Volksabstimmung – Referendum – Ergebnis von Lughansk und Donezk – 90-96% für die Unabhängigkeit

Auszählung in Donezk (Bildquelle: AP)

Erste Ergebnisse des Referendums in der Ostukraine Ein lautes Nein zu Kiew

Stand: 12.05.2014 08:42 Uhr

90 Prozent Zustimmung in Donezk, 96 Prozent in Lugansk – die Zahlen zum Referendum im ostukrainischen Donezk klingen beeindruckend. Doch es gibt viele Berichte über Unregelmäßigkeiten. Der Westen erkennt die Abstimmung über die Abspaltung von Kiew nicht an, der Kreml hält sich noch bedeckt.

Von Stephan Laack, ARD-Hörfunkstudio Moskau, zzt. Donezk

Nach Angaben der pro-russischen Separatisten in der Ostukraine soll die Wahlbeteiligung an den Unabhängigkeitsreferenden in den Regionen Donezk und Lugansk überwältigend gewesen sein. Und eine große Mehrheit der Wähler habe für die staatliche Eigenständigkeit der selbsternannten Volksrepubliken gestimmt. Allein in Donezk hätten sich rund 75 Prozent der Wahlberechtigten an der Abstimmung beteiligt; 90 Prozent der Wähler hätten sich für die Loslösung von der Ukraine entschieden.

Ähnlich überwältigend sind die Zahlen aus Lugansk: Hier hätten nach Angaben der Separatisten fast 96 Prozent für eine Unabhängigkeit von Kiew gestimmt. Die Beteiligung habe im Gebiet Lugansk bei 81 Prozent gelegen. Das vorläufige Endergebnis soll im Laufe des Tages veröffentlicht werden. Internationale Wahlbeobachter hatten die Abstimmung nicht begleitet. Zudem gab es zahlreiche Berichte über chaotische Zustände in den Wahllokalen und Manipulationen des Urnengangs.

Zeichen setzen gegen die Übergangsregierung

Viele derjenigen, die sich gestern an dem Referendum beteiligt hatten, wollten vor allem ein deutliches Zeichen gegen die Übergangsregierung in Kiew setzen. Oft war zu hören, die ostukrainischen Regionen seien von Faschisten umzingelt – man müsse die Rechte der Bevölkerung dort verteidigen. Kiew führe mit dem Militäreinsatz gegen die Separatisten auch Krieg gegen die Bevölkerung.

Nicht selten wurde von den Wählern aber auch kritisiert, dass sich der Westen mit seiner eindeutigen Positionierung auf Seiten der Übergangsregierung zu sehr in die inneren Angelegenheiten der Ukraine einmische: „Wir kämpfen für die Unabhängigkeit, weil uns der Westen seine Bedingungen diktieren will“, sagt eine Wählerin. „Deswegen kämpfen wir für die Freiheit, für die Meinungsfreiheit und für das Recht auf Zukunft. Diese Region ist mehrsprachig und der Westen will das nicht akzeptieren“, sagt sie weiter. „Sie wollen, dass wir so werden wie sie sind. Und hier haben wir viele Nationalitäten – das muss man verstehen.“

weiterlesen: http://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-referendum108.html

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