Christianisierung

„Euer Glaube ist unser Sieg“

02.11.2007 | 18:18 |  NORBERT MAYER (Die Presse)

Christianisierung. Wie Kaiser Konstantin der Große im Jahre 312 setzte auch der Franke Chlodwig Ende des 5.Jahrhunderts auf das Christentum. Sein Bekenntnis zu Rom half bei der Schaffung des Merowinger-Reiches. weiterlesen…  http://diepresse.com/abo/presseclub/weltgeschichte/340704/Euer-Glaube-ist-unser-Sieg

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Das Patriarchat V: Die Christianisierung Europas

Jede patriarchale Religion ist eine politisch motivierte Ideologie zur Erlangung und Aufrechterhaltung von Macht.

Der Preis der finalen Christianisierung Europas sind 8 bis 10 Millionen gefolterte und gemordete ›Hexen‹. Wenn heutige Geschichtsrevisionisten behaupten, unter den 8 bis 10 Millionen Ermordeten der christlichen Inquisition hätten sich in Europa weniger als 100 000 ›Hexen‹ befunden, ist das eine Schutzbehauptung sowohl von Männern, die nicht ›glauben‹ wollen, dass zivilisierte christliche Männer Frauen so etwas millionenfach angetan haben sollen und wenn auch unaufgeklärte christliche Frauen die Millionenzahlen bezweifeln, geht das auf die christliche Hirnwäsche zurück, der wir seit diesem barbarischen Akt der Christianisierung alle ausgesetzt wurden. Niemals in der Geschichte der Menschheit haben ›unzivilisierte, heidnische, anders- oder ungläubige‹ Männer – nicht einmal die muslimischen Taliban – ein Verbrechen derartigen Ausmaßes an Frauen begangen wie christliche Fundamentalisten.

›Dass die modernen Historiker alle Beweise ignorieren, zeigt, wie nötig der zivilisierte Mensch es hat, die böse Erinnerung zu unterdrücken, um sich seine Selbstachtung als vernünftiges Wesen, diese lebensrettende Illusion zu bewahren‹ (Lewis Mumford  1974, S. 255).

Für die spätmittelalterliche Kirche waren die Weisen Frauen Vertreterinnen einer anderen Religion, sie standen für ein anderes Wissen, das für die Kirche unkontrollierbar blieb und daher ausgerottet werden mußte. (Erika Wisselinck)

Vor der Inquisition und den Hexenverbrennungen (vom 15.–18. Jahrhundert) waren die Menschen im europäischen Mittelalter VerehrerInnen der Göttin. Darunter gebildete Frauen, Weise Frauen, Kräuterfrauen, Krankenpflegerinnen, Hebammen und Heilerinnen, welche das Wissen und die Mittel hatten, die Frauen und ihre Säuglinge was Ernährung und Hygiene betraf zu beraten; sie kannten aber auch die Mittel zur Schwangerschaftsverhütung und Abtreibung. Damit bewahrten sie die Frauen vor der Last unzähliger unerwünschter Schwangerschaften, dem drohenden Tod im Kindbett und das Land vor Überbevölkerung und Armut. Dies scherte aber Martin Luther (1483 – 1546) nicht. Er verkündete: Sind die Frauen erschöpft und sterben im Kindbett, so liegt kein Übel darin. Laß sie sterben, so lange sie nur gebären, denn dies ist recht eigentlich ihre Bestimmung!

Das über Jahrtausende gesammelte Wissen zur Heilkunde, auch jenes zur Verhütung und Abtreibung, wurde ausgerot­tet, weil es den Zielen von Staat und Kir­chen entge­genstand, ihren Reichtum durch Menschenmassen zu vergrößern (Heinsohn).  Gunnar Heinsohn bezeichnet die Folterung und Ermordung von Millionen von Frauen »als das un­geheuerlichste Ereignis der Neuzeit vor Auschwitz« und weist darauf hin, dass mit den Hexenmorden »eine Blüte der mit­telalterli­chen Naturwissenschaft, das physikali­sche und chemische In­strumen­tarium für die Geburts­heil­kunde und vorrangig für die Schwanger­schaftsverhütung und Frucht­abtrei­bung zerstört wurden« (Heinsohn et al. 1979, S. 14 f.). Und weiter schreibt er (S. 54 f.): »Dass die naturwissen­schaftlichen Kennt­nisse der wei­sen Frauen verschüttet wurden, ist häufig beschrieben worden. Es wurde sogar erkannt, dass sie mit den He­xenmassakern verschwin­den.«

