Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel gibt ungarischen Verdienstorden zurück

Pusztaranger

Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel hat den ihm 2004 verliehenen Verdienstorden der Republik Ungarn zurückgegeben.

Aus seinem Schreiben vom 7.6. an Parlamentspräsident László Kövér (englisches Original s.u.):

Mit tiefer Bestürzung und Empörung habe ich von Ihrer Teilnahme, gemeinsam mit dem ungarischen Staatssekretär für Kultur Géza Szôcs und dem Vorsitzenden der rechtsextremen Partei Gábor Vona, an einer Zeremonie in Rumänien erfahren, in der József Nyírô geehrt wurde, ein Angehöriger des nationalsozialistischen Pfeilkreuzler-Parlaments. Ich fand es ungeheuerlich, dass der Vorsitzende des ungarischen Parlaments an einer Zeremonie teilnehmen konnte, in der ein ungarischer faschistischer Ideologe der Horthy- und Szálasi-Regimes geehrt wurde. Diese beunruhigenden Neuigkeiten folgten der wieder auflebenden Praxis, öffentliche Plätze nach (…) Miklós Horthy zu benennen und Albert Wass und andere Gestalten zu rehabilitieren, die stark mit dem ungarischen faschistischen Regime kollaborierten. Ich wurde auch darüber informiert, dass Werke rechtsextremer Intellektueller systematisch in den ungarischen Lehrplan aufgenommen werden.  (…)

(…) es ist zunehmend klar…

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