Finanzwirtschaft – Geldsystem – Lebenssicherungssystem

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http://www.alpenparlament.tv/playlist/495-und-wenn-unter-keinem-huetchen-eine-kugel-ist

Michael Vogt im Gespräch mit dem Professor an der Wirtschaftsuniversität in Wien Franz Hörmann über das Betrugsmodell unseres Finanzsystems – und den Ausweg daraus.

«Es gibt ein systemisches Betrugsmodell einer Institution, der in unserem Wirtschaftssystem das Monopol zur Geldschöpfung über Kredite eingeräumt wird», meint der Wiener Wirtschaftswissenschafter Professor Franz Hörmann. Warum das Finanzsystem ein Betrugsmodell ist, was Bilanzen damit zu tun haben und warum der ultimative Crash droht, erklärt der querköpfige Wirtschaftsexperte.

Für Franz Hörmann, Professor an der Wirtschaftsuniversität in Wien, ist die Zeit der Banken und des Geldes vorbei. Ein Paradigmenwechsel sowohl in den Wirtschaftswissenschaften, als auch in gesamtgesellschaftlicher Hinsicht, ist für ihn unumgänglich. Hörmann erklärt, warum wir die Banken getrost ignorieren können, die freien Märkte «Blasenmaschinen zum Mißbrauch für die Eliten» sind und noch in den nächsten drei Jahren der Zusammenbruch des gesamten Systems droht.

Das Zinseszinssystem stammt aus dem zweiten vorchristlichen Jahrtausend, die doppelte Buchhaltung aus dem 15. Jahrhundert. Und es gibt keinen Bereich unserer Gesellschaft und der Wissenschaften, wo Methoden dieses Alters überhaupt noch ernst genommen werden. Aber es dient dazu, gesellschaftliche Eliten mächtig und reich zu erhalten, deswegen ändert sich nichts. Die heutige Krise geht von den Banken aus. Banken erfinden im Kreditprozeß Geld. Wenn man aber Geld aus Luft erfindet und das, was vorher noch nicht existiert hat, verzinst weiter gibt und dinglich absichern läßt, dann ist das, wenn das Geschäftsmodell schief geht, in Wahrheit ein Enteignungsmodell. Das ist auch der Hintergrund des Bankgeheimnisses. Banken können überhaupt nicht offenlegen, wo beispielsweise die Zinsen für Sparbücher, Bausparverträge oder Sonstiges herkommen. Denn wenn sie das täten, müßten sie zugeben, daß das alles in Wirklichkeit verkettete Pyramidenspiele sind.

Die doppelte Buchhaltung ist ein mittelalterliches Hütchenspiel. Die Hütchen sind die Konten. Und das echte Geld ist die Kugel, die irgendwo darunter liegt. Nun wird es spannend: Was, wenn man alle Hütchen hochhebt und da ist gar keine Kugel mehr da?

Und das gilt natürlich besonders für die immer absurderen «Rettungsschirme»: Die europäischen Länder haben nicht unbedingt die Griechen gerettet, sondern ihre eigenen, in erster Linie die Banken, die hier absurde Kredite vergeben haben. Die Zusammenhänge sind auch völlig absurd, wenn man sich Folgendes überlegt: Der Staat verschuldet sich bei den Banken, um die Zinsen der Schulden, die er bei den Banken hat, zu begleichen oder um die Banken zu retten, bei denen er selber Schulden hat. Da versteht ja keiner mehr, wer eigentlich bei wem Schulden hat und was Schulden eigentlich sind.

«Too big to fail» erweist sich als ein genial-perfides Geschäftsmodell. Es gibt erwiesenermaßen die gezielte Absicht, Banken durch Übernahmen immer größer zu machen, damit sie «too big to fail» werden. Die Verknüpfungen zwischen Finanzwirtschaft und Politik sind enorm. Eigentlich kann man Regierungen, die aus aktiven oder früheren Mitarbeitern des Finanzsystems bestehen, gar nicht ernst nehmen. Die Bankenrettungspakete sind überhaupt wahnsinnig witzig: Die Banken wurden nicht gerettet, es gibt nur einen Plan für die Zukunft, von dem man heute schon weiß, daß er nicht funktionieren wird, denn die Gelder müssen ja erst in den kommenden «Sparpaketen» mittels Steuererhöhungen von den Bürgerinnen und Bürgern einkassiert werden. Die Banken sind rund um den Globus pleite. Darum kann man getrost so tun, als ob es sie nicht mehr gäbe.

Website:
www.franzhoermann.com

http://www.youtube.com/watch?v=a4p4pA8ivZo

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Grundsätzlich gefällt mir auch alles was Prof. Hörmann bringt, dennoch kann man nicht alles gleich heute so umsetzen – das wäre extrem gefährlich.

Die Bargeldlose Gesellschaft – das System das Prof. Hörmann verbreitet kommt von einem Schweizer namens Hans Jürgen Klaussner, in irgendeinem Video erwähnt Hörmann sogar Klaussner auch.

