Antizipation

Falsche Paradigmen ~ verlogene manipulierende Verhaltensweisen und Gedankengänge

Dieses Kapitel befasst sich mit den Verhinderern wahren Fortschritts

Paradigma Antizipation
Was jeder für sich ändern kann!
Wessen sich jeder bewusst werden darf!

Erläuterung:
    Ist es nicht so, dass fast jeder schon im Voraus sich selber bereits die Antwort des Anderen gibt?
    Ist es nicht so, dass fast jeder, eine bestimme Erwartungshaltung in Bezug darauf hat, wie der andere regieren wird, wenn er ihm dieses oder jenes sagt?
    Ist es nicht so, dass eine unangenehme Erwartungshaltung, in Bezug auf die Reaktion des Anderen, oft verhindert, dass generell gesagt wird, was nötig wäre?
    Ist es nicht so, dass fast jeder sich eine bestimmte Reaktion vom Partner erwartet, erhofft und daher seine Rede nur darauf anlegt, um eine ganz bestimmte Reaktion des Anderen zu erzielen?
    Ist es nicht so, dass derartige Verhaltensweisen einer beständigen Manipulation der Mitmenschen gleichkommen?
    Ist es nicht so, dass der Gesprächspartner auch überraschende Ansichten bereithält, die er aber aufgrund von vorgefassten oder allgemeinen Meinungsbildern nicht zu äußern wagt?
    Ist es nicht so, dass sich Jeder hütet einen andern, als üblichen, Standpunkt einzunehmen, aus Angst ausgelacht oder verhöhnt zu werden.
    Ich es daher nicht so, dass diese Verhaltensweisen neue Ideen und Lösungen verhindern?

ERSTES falsches Paradigma
Antizipation/Vorwegnahme/Presumption/Vermutung/Assumption/Annahme/Prädiktion

Empfehlung:
Du erkennst oder erlernst deinen eigenen individuellen Standpunkt klarzumachen.
Du beharrst auf deinem Standpunkt solange, bis dieser für dich selber unnütz oder zum Verhinderer deiner eigenen Entwicklung wurde. Ist dies der Fall hat sich in dir bereits ein neues Weltbild geformt, das nun in alle Bereiche deines Lebens eingebracht werden will.

Entscheide oder denke niemals für einen anderen, sondern teile nur das was du selber sagen willst mit. Versuche nicht die Antwort des anderen in deine Rede vorauseilend einzubauen, weil du eine bestimmte Reaktion bereits im Voraus erwartest.
Baust du vorauseilend eine eventuell mögliche Reaktion des Gesprächspartners in deine Rede ein, kann dies berechtigterweise als Manipulation bezeichnet werden. Egal was der andere denkt und wie du meinst ihn zu kennen, leite davon keinen eigenen Gedanken und auch keine eigene Handlung ab. Lerne, den Standpunkt des anderen emotionslos hinzunehmen und damit richtig umzugehen. Denke über die Worte des anderen nach und überlege welchen Nutzen der Inhalt dieser für dich haben kann. Echte Übereinstimmung mit Freunden oder Partnern und der Nutzung von allen vorhandenen Talenten sind die Voraussetzung für gemeinsames Handeln, für gemeinsame Ziele. Eine Übereinstimmung darf auch unterschiedliche Vorstellungen enthalten die in das gemeinsame Ziel eingebracht werden können.

Weiters:
Wie kommen die Menschen mehrheitlich eigentlich dazu im Voraus wissen zu wollen, wie andere Menschen reagieren oder denken?

Ich will jetzt ganz bewusst auf die naheliegenden Antworten, bis hin zu Meinungsumfragen und Erfahrungswerten, nicht eingehen. Auch nicht darauf, dass die Leute meinen, ihre Ansprechpartner kennen zu wollen und daher auch wissen zu wollen, wie der reagieren würde. Da vieles geändert werden muss, so die Rasse der Menschheit und die wunderbare Diversität auf diesem Planeten weiter bestehen will, sollten wir uns weitestgehend von vorgefassten Meinungs-, Verhaltens- und Glaubensbildern, auch von den wissenschaftlichen frei machen können.

