und zu nahe an Wohnhausanlagen vordringen. Das muss doch erlernbar sein.

      Ich verstehe natürlich auch, dass die Wildschweine teilweise wirklich unerträglich geworden sind.
      Ich sehe die Dinge auch nicht romantisch, sondern pragmatisch, beide Seiten müssen lernen MITeinander auszukommen.

      Dann fängt es an romantisch zu werden, weil doch der Mensch und das Tier voneinander lernen können.

      Was ich kategorisch ablehne, sind solche Fragestellungen, „zählt ein Wolf oder ein Bär mehr, als ein Menschenleben?“ Solche Fragen sind sehr gefährlich, wenn man anfängt zu bewerten, welches Leben wertvoller ist… Jeder ist sich selbst der Nächste… Nein bitte, nicht in diese Richtung gehen, das fühlt sich ganz scheußlich an…

      Ganz sicher haben beide Tier und Mensch, auch Baum und Blume das gleiche Lebensrecht auf diesem Globus, und jedes hat auch das Recht, ja die Pflicht sein Leben zu verteidigen.

      Wenn es so ist, dass der Mensch es den Wildtieren bequem macht, sich Beute zu holen, muss man lernen damit umzugehen, denn wahrlich das kann es auch nicht sein, dass ein Wildtier wie ein Dieb in das Revier der Menschen eindringt. Aber zeigt der Mensch dem Tier denn, dass es sein Revier ist und er nicht will, dass das Tier in dieses eindringt?

      Ich würde mir wünsche, dass man diese Problematik viel kreativer und aktiver angeht, ähnlich wie Eike Braunroth es lehrt. Es muss eine Kooperation sein, die Tiere verstehen auch den Menschen, der sagt, bis hierher und nicht weiter. Ich durfte diesbezüglich auch eigene Erfahrungen machen.

      Die Sprache der Tiere lernen, darum geht es dabei auch, man darf nicht ignorant sein und einfach darauf losschießen, aber man darf sich auch nicht vom Tier unterdrücken lassen…. Ich finde, dass es dabei um ganz wichtige tiefgehen Lernprozesse geht, denen man sich nicht entziehen sollte.

      Der Mensch vergeht sich allgemein viel zu sehr an der Tierwelt, hat sich da schon zu sehr „versündigt“.
      Was hat dieses menschliche Fehlverhalten energetisch ausgelöst, wie ist die Antwort der Natur auf den Missbrauch des Menschen bei der Fleischzucht zum Beispiel???

      Ich danke dir, dass du das Thema aufgegriffen hast, es ist der richtige Faden für Aufklärung und Umdenken. Lass und da dran bleiben und ein verbessertes Bewusstsein in diese Richtung schaffen.

      Ich sage das überhaupt nicht militant, denn ich bin a priori keine Tierschützerin. Wenn ich an meine Tierschützer Freunde denke, erkenne ich da eher die Tendenz, dass sich der Mensch für das Tier aufopfert, was ich auch nicht stimmig fühle.

      Ich habe mit verschiedenen Tieren gelebt und möchte keinen einzigen Tag davon missen, denn ich wurde dadurch klüger und bewusster.
      Liebe Grüße
      AnNijaTbé

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  4. preusse

     /  8. August 2015

    Ich gebe dir absolut recht, dass der Tierschutzgedanke vielfach hier bei uns pervertiert wird. Wenn man z. B. auf einigen „Arche-Höfen“ sieht, wie sich z.B. Pferde vor sich hin quälen, kann man nur noch heulen.

    Ja, man kann generell viel von Tieren lernen.
    Aber man muss auch, wie du richtig sagtest, manchmal Grenzen aufzeigen. In Osteuropa machen sie es, wenn meist auch aus Überlebensgründen der Landbevölkerung. Ohne das dabei die Spezies ausgerottet wird.

    Ein Beispiel aus Litauen: Dort darf der Wolf bejagt werden. In 2013 wurden von Regierungsseite 210 Wölfe offiziell festgestellt. Davon durften 10% erlegt werden.

    Leider wird Deutschland zu sehr von Emotionen und vor allem extremen Lobbyisten dominiert. Auf der einen Seite die Hardliner des absoluten Schutzes mit Heiligenschein für den Wolf, auf der anderen Seite die wirtschaftlichen Interessen z. B. der Landwirte und Schafhalter, die Angst um ihre Bestände und ihr Einkommen haben. Dazu noch die Jäger aus Angst um ihre Wildbestände. Immerhin ist Jagdpacht auch ein Kosten- und für die Landwirte ein Einkommensfaktor. Dazwischen eine kleine Minderheit mit vernünftigen Ansichten, leider zu wenig und auch nicht beachtet.

    Statt das man sich die Erkenntnisse aus Osteuropa (Ostpolen, Baltikum, Belarus, etc. ), die seit hunderten von Jahren permanent mit dem Wolf leben, mit zur Grundlage macht, werden hier Wolfssachverständige, Wolfsberater, Projektgruppen und ein „Monitoring“ für teuer Geld aus dem Boden gestampft mit Leuten, die Wölfe allenfalls aus den Zoos kennen. Es sieht so aus, als wenn man ein „deutsches Wolfswesen“ wissenschaftlich darstellen will.
    Wölfe verhalten sich sicher überall anders, nämlich der jeweiligen Umwelt angepasst. Das betrifft insbesondere das Verhalten der Menschen ihnen gegenüber. Ihr Wesen ändern sie deshalb aber nicht. Sie sind hochintelligente Raubtiere. Die Osteuropäer betrachten sie als die „Handwerker unter den Raubtieren“. Heißt: z. B. wird ein Wolf verschiedene Methoden anwenden, um in einen Viehstall zu gelangen. Dabei beweist er enormes Stehvermögen.

    Wahrscheinlich wird erst eine Änderung eintreten, wenn der Leidensdruck durch Wolfsvorfälle für die Politiker so groß wird, dass sie Angst um die Wählerstimmen haben müssen. Dann ist es aber schon viel zu spät, weil wir es dann mit einer absolut nicht mehr tragbaren Überpopulation zu tun haben werden.

    Leider!

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  5. Hat dies auf Freiheit, Familie und Recht rebloggt und kommentierte:

    Man kann keiner Tierart die Existenzberechtigung absprechen, nur muss man dafür sorgen, das diese Tiere keine Gefahr für die Menschen darstellen.

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