Zeit Online – 19.02.2013

Der Protest Tausender gegen überhöhte Strompreise weitet sich zu Krawall gegen die gesamte Regierung aus. Regierungschef Boiko Borrisow steht unter dem Druck der Straße.
In Sofia ist der Protest gegen überhöhte Strompreise in Gewalt umgeschlagen. Demonstranten warfen Steine auf das Parlament und blockierten die wichtigste Kreuzung der Stadt. Mit Sprechchören mit Parolen wie „Mafia!“ und „Zurücktreten“ machten sie ihrem Ärger über die Regierung von Ministerpräsident Bojko Borissow Luft. In Warna am Schwarzen Meer demonstrierten mehr als 2.000 Menschen.
Boikos Sparprogramme hatten in Bulgarien, wo das Pro-Kopf-Einkommen bei weniger als der Hälfte des EU-Durchschnitts liegt, zu sehr hohen Strompreisen geführt. Die drei regionalen Stromanbieter sind EVN aus Österreich und die tschechischen Unternehmen CEZ und Energo-Pro. Die Demonstranten sind gegen die Monopolstellung der ausländischen Anbieter und fordern nun eine stärkere Regulierung oder die Verstaatlichung der Stromversorger im Inland.
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