Bolivien: „Ende des Kapitalismus“

krisenfrei

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„Ende des Kapitalismus“: Coca-Cola und McDonald’s ziehen aus Bolivien ab

„Die Weltmarken Coca-Cola und McDonald’s ziehen sich aus Bolivien zurück, berichtet der TV-Sender Telesur.

Boliviens Regierung hatte entschieden, die weitere Tätigkeit von Coca-Cola auf dem Territorium des Landes ab Dezember zu verbieten. McDonald’s schließt seine Kette in Bolivien aus Wirtschaftsgründen.

Das Verbot für Coca-Cola tritt am 21. Dezember in Kraft. „Diese Entscheidung passt super mit dem Ende des Maya-Kalenders zusammen und wird ein Teil der Feierlichkeiten anlässlich des Endes des Kapitalismus und des Beginns eines wahrhaft kulturellen Lebens“, äußerte der bolivianische Außenminister David Choquehuanca.

Dieser Tag markiert laut Choquehuanca das Ende der Ära des Egoismus und der Zersplitterung der Völker. „Der 21. Dezember soll zu einem Ende des Getränks Coca-Cola und zu einem Anfang für ‚Mocochinchi‘ (ein Pfirsich-Getränk) werden“, hieß es. „Die Planeten werden erstmals seit 26 000 Jahren in einer Reihe stehen; es ist das Ende des Kapitalismus…

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Ein Kommentar

  1. Stefan Wehmeier

     /  11. August 2012

    “Kapital und Kapitalismus

    Unter Kapital versteht der Freiwirtschaftler Geld und zinstragendes Gut. Kapitalist ist also jeder, soweit er Zins bezieht, und Kapitalismus oder Zinswirtschaft ist die Wirtschaftsordnung, in der Geld und andere Güter so gebraucht werden können, dass sie Zins abwerfen (Geldzins, Sachzins, Bodenzins).

    An dem Fortbestehen der kapitalistischen Wirtschaftsordnung hat ein Interesse, wer mehr Zins einnimmt, als ihm von seinem Arbeitsertrag durch Zins genommen wird, durch den Zins, den er nicht etwa nur für geliehenes Geld oder gepachteten Boden, sondern in den Preisen alles dessen, was er kauft, bezahlen muss. Da in der kapitalistischen Wirtschaftsordnung die Warenpreise im Durchschnitt etwa je zur Hälfte aus Arbeitslohn und Zins bestehen, ist derjenige am Fortbestehen des heutigen Zustandes interessiert, dessen Einkommen überwiegend aus Zins besteht. Zu den Großzinsbeziehern und sonstigen Nutznießern des Kapitalismus gehören aber sicher weniger als 10 Prozent der Bevölkerung.

    Die übrigen 90 Prozent der Bevölkerung sollten den Kampf gegen den Zins mit den rechten Mitteln aufnehmen, denn das Wesen des Kapitalismus besteht ja nicht allein darin, den Werktätigen dauernd rund die Hälfte ihres Einkommens durch den Zinsanspruch zu kürzen, sondern sie mit jedem Mittel – auch mit dem der Wirtschaftskrise und des Krieges – in dauernder Armut zu erhalten!

    Diese Armut (Sachkapitalmangel) ist geradezu das Lebenselement des Kapitalismus, seine Voraussetzung, denn nur für etwas, was knapp ist, bezahlt man Zins. Kapitalismus ist somit notwendig dauernde Mangelwirtschaft, Kapitalismus schließt zwangsläufig allgemeinen Wohlstand aus, so wie das Feuer das Wasser.”

    Otto Valentin (aus “Warum alle bisherige Politik versagen musste”, 1949)

    Das versteht jedes Schulkind. Es sei denn, dem Kind wurde im Religionsunterricht erzählt, das Paradies sei ein “Obstgarten” und die “Frucht vom Baum der Erkenntnis” ein Apfel.

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/07/der-zins-mythos-und-wahrheit.html

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