Doch darauf will ich hier nicht näher eingehen.
Warum will ich darauf nicht eingehen?
Weil ich damit nur das derzeit falsche Paradigma untermauern würde!

Was einzig in diesem Zusammenhang als sehr wichtig erscheint, sind die Folgen, die aus diesen allgemeinen aktuellen Verhaltensweisen entstehen.

Die Folgen daraus sind:
1)    Man lässt dem Partner/Freund/Bekannten/Volk keinen Raum für eine eigene Ansicht.
2)    Man lässt dem Partner/Freund/Bekannten/Volk keinen Raum für eine eigene…
3)    Man lässt dem Partner/Freund/Bekannten/Volk keinen Raum für eine eigene…
4)    Man lässt dem Partner/Freund/Bekannten/Volk keinen Raum für einen…
5)    Man lässt dem Partner/Freund/Bekannten/Volk keinen Raum für…
6)    Man lässt dem Partner/Freund/Bekannten/Volk keinen Raum für…
7)    Man lässt dem Partner/Freund/Bekannten/Volk keinen Raum für ….

Um gleich mit einem neuen Paradigma der eigenen Meinungs- und Verstandesbildung anzufangen, schreibe ich die obigen Sätze nicht zu Ende. Möge bitte jeder selber einfügen was mit aktuellem allgemein üblichem Verhalten NICHT möglich ist bzw. dadurch total verhindert wird…

Doch die Verstandesbildung ist sicher nicht das Wichtigste im Leben!
Die Herzensbildung bringt uns mit Sicherheit wesentlich weiter.

Kann man denn Herzensbildung lehren?
Nun, Anregungen zur Herzensbildung beinhaltet auch das Obige.
Jeder, der auf seinen Mitmenschen eingehen will, den als eigenständiges Wesen betrachtet, wird wohl auch dessen Wünsche und Ansichten respektieren wollen.
Den gleichen Respekt sollte jeder auch seinen eigenen Wünschen, Zielen und Ansichten zollen.

Daher kann es niemals falsch sein, selbst dann seinen eigenen Standpunkt klarzulegen, wenn dieser im Gegensatz zur herrschenden allgemeinen oder individuellen Meinung ist.

Auch wenn der geliebteste Mitmensch einen ganz anderen Standpunkt vertritt, als du selber, selbst dann mache klar was dein Herz dir zeigt, denn du gibst damit dem Anderen eventuell die Möglichkeit seinen Horizont zu erweitern und umgekehrt, höre dir an was der andere zu sagen hat, auch dann wenn es nicht mit deinen Ansichten übereinstimmt. Frage deine Mitmenschen, ob ihnen etwas am Herzen liegt, was ihnen schwer fällt auszusprechen.

Wahre Freunde können einander mit Gegensätzlichkeiten gegenüber treten, ohne dass deshalb die Liebe und Herzenswärme darunter leidet.

Alles andere ist Ausdruck des Egos und hat nichts mit echtem Menschsein zu tun.

Antizipation in der Wissenschaft:
Selbst in der Wissenschaft, wo die Antizipation (bisherige Erkenntnisse) quasi die grundlegende Voraussetzung für jede Forschung ist, selbst da ist sie nicht immer die richtige Vorgehensweise. Nichts muss so eintreffen wie angenommen, das gilt auch in der Forschung. Selbst wenn die bestehenden Erkenntnisse antizipierend einer weiterführenden Forschung vorauseilt und als absolutes Muss angesehen werden.

Im Umkehrschluss ist es doch so, dass oftmals ganz viele Versuche ohne Antizipation nötig sind, bis etwas Neues funktioniert. In solchen Fällen wäre eine Antizipation, dass es nicht gelingen könne, weil eine bestimmte Annahme, ohne jeglichen möglichen wissenschaftlichen Beweis in die Forschung eingebaut wurde, eines der größten Hindernisse. Wir kennen diese Verhinderer aus der Geschichte von Erfindern nur allzu gut.

