HC Strache – ESM-Putsch durch Rot-Schwarz-Grün im österr. Parlament

HC Strache – ESM-Putsch durch Rot-Schwarz-Grün im österr. Parlament

Veröffentlicht am 14.06.2012 von

Strache kritisiert Handstreich von Prammer, SPÖ, ÖVP und Grünen gegen Parlament und Demokratie

FPÖ-Fraktion zieht aus Protest aus und berät weiter Entwicklung in einer Sondersitzung des freiheitlichen Klubs

Das heute von den Koalitionsfraktionen offenbar mit Nationalratspräsidentin Prammer und den Grünen akkordierte Vorgehen, die ESM-Vertrag-Geschäftsordnungsnovelle überfallsartig in die aktuelle Tagesordnung hineinzupressen, komme einem Parlamentsstreich sowie einer Verhöhnung unserer Demokratie gleich. „Dieser miserable Deal dürfte zudem seit gestern zwischen Rot, Schwarz und Grün akkordiert gewesen sein und widerspricht jeglicher parlamentarischen Usance, zumal diese Vorgangsweise in der Präsidiale offenbar bewusst verschwiegen wurde“, so FPÖ-Obmann HC Strache vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen.

Wissend, dass dieser ESM-Vertrag die Grundfesten unseres demokratischen Gefüges aushebelt und das österreichische Parlament entmündigen wird, ist es offenbar zu dieser geheimen Kommandoaktion von SPÖ, ÖVP und Grünen gekommen. Dass dies alles stattfindet während einer Debatte über eine direktdemokratische Initiative, gibt dem eine besonders skandalöse Dimension, so Strache.

Die FPÖ-Fraktion ist aus Protest ausgezogen und berät zur Zeit in einer Sondersitzung des Klubs. Das weitere Vorgehen wird um 13 Uhr in einer dringlich einberufenen Pressekonferenz bekanntgegeben, so Strache in einer ersten Reaktion.

Die Mär vom Mehlbeerbaum

Das Wort am Sonntag von Olaf Thomas Opelt 24.06.2012

Anhang:  34 kopernikanische Wende-pdf

Hallo Deutsche, Leser und Nichtleser,

 

heute wird Euch der göttliche Spinner eine Geschichte vom mächtigen Präsidenten Hussein erzählen und Euch den Zusammenhang dieser Geschichte mit der Mär vom Mehlbeerbaum aufzeigen. Der Mehlbeerbaum, der gar kein Mehlbeerbaum ist, sondern ein Maulbeerbaum, aber ihn die Menschen immer wieder Mehlbeerbaum nennen.

Und wie heißt der Baum jetzt nun?

 

Vor einer vergangenen Zeit erzählte Euch der göttliche Spinner, daß der mächtige Präsident Hussein, eine kopernikanische Wende (Anhang) vor hatte. Leider ist er an dieser mehrere Galaxien weit vorbeigeschrammt. Es war ihm also nicht gegönnt die Wende selbst nur gedanklich wirklich zu streifen. Nun ist es aber wieder so weit, daß er der mächtige Präsident bleiben will, also muß er sich neue Märchen einfallen lassen.

Aber ist an Märchen nicht immer etwas Wahres dran? Werden die Märchenfiguren meist nur als Sinnverwandtschaft für tatsächliches genommen?

Da hat der mächtige Präsident gesagt, ja, wir können es!

Und das hat er sich vom Baumeister BOB abgeschaut, wie man von der Berufsbezeichnung des BOBs absehen kann, hat er einen hohen Grad in der Freimaurerei, den auch der mächtige Präsident hat.

So konnte er ungestraft sagen, daß er dir Folter abschaffen wollte, daß er keinen Krieg mehr haben will und anderes mehr. Und von diesem MEHR, kommt die Bezeichnung MÄR oder auch meisterliche Erzählung genannt.