Der Hexen­hammer von 1487 warnt: »Niemand schadet dem ka­tholischen Glauben mehr als die Hebammen.« – »Die Hexenjagden vom 15. bis zum 18. Jahrhundert gehören zu den verabscheuungswürdigsten Taten, die je im Namen des Christentums begangen wurden. Die Zahl der Frauen und Männer, die der Hexerei beschuldigt und ermordet wurden, erreichte über acht Millionen. Die meisten Opfer, die auf dem Scheiterhaufen starben, waren einfache Frauen vom Lande, die das Wissen um die Göttin und ihre Geheimnisse von ihren Müttern und Großmüttern übernommen hatten.« (Gimbutas 1995, S. 319)

Die Weisen Frauen wollten sich nicht zum patriarchalen Monotheismus bekehren lassen, der ihnen Rechte, Würde und Freiheit nahm, ihre Göttin aberkannte und sie durch einen patriarchalen männlichen Gott, der ihnen durch die Bibel bedrohlich vor Augen geführt wurde, ersetzen sollte.

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ZEITTAFEL ZUR CHRISTIANISIERUNG EUROPAS

aus der Webseite: http://www.midgardsohn.de/geschichte_zeittafel_christianisierung.htm

um 150 Christengemeinden in Gallien

um 185 Christen in den Provinzen Germanien und Britannien

306-337 Ks. Konstantin der Große (geb. um 280)

311 Toleranzedikt des Ks. Galerius (293-311; geb. um 250)

325 Konzil von Nizäa

336/341 Wulfila (um 311-383) zum Bf. der Goten geweiht;

planvolle Missionsarbeit; Bibelübersetzung

392 Verbot des heidnischen Kultes

395 Aufteilung des römischen Reiches

Ende 4. Jh. Einbürgerung des Mönchtums im Westen

476 Ende des weströmischen Reiches

568-711 Westgotenreich in Spanien (Anfänge 507)

568-774 Langobardenreich in Italien (zunächst homöisch)

711 arabisch-islamische Eroberung Spaniens

481/482-751 Frankenreich unter den Merowingern

481/482-511 Chlodwig Frankenherrscher (geb. 466)

486/487 Sieg Chlodwigs bei Soissons über den römischen Heeresmeister Syagrius

498/499 Weihnachten: Taufe Chlodwigs in Reims, Frankenreich katholisch

5. Jh. Eindringen der Angeln, Sachsen und Jüten in England

ab 432 Christianisierung Irlands durch Patrick (Brite; gest. 463/493 [?])

590-604 Papst Gregor der Große (geb. um 540)

ab 719 Missionstätigkeit des Bonifatius (672/675-754)

723 Fällung der Donareiche bei Geismar durch Bonifatius

714-741 Karl Martell fränkischer Hausmeier (geb. um 688/689)

732 Karl Martells Sieg bei Tours und Poitiers über die Araber

751-911 Herrschaft der Karolinger

768-814 Karl der Große, fränkischer Kg. und (seit 800) Ks. (geb. 747)

772-804 Eingliederung der Sachsen ins Frankenreich und Mission

782 sog. Blutbad von Verden, sächsische Strafgesetze

785/794 vollständige Eingliederung Frieslands ins Frankenreich

791-796 Unterwerfung der Awaren

ab 829 Mission Ansgars (801-865) in Schweden

834 Gründung des Erzbistums Hamburg

845 Zerstörung Hamburgs durch die Wikinger

847/848 Erzbistum Bremen-Hamburg

nach 960 Taufe des Dänenkönigs Harald Blauzahn (ca. 940 – ca. 985)

1000 Annahme des Christentums durch das isländische Allthing

1163 Errichtung des Erzbistums Uppsala (ehem. heidn. Zentralheiligtum),

Schweden autonome Kirchenprovinz

ab 869 Aufbau einer slavischen Nationalkirche

988/989 Annahme des byzantinischen Christentums durch die Russen

937-973 Otto I. der Große Kg. und seit 962 Ks. (geb. 912)