Hörmann kann das System und die Hintergründe dazu wunderbar erklären, da es sein Spezialfach an der Wirtschaftsuni ist.

Wir haben dieses Buchungssystem einige Jahre ziemlich erfolglos praktiziert – warum und weshalb erfolglos – wäre jetzt zu lange um dies im Detail auszuführen… Kurz gesagt geht es nur, wenn es staatlich eingeführt wird, doch genau das wäre zum jetzigen Zeitpunkt fatal.

Es geht aber letztlich schon darum ganz vom Geld wegzukommen – komplett…

Und eine Vorstufe dafür wäre selbstverständlich dieses Buchungs-System, allerdings könnte dieses extremst korrumpiert werden und mit einem Schlag die Versklavung komplett machen!

Genau das wird ja seit Jahrhunderten angestrebt. Das ganze Kreditkarten und Bankomatkartensystem sind alles nur Vorstufen für einen komplett bargeldlosen Zahlungsverkehr, natürlich ohne freier Buchhaltung 🙂 Genau genommen darf man sich heute an gar nichts beteiligen, was das heutige Geldsystem betrifft, doch geht das derzeit nicht. Wir wissen, dass wir über die Banken täglich betrogen und ausgebeutet werden und dennoch kann kaum einer ohne Bankkonto auskommen. Das ist ein unerträglicher Zwang und eine klare Versklavung der wir uns wieder entziehen müssen.

Das Ziel dieses heutigen „Geld“-Systems (ohne wahre Geltung) ist der gläserne Mensch, der mittels implantierten Chips im Supermarkt bezahlt und jederzeit pleite oder auch tot gemacht werden kann. Das wollen wir doch ganz sicher nicht!!!!

Die Aufklärung von Prof. Hörmann über Buchhaltung ist sehr gut, sehr wichtig, denn kaum einer versteht heute noch etwas davon.

Mein Vorschlag für den 1. nächsten Schritt punkto Geld wäre nationales Geld 1:1 zum Euro im Wert parallel laufen zu lassen – national soll das Volk hauptsächlich das nationale Geld benutzen, über das auch jeder gebürtige Staatsbürger ein staatliches Lebenssicherungseinkommen bezieht. Die einzige Pflicht dafür ist eine Mindestarbeitszeit von 3 Monaten innerhalb von 3 Jahren. Jeder Vollbeschäftigte bekommt das staatliche Lebenssicherungseinkommen, so nenne ich das, zusätzlich zu seinem Erwerbseinkommen.

Nationales Geld ist selbstverständlich staatliches Geld, Geld das dem Volk gehört und nicht irgendeiner privaten Firma oder einer Lobby, welcher Art auch immer. Das Geldsystem muss komplett transparent sein, sodass jeder Staatsbürger Einsicht hat und auch prüfen kann. An diesem Geld darf auch kein anderer Staat oder sonst wer beteiligt sein. Niemand darf für länger als ein Jahr die Macht dabei ausüben und muss sofort absetzbar sein, wenn sich eine Unregelmäßigkeit zeigen sollte. Das nationale System muss komplett neu überdacht und eingerichtet werden. Das Volk muss darüber abstimmen und in allen Punkten zustimmen. Geld ist keine Handelsware, sondern der Gegenwert für menschliche Leistung und darf daher nicht an den Börsen notiert werden.

Die Menge des Geldes darf die Umlaufmenge in einem Staat nicht überschreiten. Für feste Liegenschaften des Volksvermögens wird ein eigener Werte-Posten eingerichtet.

Das nationale Geld hat Vorrangstellung vor dem Euro, der jedoch vorerst zweites gültiges Zahlungsmittel bleiben sollte, damit nicht gleich alles wieder zusammenbricht. Der Euro muss langsam eingezogen werden, oder eventuell zweites Zahlungsmittel bleiben, das muss gut überlegt werden, ich persönlich habe diese Schritte der Abschaffung des Euros noch nicht in allen Konsequenzen durchgedacht.

Erst nach diesem Schritt und den Erfahrungen mit dem neuen nationalen Geld und einem Lebenssicherungseinkommen, darf man an ein reines Buchungssystem denken, so nicht bessere Ideen auftauchen! Beim Buchungssystem kommt es jedenfalls noch mehr und genauer geschaut darauf an, wie es durchgeführt wird, wer die Kontrolle hat und wer dahinter steht.

by ©AN NIJA TBÉ: 10.10.2011

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Andreas Popp sagt zum Geldsystem und Steuern folgendes:

Aktuelle Berichte zu diesem Thema und dem bevorstehenden Bankenchrash:

Banken rüsten für den großen Crash: http://kurier.at/wirtschaft/w_unternehmen/4275279.php

http://kurier.at/aktuellethemen/eurokrise/

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Warum das Grundeinkommen die richtige Lösung ist

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2 Kommentare

  1. Beiträge aus dem Blogg Wissenschaft 3000 | S I R I U S N E T W O R K
  2. 09.06.2012: LUST AUF NEUES GELD? – Veranstaltung « Wissenschaft3000

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