Weil er aber wieder gewählt werden will, wie es nun einmal ein richtiger Khasarenhäuptling tun muß, hat er neue Märchen erfunden. Märchen, die eigentlich Wahrheiten sind. Sehr weiche Wahrheiten aber nach den Worten des mächtigen Präsidenten eben wahr.

Da wird uns doch gleich klar, welch große Lügen unsere Ahnen erzählt haben, daß die Störche die Kinder bringen würden. Es ist auch eine Lüge, daß Frauen Kinder gebären und vorher zumindest mit einem Mann geküßt haben müssen. Das bringt uns schon die klare Tatsache bei, wie Maria ihren Sohn bekommen hat.

 

Jetzt aber braucht es noch nicht einmal einen Josef, denn der mächtige Präsident vermeint, daß das auch nur mit Männern oder Frauen passieren kann und läßt um seine Wahl zu gewinnen diesen die heiligen Sakramente zukommen [1].

 

Und die kopernikanische Wende, die der Kantige Ostpreuße ausführlich beschrieb ist wieder einmal von 180 auf 360 Grad vergrößert und hat damit gar nichts mehr mit Kopernikus zu tun.

Nun hat es sich zugetragen, daß der Kantige Ostpreuße viele, viele Zeit früher als der mächtige Präsident Hussein lebte. Zu einer Zeit wo solche wie der Kantige Ostpreuße versuchten über Verstand und Vernunft zu weissagen. Er lebte auch nicht dort wo der Hussein lebt, sondern an einem anderen Wasser. Man weiß jetzt nicht ob es an der besseren Luft, die es viele Jahrhunderte früher ja eigentlich überall gab oder ganz einfach an dem Edelsinn und dem Gewissen des Kantigen lag, daß er sich der Wahrheit verpflichtet fühlte.

Jedenfalls ist der Kantige der Sage nach niemals aus seinem Märchenland Ostpreußen herausgekommen.

 

Wieder zu einer anderen Zeit, nicht viel eher als die des Husseins, verschlug es einen kleinen Buben und seinen Vater, der eine Art Wanderprediger war, aus einem Märchenland in das andere, von einem Meer an das andere. Dieses neue Märchenland in das der kleine Junge verschlagen wurde liegt zwischen dem alten wo er herkam und dem des Kantigen. Ein armes Märchenland und es gab nicht viel zu beißen für den kleinen Jungen, so daß er ausmergelte und man ihn nur noch den kleinen Merkel nannte. Just zu dieser Zeit oder sollte es etwas früher gewesen sein, pflanzte man die sagenhaften Mehlbeerbäume an, in dessen Zweigen sich zarte Schmetterlinge satt fraßen um ihre Nachkommen gleich wieder an denselben Baum zu setzen, damit sie sich ebenfalls vom feinsten satt fressen konnten, und sich dann in feiner Seide vor der Welt versteckten.

 

Und nun kommt der große Wandel. Nämlich, daß die Lüge vom Storch, der die Kinder bringt, endlich berichtigt wurde, denn die Kinder, die vom Gott Mammon herbeigezaubert werden, wachsen in den Seidenhöhlen der zu zarten Schmetterlingen gewordenen Raupen heran. Und wenn ihnen die Ohren so weit herausgewachsen sind, daß man diese als Henkel benutzen kann, tragen kleine Eichkatzen diese seidigen Hüllen mit dem ohrigen Inhalt zu ganz normalen Apfelbäumen hin und hängen sie da an. Und genau daher kommt dann der Spruch, daß der Apfel nicht weit vom Stamme fällt, obwohl man damit meint, daß das Kind  dem Vater ähnlich wäre. Nun kamen die Bewohner des Märchenlandes und holen sich das gleich dem Streuobst gefallene Doppelohr nach Haus und zogen es auf und siehe da, ein jedes bekam erst einen Hals, dann eine Brust, einen Bauch, Beine und sogar Arme. Nur die, die die falsch gegossen wurden mit der unsäglichen conterganischen Milch, wurzelten nicht und blieben unvollendet.

