Prof. Dr. Richard D. Wolff – eine Analyse unserer Weltsituation.
Vorwort zum geposteten Artikel:
Jeder der unter die Oberfläche des Vordergründigen sieht muss verstanden haben was Prof. Wolff kompetent von sich gibt. Es sind die System, die uns ruinieren, diese allerdings wurden dazu geschaffen uns, ja die ganze Welt wirtschaftlich, kulturell und sozial zu ruinieren. Keiner muss glauben, dass die Systeme sich selber erschaffen haben 🙂 Dahinter steck ein von langer Hand und in Jahrhunderten existierender Plan. Am besten zum Ausdruck kommt dieser Plan in folgender kurzen Rede: https://wissenschaft3000.wordpress.com/2011/09/24/rabbi-emanuel-rabinovich-rede-1952-in-budapest/
Die ursprünglich, wahrscheinlich echte Bewegung Occupy, im Sinne von echter Auflehnung und Aufmerksam machen auf die Missstände, ist leider total für offene Straßenschlachten instrumentalisiert worden, die sich keiner wünschen kann. Genau solche offenen Kriege auf der Straße von Demonstranten sieht jedoch die EU-Verfassung vor, ja rechnete damit, denn bei Aufstand, Aufruhr und drohender Kriegsgefahr, darf geschossen werden, bzw. die Todesstrafe angewendet werden, was ein extremer Rückschritt in der westlichen Kultur wäre.
Die Zeugen Jehovas und andere Bibelgläubige warnen tag-täglich und warten darauf, dass man sich gegenseitig auf der Straße umbringt, weil sie das der Bibel prophetisch entnehmen wollen. Als einziges Gegenmittel bieten sie Beten an, als ob durch beten allein schon jemals einer gesund geworden wäre, geschweige denn ein ganzes Land.
Niemand kann solche Tendenzen gut heißen und die Völker haben zu dieser privaten Verfassung der EU NICHT JA GESAGT. Das alles wurde uns übergestülpt und so verkauft, als wären wir damit einverstanden, das sind wir aber nicht. Weil die PRIVATORGANISATION EU das wusste, wurde alles so hinmanipuliert, dass die Völker dazu nicht gefragt werden durften.
Das einzige Land das zum Lissabonner-Vertrag abstimmte, ist Irland. Als Irland dazu NEIN sagt begann eine Hexenjagd gegen Irland. Obama drohte den Iren sogar persönlich, Irland in den Untergang treiben zu wollen und selbst nach so massiven politischen Angriffen gegen Irland und einer erzwungenen zweiten Abstimmung, wurde diese nur mit Wahl-Betrug und massiver Hilfe der Irischen Bischöfe positiv.
Der Lissabonnervertrag, der kaum eine Abweichung des abgelehnten Vorläufers EU-Verfassung darstellt, müsste demnach in Wahrheit automatisch auch abgelehnt sein. Da dem aber nicht so war, kann man mit Fug und Recht annehmen, dass auch da Methode dahinter steckt und der gesamte Ablauf genau so geplant war. Denn im Lissabonnervertrag sind erst die Selbstermächtigung des EU-Rats und die Todesstrafe zu finden. Welch ein Hohn!
Diese Vorgangsweisen allesamt zeigt schon, dass es um Versklavung, also um Bestimmung von „oben“ herab, gegen den Willen der Völker geht. Da, mit den Völkern dem wahren Souverän durch ihre Politiker dermaßen willfährig umgegangen wird, disqualifiziert sich jegliches herrschendes politisches System, das dazu da sein müsste/sollte den Willen der Völker zu tragen, ja zu erfüllen. Dies wäre die einzig wirkliche Aufgabe, welche die Politiker wahrzunehmen hätten, was sie aber nicht tun, sondern willfährig folgen sie privaten Institutionen, sei es die EU, FED, Pharma oder sonstige…
Die Iren hätten es ablehnen müssen diese Abstimmung durchzuführen und das Volk hätte geschlossen dieser Abstimmung nicht teilnehmen dürfen, das wäre konsequentes Handeln gewesen.
Kosquentes handeln und auch RECHTES Handeln der Völker in der heutigen Situation wäre meiner Meinung nach, dass diese die Angelegenheiten ihrer Länder selber in die Hand nehmen, wieder souveräne Einrichtungen schaffen, sich die enteigneten (privatisierten) Einrichtungen zurückholen und eine Neuordnung bilden. Es existiert genügend Erfahrung, um zu wissen, wie es sicher nicht geht. Was man jedoch niemals im Voraus wissen kann, ist wer wahrlich Freund und wer Feind ist.
Viele gute Bewegungen wurden korrumpiert indem sich niedere Geister gut redend einschmuggelten und die Bewegungen durch hintertriebene niedere Handlungen.zum scheitern verurteilten. Hier liegt das wahre Problem, der einzelne Mensch mit seiner Gesinnung oder Niedrigkeit. Neid, Hass, Gier, Machtgier, Hochmut, Hybris, Selbstüberschätzung und allzu großer Ehrgeiz sind die Wesen der Verderbnis. Man hüte sich vor jedem, der Diener auch nur eines dieser Wesen ist!
