Rassismus

Liebe Freunde der Tiere,
die Gazetten überschlagen sich zur Zeit mit Analysen, wer, wann und wo mit rassistischen Äußerungen auffällig geworden ist. Die Schreiber verkörpern die herrschende Empörungs- und Heuchelkultur in unserem Land und diskutieren, ob ein asiatisch aussehender Wirtschaftsminister von den Deutschen akzeptiert wird oder ob man Kinder zumuten kann, sich in Kinderbüchern mit dem Wort „Neger“ auseinanderzusetzen; das „Zigeunerschnitzel“ muss von der Speisekarte verschwinden, das „Jägerschnitzel“ darf hingegen bleiben.
Wir stehen hier vor engstirnigsten Interpretationen aus dem Tunnelblick anthropozentrischer Weltsicht.
Eine Weltsicht, die hingegen alle Lebewesen mit Wertschätzung betrachten und achten würde, müsste sich vor allem über den permanenten Rassismus erregen, der unseren Mitlebewesen widerfährt.
„Dumme Gans“, „blöde Kuh“, „alte Sau“, „fette Unke“ usw. sind die realen Diskriminierungen und Herabwürdigungen anderer Lebensformen, auch wenn diese Beschimpfungen von den zitierten Tieren nicht wahrgenommen werden können. (oder doch?) Aber es geht um die Denkrichtung, eine Richtung, die von den zuvor erwähnten heuchelnden Vulgärdemokraten in ihrer begrenzten Weltsicht nicht einmal gedacht werden kann, eine Denkrichtung, die in einem tödlichen Rassismus  ihren finalen Höhepunkt auf den Schlachthöfen findet. Seien wir uns bewusst, dass die größte Diskriminierung, die unbeachtet und permanent weltweit in einer nicht zu erfassenden Vielzahl stattfindet, die institutionalisierte Ausbeutung und Ermordung tierischer Wesen durch die Menschheit ist, das geduldete, das verdrängte, das gesellschaftlich akzeptierte Verbrechen, das schwärzeste rassistische Verbrechen der Menschheit.
Der Fleischesser, der Ausbeutung und Tötung durch sein Verhalten in Auftrag gibt, ist der übelste Rassist, verkörpert er doch eine pathologische Deformation der Achtung vor dem Leben und diskriminiert in brutalster Weise tierische Lebensformen, der Fleischesser ist der Prototyp des mordenden Rassisten.
Diesem Punkt muss die große Empörung gelten, nicht aber den Befindlichkeitsstörungen anthropozentrischer Weltsicht, geboren aus gelangweilten Erregungsgemeinschaften oder wie das Lukasevangelium schreibt: „wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt stille, Bruder, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen, und du siehst selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, zieh zuvor den Balken aus deinem Auge und siehe dann zu, dass du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst!“ (Lk 6, 42)
Newsletter vom 09.02.2013 / http://www.pro-iure-animalis.de
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