 

Da sich die Zeiten änderten und Wesen aus dem Land des Hussein in die Märchenländer kamen, gefielen denen nun diese Mehlbeerbäume nicht mehr und man schlug sie alle ab. Nur in ganz versteckten Gegenden der Märchenländer wachsen noch einige. Nun gab es kein zweiohriges Streuobst mehr, weil die Eichkatzen keine Seidenhüllen mehr fanden – und was tat man? Man holt Zweiohrenobst weit aus dem Süden, legt es den Bewohnern des Märchenlandes unter die Bäume und diese nehmen das neue Zweiohrenobst in Ermangelung anderen mit nach Hause und ziehen es vorsorglich mit Aluminiumoxid und Barium verbessertem Biotränke auf.

Da man merkte, daß das neue Zweiohrenobst angenommen wurde, hat sich der große Hexer Barroso, denen Ahnen die von Urfin und die von Oz sind, erweichen lassen die Zugangswege für das Zweiohrenobst besser zu bereiten [2]. Er stellte nur eine Bedingung dafür, daß der Märchenprinz, dessen Land an dem Land von TausendundeinerNacht liegt und der den Bosporus beherrscht, sehr ordentlichen Pflanzenschutz betreibt [3], zwar mit starken Mitteln aber entsprechend wirkungsvoll. Bei diesem Pflanzenschutz wird der Märchenprinz vom Bosporus durch die Spirunkel, die aus dem Land des mächtigen Hussein kommen unterstützt ohne daß der Präsident davon weiß. Diese Spirunkel heißen alle Conny Ignaz und Antony. Und das ist gut so, da man sich da nicht all zu viele Namen merken mußte. Da kann man mal sehen wie aufopferungsvoll und gütig doch Spirunkel sind.

Spirunkel sind kleine grüne Männchen mit süßen Kugelbäuchen, zarten dünnen Beinchen und ulkigen Breitmaulfroschgesichtern, deren Mundwinkel an den Ohren, die den Jacobsmuscheln gleich sehen, enden. Dazu hat das Gesicht niedliche Glubschaugen und ein Näschen so zart, wie die eines alten Hammels. Diese tragen in kleinen Eimern das Zweiohrenobst aus dem Land von TausendundeinerNacht zum Bosporus und nehmen von da auf dem Rückweg schwarzes Wasser mit. Der Märchenprinz vom Bosporus wollte nun die Spirunkel unterstützen und gab ihnen seinen fliegenden Teppich [4], der aber leider über dem Land von TausendundeinerNacht Löcher bekam und seinen Dienst verweigerte.

 

So wurde auch das kleine ausgemergelte Jungchen, das man fortan nun noch Merkel nannte, langsam in der Welt mit groß. Das Jüngchen sah dabei wie böse Geister mit spitzen Bärten, glattem Kinn oder auch ungeheuer dicken Bäuchen gleich eines Gargantua die Wahrheiten in großen Zubern mit vielen Beimengen schön weich wuschen um sie so sanft über das Volk gleiten zu lassen.

Dieses schaute es sich ab. Doch überkam  dem Merkel durch das viele schaudern über das Weichwaschen eine ungeheure Krankheit, die man da Prostatakrebs nannte. Da es aber einen Professor gab, dessen Sohn Olaf noch heute nebenberuflich Gliedmaßen und Köpfe amputiert und sich da Schubert [5] nennt, gibt und er wie man es an seinem Sohn erkennt eingroßer Chirurg war, konnte dem inzwischen groß gewordenen Jungen helfen in dem er ihm die Prostata herausoperierte.

