Einseitige Berichterstattung

Die Presse – einseitig – 18.05.2014 21:52

Die Art der Berichterstattung über die Vorgänge in der Ukraine hat zahlreiche Einwände

zur Folge gehabt. In dem nachfolgend von uns veröffentlichten offenen Brief an den Chefredakteur der ›Augsburger Allgemeinen‹ äussert der Autor, Peter Vonnahme, Richter am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof i.R. und ehemaliges Mitglied im Bundesvorstand der Neuen Richtervereinigung, sein Unverständnis über dessen hetzerische Kommentare zum Ukraine-Konflikt. Wie Vonnahme darlegt, prägt dieser Stil auch die diesbezügliche einschlägige Berichterstattung der Zeitung: »Da dieser tendenziöse Journalismus für den Großteil der deutschen Leitmedien [von ARD, ZDF, über Bild, FAZ, Focus, Spiegel, Süddeutsche Zeitung, taz, Die Welt, bis hin zur Zeit] stilprägend ist, habe ich mich entschlossen, meinen Brief auch anderen Medien sowie einem ausgewählten privaten Empfängerkreis zur Kenntnis zu geben.«

Betr.: »Mein Unverständnis über hetzerische Medienkommentare zum Ukraine-Konflikt«

Sehr geehrter Herr Chefredakteur Roller,
Sie haben mir [kürzlich] in Ihrem Schreiben versichert, daß Sie und die Redaktion ›sowohl in Kommentaren und Berichten als auch in den Leserbriefspalten der kritischen Auseinandersetzung hinreichend Raum geben – das war so und das wird auch so bleiben.‹ Ob es jemals so war oder so bleiben wird, sei dahingestellt. Jedenfalls ist es gegenwärtig unter Ihrer Verantwortung nicht so. Weder Sie persönlich noch Ihre Politikredaktion werden in der Ukraine-Krise dem erhobenen Anspruch auch nur ansatzweise gerecht. Ihre beiden Kommentare [›Putin ist ein gefährlicher Mann‹ und ›Am Rande eines Krieges‹] sind von einer beklemmenden Doppelmoral und einer unübersehbaren Gehässigkeit gegenüber Putin geprägt. O-Ton Roller: Rußland/Putin zündelt, schürt Unruhen, setzt seine auf die Macht der Bajonette gestützte Großmannspolitik fort, hat kein Interesse an einer Entschärfung der Krise, droht mit Einmarsch, exerziert eine neoimperiale Politik usw. Das könnte ich zur Not verstehen, wenn Sie oder Ihre Zeitung die zahlreichen neoimperialen und völkerrechtswidrigen Kriege der USA und der NATO ab den 90er Jahren [teilweise unter Beteiligung Deutschlands!] nur halbwegs so leidenschaftlich gegeißelt hätten. Doch all diese zivilisatorischen Verbrechen wurden unter Hinweis auf Demokratie, Menschenrechte und Friedenssicherung schöngeredet und gerechtfertigt. Der Preis hierfür sind Millionen tote, verstümmelte, heimatlose und ihrer Würde beraubte Menschen.

weiterlesen:  http://www.politonline.ch/index.cfm?content=news&newsid=2271

Danke Martha!

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Ein Kommentar

  1. Hat dies auf zeus6411's Blog rebloggt.

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