Wenn es um eine ganz neue Erfindung geht, wofür es keinerlei Erfahrungswerte, daher auch keine Antizipation gibt oder gab, konnte eine Erfindung, wie etwa die des Automobils nur deshalb zustande kommen, weil der Idee Beständigkeit und Glauben geschenkt wurde, sodass sie letztendlich verwirklicht werden konnte.

Die Unkenrufe von Neidern und allzu traditionsbewussten Verhinderern, die niemals eine Veränderung gutheissen,  müssen unter allen Umständen und auch gegen alle Widerstände überwunden werden.

Warum also soll nicht auch in der wissenschaftlichen Forschung, die auf Antizipation beruht, mal darauf verzichtet und auf einen „unlogischen“ Impuls gehört werden, wenn es mit der wissenschaftlichen Vernunft kein Ergebnis gibt, oder gar geben kann, doch das weiß man ja im Voraus niemals zu 100%.

Antizipation in der Politik:
Das gilt auch für politische Sichtweisen, alle Analystenaussagen beruhen auf Vorwegnahmen, auf sogenannten Erfahrungswerten, die meistens auch genau so eintreffen, doch das ist nicht das Ergebnis, welches das Leben schreiben würde, wenn es keine Analystenaussagen gäbe. Das Leben ist unbegreifbar und in keiner Weise vorhersehbar, wir machen es nur deshalb vorhersehbar, weil wir Vorhersagen machen, die zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung werden.

Derartige Vorwegnahmen sind oftmals gewünschte Ergebnisse, die politisch darauf hin manipuliert wurden. Chancen für die Menschheit, die Völker, werden nicht genutzt. Daher versackt die Politik immer mehr in „konservativen“ Sichtweisen oder machtpolitischen Strategien und es scheint kein Entrinnen und auch keinen wahren politischen Fortschritt zu geben. Die Menschheit dreht sich im (Teufels)Kreis und kommt nicht weiter!

Politik ist ein ganz eigenes Kapitel, zu dem ich nicht mehr als diese kurze Anmerkung machen möchte.
Wer es wagte aus den politischen Mustern auszubrechen, war oftmals unerwartet erfolgreich. Denn der Mensch sehnt sich nach Entwicklung und belohnt alles, was nach einer positiven Veränderung aussieht.
Siehe Wahlerfolg der Spaß-Partei („Nesti Flokkurinn“) in Island/Reykjavik, welche die traditionellen Parteien schockte. Ein Kabarettist (Jón Gnarr) wird Oberbürgermeister!

Hier noch eine Sinngeschichten über ein Ehepaar, als Abschluss des Kapitels Antizipation:

Verhängnisvolle Annahmen
Ein Mann geht in den Ruhestand und freut sich seit Jahrzehnten darauf, dass er sich nun endlich mit seiner Frau die Welt ansehen kann, hat das aber nicht kommuniziert, auch deshalb weil er spürt, dass die Frau andere Vorstellungen hat. Er gibt ihr auch nie die Gelegenheit über das, was er selber will nachzudenken, sich damit auseinander zu setzen, weil er ihr seine Wünsche gar nicht mitteilte.

Als nun endlich der Ruhestand da ist, sagt der Mann zu seiner Frau, der noch niemals das Meer gesehen hat, nun will ich für einige Zeit ans Meer fahren und viele Länder kennenlernen.

Die Frau darauf, nein das interessiert mich nicht, wir haben es doch wunderbar hier, wir haben ein Haus einen Garten, wozu brauchen wir da wegfahren, schöner könnten wir es doch woanders auch nicht haben.
Das trifft den Mann hart, weil der ganze Sinn seines Ruhestandes darin liegt, endlich was Neues kennen zu lernen, also sucht er einen anderen Weg sein Ziel ohne Diskussion zu erreichen.

Seine Kinder samt Enkelkindern wollen ihn im Urlaub aufs Meer mitnehmen, das erklären sie auch der Oma. Doch diese insistiert und meint, dass das gar nicht in Frage käme.