Unsäglicher Weise kam es bei dieser Operation zu einem Erdbeben und gerade bei dem wichtigsten Schnitt war der größte Stoß und das Dilemma war vollendet. Da aber der Professor, eben ein großer Künstler seiner Zunft war, vollendete er den fehlgeschlagenen Schnitt indem er die Ränder umstülpte und fein ordentlich vernähte und siehe da der Schnitt verheilte und man kann den Jungen an der Schnittstelle nicht mehr von einem Mädchen unterscheiden. Man brauchte also nur noch den Vornamen zu ändern und mit diesem mißlungenen Schnitt war sogleich das Zaudern über das Weichwaschen der Wahrheit vergangen und der zu einer Merkelin gewordene Merkel krempelte sich flux die Ärmel über die Ellenbogen und übernahm die Wäsche mit einem weit aus verbesserten Schrubbbrett, das sie den zaudernden Hexer Honecker davongetragen hat.

 

Und hier verbindet sich die Geschichte des mächtigen Präsidenten Hussein und die Mär vom Mehlbeerbaum, der da eigentlich ja Maulbeerbaum heißt.

 

Da ja nun das Zweiohrenobst weit aus dem Süden kommt, braucht es nicht mehr die unsägliche und vor allem unhygienische Vereinigung von Mann und Frau, die es wohl zu Urzeiten gegeben haben muß, sondern es können leicht und ohne Sorge Männlein mit Männlein, Weiblein mit Weiblein und noch viel besser jedes für sich allein Zweiohrenfallobst von der Wiese holen und es mit der feinen Schwermetalltränke, die aus dem Himmel des Gott Mammon kommt, gleich, wie es in vorzeitlichen Schlaraffenland war, in dem eklige zartgesottene knusprige Täubchen den Märchenlandbewohnern in den Mund flogen, und sie fett, zufrieden im grünen Gras schnarchten und nur geweckt wurden, wenn die Signale zu den Spielen riefen.

Dafür bekamen sie um nicht zu frieren, schwarz-rot-geile Umhänge. Wie aber kann man im Schlaraffenland frieren? Und Soldaten sie doch eines noch selbst die verwöhnten Märchenlandbewohner  sie schlugen, die Umhänge an lange Stiele und schwenkten sich vor Übermut Kühlung zu. Und die Verwegensten von ihnen nehmen sich Kacke daher, färben sich diese in den Farben der Zions ein und beschmieren sich mit Wohlgemach die Gesichter damit. Welch ein glücklicheres Volk als diese Märchenlandbewohner gab es wohl auf dieser Welt.

In einem Märchenland, in dem man alles tun darf aber nicht muß. Es dazu kommt, daß man des unsäglichen Denkens nicht mehr bedarf, weil wenn man Kopfschmerz haben will, sich diese viel leichter mit tiefen Bässen beibringen kann damit auch die Fähigkeit endlich ende den Verstand zu benutzen und sich so nicht um die wohlfeine Ergötzung Zwecks Brot und Spiel bringt.

 

Und die Moral von der Geschicht,

 

störet die Merkelin beim Weichwaschen der Wahrheit nicht.

 

 

 

Euer göttlicher Spinner

 

 

 

[1]  http://www.n-tv.de/politik/US-Wahl/Schwule-unterstuetzen-Obama-article6263431.html

      http://www.spiegel.de/politik/ausland/barack-obama-und-die-debatte-um-die-homo-ehe-in-den-usa-a-832159.html

 http://german.ruvr.ru/2012_06_15/78187907/

[2] http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/schlaglichter_nt/article106650254/EU-stellt-Tuerkei-Verzicht-auf-Visa-in-Aussicht.html

[3] http://german.ruvr.ru/2012_06_10/77709551/

    http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/207356-tuerkische-regierung-unterstuetzt-geheimaktionen-von-cia-in-syrien

[4] http://german.ruvr.ru/2012_06_22/79007923/

[5] Video Schubert  http://www.prosieben.de/tv/quatsch-comedy-club/video/clip/8082-olaf-schubert-1.1607128/

 

Österreich: H. Grurl – ESM darf nicht unterzeichnet werden!