955 Ottos Sieg über die Ungarn auf dem Lechfeld

966 Annahme des Christentums durch Mieszko (Polenfürst)

seit 970 Christianisierung der Ungarn

983 Zusammenbruch der Mission durch Slavenaufstand

1000 Gründung des Erzbistums Gnesen, Polen autonome Kirchenprovinz

1001 Gründung des Erzbistums Gran, Ungarn autonome Kirchenprovinz

1066 Wendenaufstand

1147 Wendenkreuzzug gegen Abodriten und Liutizen

1198/1199 Gründung des Deutschen Ordens

seit 1201 gewaltsame Mission der Letten, Liven, Kuren und Esten durch

Albert von Buxhoeveden (gest. 1229)

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http://www.doktus.de/dok/27602/die-christianisierung-europas.html – Zeittafel

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Konferenz 2011 – http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/count=1&sort=datum&order=down&page_id=1
Die Christianisierung Europas. Entstehung, Entwicklung und Konsolidierung im archäologischen Befund…  http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=15160

Informationen zu diesem Beitrag
BeiträgerSebastian Ristow <sristow@uni-koeln.de>
Veröffentlicht am15.11.2010
Zitierweise
Klassifikation
Regionaler Schwerpunkt Europa, Westeuropa, Benelux-Staaten, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Schweiz, Osteuropa, Bulgarien, Rumänien, UdSSR / Rußland, Ukraine, Mittel-/Osteuropa, Österreich, Polen, Tschechien und Slowakei / Tschechoslowakei, Ungarn, Südeuropa, Griechenland, Iberische Halbinsel, Italien, Südosteuropa / Jugoslawien, Nordeuropa, Baltische Staaten, Skandinavien
Epochale Zuordnung Ur- und Frühgeschichte, Alte Geschichte, Römische Geschichte, Spätantike (284-565), Mittelalterliche Geschichte (476-1500), Frühmittelalter (476-900), Hochmittelalter (900-1250), Spätmittelalter (1250-1500), 14. Jahrhundert, 15. Jahrhundert, Byzanz
Thematischer Schwerpunkt Archäologie, Raumgeschichte, Geografie, Transnationale Geschichte, Kultur, Kulturgeschichte und -wissenschaft, Kirchengeschichte
TypKonferenz
LandGermany
SpracheGerman English
Veranstalter:    Universität zu Köln, Archäologisches Institut, gefördert von der DFG; Organisation: Dr. Orsolya Heinrich-Tamáska (GWZO Leipzig) – Dr. Niklot Krohn (Freiburg) – PD Dr. Sebastian Ristow (Universität Köln)
Datum, Ort:    16.12.2010-18.12.2010, Bergisch Gladbach-Bensberg, Thomas-Morus-Akademie

Die Hinwendung zum christlichen Glauben ist ein in den einzelnen Regionen Europas in funktionaler und chronologischer Hinsicht äußerst vielschichtiger Prozess. Die Bandbreite reicht von „altchristianisierten“ Gebieten in den Provinzen des römischen Reiches über die in mehreren Schüben verlaufende Christianisierung in den Randgebieten des Imperiums und im germanischen Einflussgebiet bis zu den erst im fortgeschrittenen Hochmittelalter vom christlichen Glauben erreichten Regionen, die durch die Wikinger im Norden und die Slawen im Osten geprägt waren. Im heutigen Deutschland treffen die drei unterschiedlichen Zonen der Christianisierung an Rhein und Elbe aufeinander. weiterlesen… http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=15160

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http://archaeologie.uni-koeln.de/node/101

Kölner Studien zur Archäologie der Römischen Provinzen (KASARP)

KASARPHerausgeber: Thomas Fischer
für das Fach Archäologie der römischen Provinzen (AdRP) am Archäologischen Institut der Universität zu Köln

ISSN: 0945-2893.