Da der Mann seine Frau sehr liebt und sein ganzes Leben mit ihr in Harmonie zusammen war, will er sich nicht gegen den Willen seiner Frau stellen und diskutiert auch nicht darüber wie wichtig ihm die Erfüllung seiner Träume ist, die er sehr gerne mit ihr gemeinsam erleben wollte.

Er beugt sich ohne weitere Diskussionen, der Entscheidung bzw. dem Willen seiner Frau, weil er einen Streit verhindern will. Doch bald stellt sich heraus, dass er nun kein Lebensziel und auch keinen wahren Lebensinhalt mehr hat, die restriktive Haltung seiner Frau und die verlorene Freude auf den Ruhestand sind für diesen Mann ein derartiger Schock, dass er Krebs bekommt.

Wieder wurde nicht auf die Ursache der Erkrankung eingegangen, niemand versuchte herauszufinden, warum der bis dahin besonders starke und gesunde Mann nun ein todgeweihter geworden war. Er bekam, wie üblich, Chemotherapie und wurde von Tag zu Tag rasch schwächer. Er selber meinte, „die Chemo hatte mich fertig gemacht“, doch keiner achtet darauf. Nach nur einem Jahr war der Mann tot gewesen.

Die überlebende Frau, welche ihren Mann ebenfalls über alles geliebt hat und sich darauf freute mit ihren Mann gemeinsam alt zu werden und noch viele Jahre glücklich gemeinsam zu verbringen, konnte den Tod ihres Mannes nicht überwindet, auch weil sie unbewusst spürte, dass hier etwas nicht ausgesprochen und nicht richtig verarbeitet wurde, doch auch sie scheute sich, darüber offen zu sprechen, sie litt still und erkrankte ebenfalls kurz darauf an Krebs und starb ähnlich wie ihr Mann sehr bald drauf.
Was war hier passiert?

Der Mann:
Es wurde geschwiegen statt geredet, weil es immer so war.
Es wurde stumm geduldet, statt den eigenen Standpunkt klar offen zu legen, weil es immer so war.
Es wurde nicht nach den eigenen Wünschen und Gefühlen gehandelt und gelebt, weil es immer so war.
Der Mann hat niemals klar seiner Frau gesagt, dass der ganze Sinn seines Lebens nun darin läge, dass er die Welt kennenlernt, alles andere hätte er schon gehabt und würde ihn nicht mehr erfüllen, weil er antizipierte, dass die Frau heftig darauf reagieren würde und vielleicht verletzt wäre, oder an seiner Liebe zweifeln könnte.
Der Mann wollte keine Auseinandersetzung mit seiner Frau, mit der er sein ganzes Leben niemals gestritten hatte, er konnte diese Hürde mit ihr uneins zu sein nicht überwinden und seine eigenen Wünsche nicht entsprechend zum Ausdruck bringen.
Er gab auch seiner Frau nicht die Chance zu verstehen wie wichtig es für ihn ist in seinem Ruhestand neue Länder kennen zu lernen, Reisen zu wollen.

Die Frau:
Setzte sich über die Wünsche des Ehepartners hinweg, in der Annahme, dass er sowieso ihren Willen wie gewohnt erfüllen würde und es ihm nicht darauf ankäme.
Da sie niemals die Wahrheit über die Sehnsucht, welche ihr Mann in sich trug, erfuhr, dachte sie, dass seine Anmerkung die Welt kennen zu lernen nicht wirklich wichtig war.
Die Frau hinterfragte auch nicht, ob es ihm denn wichtig wäre, oder ob er vielleicht doch auch alleine fahren würde wollen, ohne dass sie ihn dabei begleiten müsse – auf die Idee kam sie gar nicht, weil sie sich in ihrer Annahme sicher fühlte. War es doch so, dass ihr Mann meistens, ja, fast immer, ihrem Wunsch entsprach.

Fazit: Letztlich ist schwer anzunehmen (zu antizipieren), dass die Frau, die ihren Mann ehrlich liebte, ihm diesen Herzenswunsch hätte dauerhaft verweigern können.

Dies ist eine authentische Geschichte, deren es noch viele weitere gäbe!

Copyright by AN NIJA TBÉ

Artikel aus dem Buch Bewusst-Sein-Training.

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