Nehmen Sie endlich Ihre Verantwortung gegenüber dem Volk wahr: E S M  darf nicht unterzeichnet werden

Wollen Sie das Volk nach der Unterzeichnung des Lissabonvertrags ein weiteres Mal entmündigen?

In der Anlage ein leicht verständliches Video dazu, denn ich nehme an, dass Sie den ESM-Vertrag ebenso wie den Lissabonvertrag nicht gelesen haben!

H. Grurl

Sehr geehrte Frau Grurl,

vielen Dank für Ihre Email vom 10. Juni 2012 zur Errichtung des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM), das ich als europapolitische Sprecherin des SPÖ-Parlamentsklubs gerne beantworte.

Die Gründung des ESM ist ein wichtiger Schritt hin zu einem gemeinschaftlich organisierten  Schutz gegen Spekulanten und gegen eine irrational agierende Finanzindustrie, an dem sich Österreich aus Eigeninteresse beteiligen wird. Angesichts des finanziellen Beitrags, den Österreich hierbei leisten wird, halte auch ich es für angebracht, jede Bestimmung des ESM-Vertrags („Vertrag über die Einrichtung des Europäischen Stabilitätsmechanismus“) genau zu prüfen.

Lassen Sie mich im Folgenden auf die Kritikpunkte des von Ihnen verlinkten Videos eingehen und kurz darlegen, warum sich die Eurostaaten dazu entschlossen haben, den gemeinsamen Europäischen Stabilitätsmechanismus zu schaffen. Ich hoffe, dass ich Ihnen die Befürchtungen, die Sie wegen des Vertrags hegen, nehmen kann.

Zunächst einmal ist der Gouverneursrat kein unabhängiges Gremium, das autonome Entscheidungen über europäische Steuergelder treffen kann.  Der Gouverneursrat besteht aus den Finanzministern des Euro-Währungsgebiets, die alle wesentlichen Entscheidungen im gegenseitigen Einvernehmen, das heißt einstimmig, zu treffen haben.  In Artikel 5 Absatz 6 des Vertrages wird genau aufgelistet, wofür „gegenseitiges Einvernehmen“ gebraucht wird: Ausgabe neuer Anteile, Kapitalabrufe, Änderungen am Grundkapital, Gewährung von Finanzhilfen durch den ESM, etc. Alle überhaupt wichtigen Entscheidungen müssen im ESM mit Einstimmigkeit getroffen werden. Auch nach seiner Gründung unterliegt der ESM damit selbstverständlich der demokratischen Kontrolle durch die nationalen Parlamente. Schließlich sind die FinanzministerInnen ihren jeweiligen nationalen Parlamenten Rechenschaft schuldig. Durch eine Begleitnovelle wird sich der österreichische Nationalrat außerdem noch umfassendere Mitwirkungsrechte sichern und die Finanzministerin, die Österreich im ESM vertritt, entsprechend kontrollieren. Hierzu laufen derzeit parlamentarische Gespräche. Auch gilt in Österreich, dass alle zukünftige Änderungen an dem Vertrag wiederum der Genehmigung durch den Nationalrat bedürfen, bevor sie in Kraft treten können.

Zudem unterliegt die Arbeit des ESM der Kontrolle durch unabhängige Prüfer. Der Vertrag sieht schließlich vor, dass neben dem Europäischen Rechnungshof auch abwechselnd immer zwei Vertreter nationaler Rechnungskontrollbehörden im Prüfungsausschuss dabei sind (Artikel 30).