11.3.2012 by AnNijaTbé – Verbreitung ohne Änderung erlaubt
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Danke Wolfgang, für diesen Hinweis!
http://www.heise.de/tp/artikel/36/36539/1.html
Die historischen Wurzeln der gegenwärtigen Krise
Der US-Ökonom Richard Wolff über die langfristigen systemischen Ursachen der Krise und die Perspektiven von Wirtschaft, Politik und Widerstand
Richard D. Wolff, laut der New York Times der „wahrscheinlich prominenteste marxistische Ökonom Amerikas“, forschte an der University of Massachusetts in Amherst zur ökonomischen Methodologie und zur Klassenstruktur der Vereinigten Staaten. Der emeritierte Ökonomie-Professor betreibt eine intensive Krisenberichterstattung und Analyse, die auf seiner Homepage verfolgt werden kann. Sein neues Buch „Occupy the Economy: Challenging Capitalism“ erscheint im kommenden Mai.
Was sind die Ursachen der gegenwärtigen Krise des Kapitalismus? Verhält er sich tatsächlich so, dass einige gierige Banker die Krise ausgelöst haben, oder ist diese auf längerfristige systemische Ursachen zurückzuführen?
Richard Wolff: Meiner Ansicht nach sind es die längerfristigen Probleme des Kapitalismus, die die Basis der gegenwärtigen Krise bilden. Der Versuch, die gegenwärtige Krise als eine Finanzkrise oder als eine Krise der Wall Street darzustellen, ist in einer fundamentalen Weise ideologisch, weil er bestrebt ist, die Krise nur in einem Teil des kapitalistischen Systems zu lokalisieren und diese so zu begrenzen. Das ist keine harmlose und unschuldige Bezeichnung. Ich spreche hingegen von einer Krise des Kapitalismus, weil es eine Krise des gesamten Systems ist: Es ist eine Krise der Wall Street wie der Main Street (Mittelklasse), es ist im selben Ausmaß eine Krise des Finanzsektors wie der Industrie, des Exportsektors, des Arbeitsmarkts und aller Teile des kapitalistischen Systems. Lassen Sie mich nun die wichtigsten Dimensionen dieser systemischen Krise darlegen. Zuallererst muss darauf hingewiesen werden, dass in den Vereinigten Staaten in den letzten 30 Jahren die sozialen Programme und Errungenschaften demontiert wurden, die eingeführt wurden, als der Kapitalismus das letzte Mal in einer fundamentalen Systemkrise steckte – nämlich während der „Großen Depression“ der 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Damals führten die Vereinigten Staaten umfassende Sozialprogramme für die Masse der Bevölkerung ein.
Zum Beispiel wurde in den 1930er Jahre in den Vereinigten Staaten das System der Social Security eingeführt: Niemals zuvor gab es in den Vereinigten Staaten ein umfassendes Rentensystem, eine systematische Hilfe für Kranke und Verletzte, Hilfsprogramme für Kinder und so weiter. Damals gab es auch erstmals Kompensationen für Arbeitslose. Niemals zuvor haben in den Vereinigten Staaten Arbeitslose, die ihre Arbeitsstelle ohne eigenes Verschulden verloren haben, regelmäßige wöchentliche Zahlungen erhalten. Die dritte Säule dieses Sozialprogramms bildete ein Beschäftigungsprogramm, das die Roosevelt-Regierung auflegte und in dessen Rahmen 12 Millionen Arbeitsstellen entstanden.
Diese drei großen Sozialprogramme wandelten in Wechselwirkung mit Steuererhöhungen für Reiche und Konzerne die Vereinigten Staaten von einer sehr ungleichen Gesellschaft zu einem der egalitärsten kapitalistischen Staaten – dies in Bezug auf die Reichtumsverteilung.
Können Sie mir die Zeitspanne nennen, in der die Vereinigten Staaten solch eine geringe soziale und einkommensmäßige Ausdifferenzierung aufwiesen? Waren es die 50er und 60er Jahre des 20. Jahrhunderts?
Richard Wolff: Ja, von den späten 40ern bis in die 60er und sogar die frühen 70er. Dies war eine Konsequenz der Programme, die bei dem Versuch eingeführt wurden, mit dem kapitalistischen Kollaps der 30er Jahre fertig zu werden. Dies hat einen relativ egalitären Wohlfahrtskapitalismus geschaffen, der von den späten 40ern bis in die frühen 70er Bestand hatte.
