Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig ermordet

Bananenstaat Deutschland: Vor einem Jahr wurde Kirsten Heisig ermordet

Gerhard Wisnewski

Vor einem Jahr, am 28. Juni 2010, verschwand die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig. Fünf Tage später, am 3. Juli 2010, wurde sie tot aufgefunden. Selbstmord, behaupteten die Behörden. Doch von Anfang an gab es Ungereimtheiten in dem Fall: Es gab keinen Abschiedsbrief, Berichte über eine angeblich letzte SMS mussten zurückgezogen werden. Trotz eindeutiger Hinweise auf einen Mord wird die Sache nicht weiterverfolgt. Gerhard Wisnewski blickt zurück …

Montag, der 28. Juni 2010, muss für die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig ein besonderer Tag gewesen sein. Am Tag zuvor hat Deutschland bei der Fussball-WM 4:1 gegen England gewonnen; sie ist ein glühender Fußballfan. Am Montagvormittag erscheint sie laut Berliner Kurier wie immer zur Arbeit im Amtsgericht Tiergarten. Außerdem liefert sie an diesem Montag bei ihrem Verlag die letzten Korrekturen für ihr Buch Das Ende der Geduld – konsequent gegen jugendliche Gewalttäter

ab. Sie fiebert der Veröffentlichung entgegen; Berichten zufolge hat sie sich »diebisch« darauf gefreut. Konsequent wirft die Richterin denn auch die PR-Maschine an. Um 13.48 Uhr akzeptiert sie per SMS die Einladung zu einer Talkshow: »Alles klar und schöne Ferien«, simst sie an Stern TV, »liebe Grüße KH«. Zwei Tage vor ihrem Verschwinden hat sie einen Termin mit dem B.Z.-Reporter Ole Krüger ausgemacht: »Tschüss, Herr Krüger, wir sehen uns dann in zehn Tagen.« Das wäre dann der 6. Juli 2010. »Dann reden wir auch über mein Buch«, habe sie am Telefon gesagt. Das Buch, »auf das sie sich so sehr gefreut hat«, so Krüger am 5. Juli 2010.

Zwei Wochen zuvor zeichnete das ZDF mit Kirsten Heisig eine Folge der Talkshow Peter Hahne auf. Sie sei »entschieden, eloquent, konsequent, aber auch humorvoll aufgetreten«, wird Hahne später zitiert: »Sie erschien mir mutig, tatkräftig, zupackend und kein bisschen resignativ«, meinte Hahne gegenüber Quotenmeter.de.

Die Buchveröffentlichung wäre der Treibsatz für eine noch steilere Medienkarriere geworden. Kirsten Heisig wäre in den Talkshows herumgereicht worden. Ihr Einfluss auf die Justiz in ganz Deutschland hätte weiter zugenommen.

Doch dazu kommt es nicht. Denn am Abend dieses 28. Juni 2010 wird Kirsten Heisig gegen 21.30 Uhr zum letzten Mal lebend gesehen. Laut offizieller Version fährt sie mit ihrem Auto in den Berliner Stadtteil Heiligensee, stellt ihren Wagen vor dem Haus »An der Schneise 14« ab und geht etwa 500 Meter weiter direkt neben der Straße »Am Elchdamm« in den Wald. Ihr Handy habe sich zum letzten Mal um 21.51 Uhr in das Netz eingeloggt, erklärt die Staatsanwaltschaft später. Also 20 Minuten nach Sonnenuntergang. Schon in etwa 60 Metern Entfernung vom nächsten Haus sucht sich die Mutter von zwei Kindern einen Ast, windet einen Strick oder ein Seil darum, schlingt es sich um den Hals und lässt sich hineinfallen.

weiterlesen:  http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/gerhard-wisnewski/bananenstaat-deutschland-vor-einem-jahr-wurde-kirsten-heisig-ermordet.html

Danke Richard, für diesen LINK!

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