In dem Video wird auch die Befürchtung geäußert, der ESM solle das Recht erhalten, innerhalb von sieben Tagen bedingungslos und unwiderruflich aus den nationalen Budgets Geld abrufen zu können. Dies ist nicht der Fall. Vielmehr ist es so, dass von den 700 Mrd. €  mit denen der ESM ausgestattet werden soll, nur der Kapitalstock von 80 Mrd. € (Österreich 2,225 Mrd.) bar eingezahlt wird. Die übrigen 620 Mrd. € (Österreich 17,3 Mrd. €) sind Rücklagen. Der ESM kann lediglich auf diese Rücklagen zurückgreifen und zwar in klar definierten Ausnahmefällen. Nur so können niedrige Finanzierungskosten für den ESM und damit für die SteuerzahlerInnen erreicht und die Glaubwürdigkeit des ESM erhalten werden.

Sowohl die 700 Mrd. Gesamtkapital des ESM als auch die Rücklagen sind klar gedeckelt und können auch nicht frei erhöht werden. Sowohl für die Änderung des Grundkapitals als auch für Kapitalabrufe gilt die Einstimmigkeit. Außerdem haben sich Österreich und Deutschland in den Verhandlungen mit der Forderung durchgesetzt, dass eine Erhöhung des Gesamtkapitals nur nach der Genehmigung durch die nationalen Parlamente in Kraft treten kann. Das heißt, wenn Österreich nicht will, braucht das Parlament nur mit Nein zu stimmen und dann zahlt Österreich keinen einzigen Cent (Artikel 4, Absatz 3).

Österreich kann auch nicht für zusätzliche Verpflichtungen des ESM in Haftung genommen werden. Die Haftung jedes ESM-Mitglieds beschränkt sich auf seine Einlage auf das Grundkapital zum Ausgabekurs (Siehe Artikel 8, Absatz 5). Den Rest möglicher Verluste werden in Zukunft die privaten Investoren tragen müssen, da in alle Anleihen von Euro-Staaten in Zukunft Umschuldungsklauseln aufzunehmen sind.

Die Bestimmungen zur Immunität im ESM-Vertrag sind dem internationalen Recht entnommen und  sind ident mit den Regeln anderer internationaler Institutionen, wie dem IWF oder der Europäischen Entwicklungsbank. Anders als vielfach behauptet, besitzen der ESM und die Mitglieder seiner Gremien daher keine umfassenden Immunität. Sie agieren nicht im rechtsfreien Raum und stehen auch nicht über dem Gesetz. Erstens kann die Immunität durch Beschluss der Finanzminister im Gouverneursrat  aufgehoben werden (Artikel 30, Absatz 1). Zweitens sind die österreichischen VertreterInnen in ESM-Gremien sehr wohl an österreichische Gesetze gebunden.

Die Immunität gilt somit ausdrücklich nicht für irgendein betrügerisches Handeln, sondern allein hinsichtlich der in ihrer amtlichen Eigenschaft vorgenommenen Handlungen. Sie stellt seinen Träger nicht außerhalb des Gesetzes, sondern verfolgt einen sinnvollen Zweck – sie schützt das ESM-Kapital z.B. vor Schadenersatzklagen privater Gläubiger, die unter Umständen auf Teile ihrer Forderungen gegenüber in Not geratenen Staaten verzichten müssen. Der ESM und seine MitarbeiterInnen sollen in ihrer Arbeit allein den Interessen der Mitgliedsländer folgen und nicht dem Druck privater Investoren ausgeliefert sein.  Die Immunität schützt also unsere Interessen und unser Steuergeld.

