Unternehmensphilosophie der Zukunft ?

krisenfrei

Mitarbeitende werden zu reinen Kostenpositionen

Christian Müller / 15. Dez 2012 – Die persönliche Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen – früher ein realer Wert – ist nicht mehr erwünscht.

Manager, die über 40 Jahre alt sind, wissen es noch: Man schätzte in den Firmen Mitarbeitende, die sich mit der Firma hundertprozentig identifizierten. Die im Bedarfsfall deutlich mehr leisteten, als im Arbeitsvertrag festgeschrieben war. Und die in ihrer Umgebung über «ihre» Firma vor allem Gutes erzählten.

Die Firmen-Patrons, aber auch die angestellten Manager wussten: Wer solche Mitarbeitende im Haus hat, ist auch in vorübergehend harten Zeiten sicher. Durch eine niedrige Fluktuation kann das Know-how hochgehalten werden; es geht nicht an andere Firmen verloren. Die bestehenden Kundenbeziehungen sind auch wegen persönlich-menschlich guter Beziehungen der Beteiligten relativ stabil. Unerwartete Grossaufträge können durch freiwilligen Mehreinsatz der Mitarbeitenden rechtzeitig erfüllt, unerwartete Tiefschläge leichter überwunden werden. Man hält in der Firma zusammen und ist –

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Freispruch für Elsners Ex-Kollegen

Justiz in Österreich

BAWAG-Prozess – Freispruch für die Invenstmentbanker !!!!!!!!!!

Wolfgang Flöttl und Helmut ElsnerFoto © APAWolfgang Flöttl und Helmut Elsner
Nicht weniger als 1,7 Mrd. Euro Schadenssumme sind laut Anklage aus dem Jahr 2007 im BAWAG-Prozess durch Untreue entstanden. Helmut Elsner wurde nun zur Höchststrafe verurteilt, Wolfgang Flöttl hingegen freigesprochen.

Für den Spekulanten Wolfgang Flöttl, drei Bankvorstände und den Wirtschaftsprüfer sowie den Aufsichtsratspräsidenten scheint der enorme Schaden durch Spekulationen nun fünfeinhalb Jahre nach Prozessbeginn ganz ohne Strafe auszugehen. Wenn die Staatsanwaltschaft nicht bis Freitag Mitternacht gegen die Freisprüche für den Untreuevorwurf beruft, werden sie rechtskräftig.

Ob das Urteil aber auch als gerecht empfunden wird, liegt an der Einschätzung der Glaubwürdigkeit der beiden Hauptbeteiligten. Glaubt man Flöttl, so ist der Freispruch für den Investmentbanker voll gerechtfertigt, denn das Risiko des Totalverlusts hatte er sich ja ausführlich vertraglich mit der BAWAG absichern lassen. Glaubt man hingegen Elsner, dann kann man sich nur wundern, wie das Gericht jemandem Glauben schenken konnte, dessen Firmenbuchhaltung in der Karibik laut dessen Angaben zur Gänze einem Computer-Crash zum Opfer gefallen sei. Eine Absicherung seiner eigenen Geschäftsdaten hatte Flöttl nämlich nicht vorgenommen. Die Verträge mit der BAWAG sowie Elsner belastende Unterlagen Flöttls sind hingegen gut erhalten.

http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/3194146/bawag-prozess-freispruch-fuer-floettl.story

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