Geldverdienen ist nicht Lebenssinn
07. 03. 2012
Je härter der Konkurrenzkampf, desto schwieriger das Überleben. Je aufwendiger der Überlebenskampf, desto mehr werden Ideale verdrängt. „Erst kommt das Fressen, dann die Moral“, soll Bert Brecht von sich gegeben haben. Mittlerweile scheint der Prozess des Geldverdienens in praktisch allen gesellschaftlichen Schichten im Zentrum jeglichen Interesses zu stehen. Wer pleite ist, strebt nach dem Minimum. Wer über Vermögen verfügt, strebt nach mehr. Wer unter den gegebenen Voraussetzungen heranwächst, kann eigentlich nur dem Eindruck unterliegen, dass das Leben wirklich nichts anders zu bieten hat als Arbeit und Konsum.
Ich schätze, es ist gut die Hälfte der Bürger in den Industriestaaten, die der Behauptung, dass die Menschen zum „Opfer des Konsums“ geworden sind, bestenfalls ein mildes Lächeln schenken. Wer mit Problemen kämpft, das Notwendigste zu finanzieren, wird sich kaum selbst als konsumorientiert betrachten.
Dann gibt es noch diesen herrlichen Klischeespruch: „Wer wirklich arbeiten will, der findet auch Arbeit.“ Abgesehen davon, dass mehr Arbeitswille im Volk das Problem der Arbeitslosigkeit nicht lösen kann, weil sich dieselbe Zahl von Menschen bloß intensiver um dieselbe Zahl von Arbeitsplätzen streitet, was soll das bedeuten: „Wer wirklich arbeiten will!“?
weiterlesen: http://www.theintelligence.de/index.php/gesellschaft/zeitgeist/4115-geldverdienen-ist-nicht-lebenssinn.html
weitere Artikel zu diesem Thema:
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https://wissenschaft3000.wordpress.com/2011/12/26/local-money-regiogeld-freigeld/ – praktizierte Alternativen
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