Ich möchte noch einmal auf den Grund zurückkommen, warum der Euro-Schutzschirm sowohl in unserem eigenen Interesse als auch im Interesse jener Staaten, die den Schutzschirm zukünftig in Anspruch nehmen könnten: innerhalb der Eurozone sind eine Reihe von Staaten im Zuge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise in eine wirtschaftliche und finanzpolitische Schieflage geraten. An den Finanzmärkten wurde vehement auf eine Pleite dieser Staaten gesetzt, um daraus Profite zu erzielen.  Eine Pleite wäre jedoch nicht nur für den betroffenen Staat eine Katastrophe, sondern für die gesamte Eurozone. Denn ihre Auswirkungen drohen um ein Vielfaches schlimmer zu werden, als die Pleite der Bank Lehman Brothers 2008. Aktuelle Zahlen zeigen, dass diese Krise in den OECD-Staaten insgesamt 13 Mio. Arbeitsplätze gekostet hat. Eine weitere derartige Entwicklung muss daher unbedingt verhindert werden, insbesondere innerhalb der Eurozone, in die Österreich stark eingebunden ist. Immerhin kommen 60 Prozent der Wirtschaftsleistung Österreichs aus dem Export, davon geht mehr als die Hälfte in die Eurozone. Eine Million ÖsterreicherInnen arbeiten im Exportsektor. Österreich muss daher ein hohes Interesse daran haben, alle Maßnahmen zu unterstützen, die die volle Funktion der EU, der Wirtschafts- und Währungsunion und des Euro gewährleisten.

Wie schnell es gehen kann, dass ein Land zum Spielball der Finanzmärkte zu werden droht und auf den Beistand der übrigen EU-Länder angewiesen ist, hat Österreich im Übrigen bereits selbst erfahren dürfen. Als die Finanzmärkte 2009 aufgrund des Engagements österreichischer Banken in den krisengeschüttelten Staaten Ost- und Südosteuropas drohten, gegen Österreich zu wetten, griffen die übrigen EU-Staaten und der IWF stützend ein.  Mit dem ESM stellen wir sicher, dass die Staaten der Eurozone in Zukunft nicht zu einer Zielscheibe von Finanzspekulanten werden können.  Durch die Einführung des ESM verringert sich daher auch nicht die Souveränität der Mitgliedsstaaten, wie gerne behauptet wird – ganz im Gegenteil. Mit Hilfe des ESM behaupten wir die Souveränität der Euroländer gegenüber der Finanzindustrie und  stellen sicher, dass wir auch in Zukunft nicht durch die Finanzmärkte erpressbar sein werden.

Falls Sie noch weitere Fragen zu diesem Thema haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Christine Muttonen

Mag. Christine Muttonen
Abgeordnete zum Nationalrat, SPÖ
Sprecherin für Außen- und EU Politik
A-1017 Wien, Österreich
Tel.: +43 1 40110/ 3660 oder 3444

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Schreiben an Fr. Herta Grurl BMF-240101_1367-V_7_2012_13.06.2012_Herta Grurl – PDF

Herrr Mag. Pasquali,

der Schwachsinn, den Sie mir zumuten, darf nicht unwidersprochen bleiben.

Der Euro ist die größte Fehlkonstruktion, den uns dieses Europäische Unglück je beschert hat.

Wenn wir den Euro nicht hätten, hätten wir auch viele Probleme nicht, besonders mit den PIGS-Staaten. Nur durch den Euro kamen sie zu billigem Kredit, den sie mit ihrer nationalen Währung nie und nimmer bekommen hätten und weidlich nützen.

Sie sagen der Euro führt zum Zusammenwachsen und weniger Inflation?? Heute noch nicht gelacht? Für wie dumm halten sie uns Bürger eigentlich?

Der Euro ist ein Spaltpilz für Europa! Die Inflation treibt gerade in ungeahnte Höhen. Habe selber heute in der Apotheke innerhalb von 3 Wochen 90 %!?  bei einem Produkt zur Kenntnis nehmen müssen.

Ich,  als Bürger frage mich ernsthaft, warum wir uns Akademiker leisten, die uns von vorne bis hinten um unser hart erarbeitetes Steuergeld belügen.

Sie können doch nicht wirklich meinen, was Sie schreiben? Haben Sie wahrlich keine Ahnung, was  in nächster Zeit auf uns zukommt? Sie tun mir leid!

Lesen sie Sarrazin, Hankel usw.  und sie wissen Bescheid.

H. Grurl

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