Dieses Programm wurde aber schon immer von einem signifikanten Teil der amerikanischen Unternehmerschaft und der reichsten amerikanischen Bürger abgelehnt und bekämpft. Ab den 70er Jahren wurde ihre Opposition hegemonial. In den 70ern begann der Abbau der Sozialprogramme aus Roosevelts New-Deal-Ära, der dann in den 80ern und 90ern fortgesetzt und abgeschlossen wurde. In der Periode von der Mitte der 70er bis 2007, als die derzeitige Krise begann – in diesen rund dreißig Jahren fand in der US-Ökonomie die Umkehrung der zuvor erreichten Angleichung der Einkommensverteilung und der Lebensverhältnisse statt. In dieser Zeit wurden die Steuern für die Reichen und Konzerne gesenkt und es fand eine umfassende Deregulierung des Kapitalismus statt.
Und nun haben wir wieder einen Kapitalismus in den Vereinigten Staaten, in dem die Abgründe zwischen Reich und Arm, die Unterschiede zwischen Profiten und Einkommen so groß sind, dass der Boden für einen abermaligen Kollaps bereitet war, wie er auch 1929 einsetzte. Der Kapitalismus in den Vereinigten Staaten kollabierte 1929 aufgrund seiner internen Widersprüche, und die von Roosevelt eingeführte Sozialpolitik wurde im ausreichenden Ausmaß revidiert, um erneut ähnliche Bedingungen und eine ähnliche Art von Krise wie 1929 zu reproduzieren.
Wenn ich nun die zentrale, der Krise zugrunde liegende Ursache knapp benennen soll, so ist sie auf ein dem Kapitalismus innewohnendes Problem zurückzuführen, das Karl Marx perfekt verstand und uns erklärte: Wenn Kapitalisten die Möglichkeit haben, ihre Lohnkosten zu reduzieren, entweder durch Lohnkürzungen, oder Entlassungen und Automatisierung der Produktion, dann hoffen sie darauf, höhere Profite zu erzielen. Aber sie vergessen, dass die verringerte Anzahl der Arbeiter mit niedrigeren Löhnen dann nicht mehr das kaufen kann, was Kapitalisten und Arbeiter zusammen produzieren. Ihr Erfolg im Absenken der Löhne wird für die Kapitalisten zum Problem beim Warenabsatz. Der Kapitalismus hat es nie vermocht, diesen fundamentalen Widerspruch zu lösen. Periodisch, wenn es zu weit in Richtung steigender Profite auf Kosten der Arbeiterlöhne geht, kollabiert das System aufgrund dieses Widerspruchs. Und gerade das haben wir jetzt.
Warum die USA zur erfolgreichsten kapitalistischen Großmacht wurden
Welche Umstände führten dazu, dass die Unternehmer und die Reichen es ausgerechnet in den 70ern Jahren vermochten, den Rückbau des amerikanischen Sozialstaates einzuleiten? Seit den 70er Jahren stagnieren ja auch die realen Löhne in den USA, was ja angesichts einer immer weiter ansteigenden Produktivität hochproblematisch ist. Helfen hierbei vielleicht Ansätze, die in dieser Periode eine Krise des Fordismus als vorherrschendem Akkumulationsregime konstatieren? Die 70er waren auch durch die Krisenperiode der Stagflation gekennzeichnet – also einer stagnierenden Wirtschaft mitsamt hoher Inflation.
Richard Wolff: Das sehe ich ein bisschen anders. Ich spreche in Anlehnung an den von Louis Althusser geprägten Begriff der Überdeterminierung von mehreren Ursachen und Entwicklungen, die zu dieser Stagnation des Lohnniveaus in den USA geführt haben. Es wird Ihren deutschen Lesern helfen, die Vereinigten Staaten besser zu verstehen, wenn sie Folgendes betrachten: Während nahezu ihrer gesamten Geschichte verzeichneten die Vereinigen Staaten ein beständiges Lohnwachstum. Von einem Jahrzehnt zum nächsten, angefangen im frühesten 19. Jahrhundert bis zu den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts, in einem Zeitraum von 100 bis 150 Jahren, stiegen die realen Löhne in den USA an. Zwei Gründe sind hierfür anzuführen: Der Kapitalismus in den Vereinigten Staaten war sehr profitabel und sehr erfolgreich. Die Europäer, die hier ankamen, nahmen ein riesiges, fruchtbares Land in Besitz. Sie zerstörten die hier lebenden Menschen, die Indianer, und sie fanden sich im Besitz aller Ressourcen, die nötig sind, um einen erfolgreichen Kapitalismus aufzubauen. Hier gab es keine Geschichte des Feudalismus, die sie bremste, keine mächtige Kirche, keine Traditionen. Es gab nur ein Problem in ökonomischer Hinsicht: Es herrschte ein konstanter Arbeitskräftemangel. Die Indianer weigerten sich, für die Europäer zu arbeiten, oder sie waren tot. Die Europäer, die hierher kamen, strebten danach, Farmer oder Unternehmer zu werden, sie wollten eher nicht Arbeiter sein.
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