Verlag: Marie Leidorf (VML)

Band 10: Ansgar Nabbefeld, Römische Schilde. Studien zu Funden und bildlichen Überlieferungen vom Ende der Republik bis in die späte Kaiserzeit.
Erscheinungsjahr: voraussichtlich Frühjahr 2008
Erscheinungsort: Rahden/Westf.
ISBN-13: 978-3-89646-138-4

Band 9: Antje Düerkop – Pia Eschbaumer, Die Terra Sigillata im römischen Flottenlager an der Alteburg in Köln. Das Fundmaterial der Ausgrabung 1998.
Inhalt: 493 S., 66 Abbildungen, 39 Tabellen, 86 Tafeln, 1 Ortsregister.
Erscheinungsjahr: 2007
Erscheinungsort: Rahden/Westf.
ISBN-13: 978-3-89646-137-7
Preis: 74,80 €

Band 8: Christian Miks, Studien zur römischen Schwertbewaffnung in der Kaiserzeit.
Teil I – Text. Teil II – Katalog und Tafeln.
Inhalt: 938 S., 117 Abbildungen, 30 Tabellen, 352 Tafeln.
Erscheinungsjahr: 2007
Erscheinungsort: Rahden/Westf.
ISBN-13: 978-3-89646-136-0
Buchhandelspreispreis: 139,80 €

Band 7: Peter Rothenhöferr, Die Wirtschaftsstrukturen im südlichen Niedergermanien. Untersuchungen zur Entwicklung eines Wirtschaftsraumes an der Peripherie des Imperium Romanum.
Inhalt: 324 S., 53 Abbildungen, 10 Tabellen.
Erscheinungsjahr: 2005
Erscheinungsort: Rahden/Westf. 2005
ISBN-13: 978-3-89646-135-3
Buchhandelspreis: 74,80 €

Band 6: Thomas Lobüscher, Tempel- und Theaterbauten in den Tres Galliae und
den germanischen Provinzen. Ausgewählte Aspekte.
Inhalt: 168 S., 15 Abb., 47 Taf.
Erscheinungsjahr: 2002
Erscheinungsort: Rahden/Westf.
ISBN 3-89646-134-6
Buchhandelspreis: 48,80 €

Band 5: Ursula Vedder, Grabsteine mit Porträt in Augusta Emerita (Lusitania). Zur Rezeption stadtrömischer Sepulkralkunst in einer Provinzhauptstadt.
Inhalt: 154 S., 20 Abb., 3 Tab., 29 Taf., engl. und span. Zusammenfassung
Erscheinungsjahr: 2001
Erscheinungsort: Rahden/Westf.
ISBN 3-89646-133-8
Buchhandelspreis: 48,80 €

Band 4: Jürgen Obmann, Studien zu römischen Dolchscheiden des 1. Jahrhunderts n.Chr. Archäologische Zeugnisse und bildliche Überlieferung.
Inhalt: 54 S., 5 Abb., 43 Taf., 17 Phototaf., 8 Farbtaf., 10 Karten, engl. Zusammenfassung
Erscheinungsjahr: 2000
Erscheinungsort: Rahden/Westf.
ISBN 3-89646-132-X
Buchhandelspreis: 46,00 €

Band 3: Annette Küpper-Böhm, Die römischen Bogenmonumente der Gallia Narbonensis in ihrem urbanen Kontext.
Inhalt: 204 S., 114 Abb., 44 Phototaf., engl. und franz. Zusammenfassung
Erscheinungsjahr: 1996
Erscheinungsort: Espelkamp
ISBN 3-89646-131-1
Buchandelspreis: 74,50 €

Band 2: Philipp M. Pröttel, Mediterrane Feinkeramikimporte des 2. bis 7. Jahrhunderts n.Chr. im oberen Adriaraum und in Slowenien.
Inhalt: 308 S., 72 Abb., 59 Taf., 55 Phototaf., 4 Tab., 1 Karte, ital. und slowen. Zusammenfassung
Erscheinungsjahr: 1996
Erscheinungsort: Espelkamp
ISBN 3-89646-130-3
Buchhandelspreis: 71,50 €

Band 1: Richard Petrovszky, Studien zu römischen Bronzegefäßen mit Meisterstempeln.
Inhalt: 415 S., 17 Abb., 43 Taf., 5 Tab., 6 Karten
Erscheinungsjahr: 1993
Erscheinungsort: Buch am Erlbach
ISBN 3-924734-12-7
Buchhandelspreis: 61,50 €

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