Flucht aus dem Supermarkt

Flucht aus dem Supermarkt

Es war im Jahre 1994, ich aß nur noch ganz wenig Fleisch, weil mir zunehmend vor Fleisch ekelte. Das einzige Fleisch, welches ich immer noch mochte, war luftgetrockneter Tirolerspeck. Von diesem schnitt ich ganz dünne Scheiben ab und lutschte lange daran, das schmeckte mir.

Der Sommer 1994 war außerdem sehr heiß und ich bekam die geistige Nachricht, Fleisch nicht vor Sonnenuntergang zu essen. Interessanter Weise bekam eine Freundin die gleiche Botschaft. Es war auch automatisch so, dass wir tagsüber kein Fleisch essen konnten, warum weiß ich immer noch nicht. Vielleicht geschehen im Zusammenhang mit Sonne, Licht und Fleisch ungesunde Prozesse im Körper, die zu vermeiden sind??? – Ich weiß es aber bis heute nicht.

Als eines Tages mein Tirolerspeck zu Ende gegangen war ging ich in einen Supermarkt ganz in der Nähe. Ich ging in das Geschäft, in welchem ich fast täglich etwas kaufte. Es hatte einen langen schmalen Gang, an dessen Ende sich das Regal mit dem Frischfleisch befand. Ich ging also auf das Kühlregal mit dem Fleisch zu, rechts davon befand sich das Regal für sonstige Fleischwaren wie Würste etc. auch die luftgetrockneten Artikel, wie mein Tirolerspeck. Ich suchte ein Stück Speck für mich aus, drehte mich um und stand nun frontal genau vor dem Frischfleischregal.

Ich erstarrte…

alles Fleisch war plötzlich „lebendig“ geworden.

Hühner, Gänse, Kühe, Schweine, Pferde, Lämmer ohne Haut und Augen, ohne dem was Leben ausmacht – „griffen“ grauenhaft nach mir…

Alles schrie schmerzverzerrt aus dem Regal heraus, hatte „Arme“ bekommen, die mich greifen wollten – um Hilfe zu bekommen – so vermutete ich.

Eine unvorstellbare Schmerzwelle kam aus dem Regal und ergriff mich total. Der gesamte Regalinhalt begann lebendig zu werden und schien nun auch Beine zu bekommen und aus dem Regal herauszusteigen. Alle diese hautlosen Fleischteile nahmen unbestimmte Formen an und schienen sogar aus dem Regal raus zu kommen und hinter mir herzulaufen.

Ich bekam Panik, denn ich hatte das Gefühl, nun würde all das Fleisch über mich herfallen, um mich aufzufressen. Es schien mir, als wolle sich die Tierwelt an mir rächen oder mir vermitteln was ihr angetan wird. Es gibt keine passenden Worte für den unbeschreiblichen Schmerz, welcher der Tierwelt angetan wurde und wird, den ich jedoch in diesen unvergesslichen Minuten, in jeder Zelle meines Körpers und meiner Seele leidvoll erkennen musste.

Ich schleuderte meinen Tirolerspeck zurück in Regal, drückte die Augen zu, welche bereits mit Tränen gefüllt waren und rannte…

Während ich weinend und laut schreiend aus dem Supermarkt lief, hatte ich das Gefühl, dass all die toten Tiere hinter mir her rannten um mich zu fassen, als wollten sie mir ihren Schmerz zurückgeben. Ich wagte es nicht mehr mich nochmals umzudrehen, weil das Gefühl von dem schmerzverseuchten Fleisch verfolgt und gefasst zu werden ebenso, wie meine Panik, mit jedem Schritt wuchs. Ein echter Alptraum bei Tageslicht und mit offenen Augen.

Beim Hinauslaufen aus dem Supermarkt, in Panik, ja einer Art Flucht vor dem Irrsinn der hinter mir schrie, begriff ich gleichzeitig, dass wir Menschen uns in einem tödlichen und schmerzvollen Kreislauf befinden. Ich sah vor meinem geistigen Auge deutlich was geschieht, wenn ein Mensch von solch einem Fleisch isst.

Der Schmerz der Tiere hatte mich erfasst und peinigte nun mich fürchterlich…

Nur schnell raus hier… tönte es in meinem Kopf…

Es war mir egal was sich die Leute im Supermarkt mit ihren verwunderten Blicken dachten. Ich versuchte auch gar nicht meine Gefühle und augenblicklichen Erfahrungen zu unterdrücken, sondern weinte und schrie alles aus mir wieder heraus, was da so unvermutet in mich eingedrungen war.

Jeder Mensch der diesen Schmerz der Tiere, durch das Essen des Fleisches in sich trägt, kann selber auch nur wieder Schmerz erzeugen, hörte ich in meinem Kopf. Ich begriff augenblicklich, weshalb sich unter anderem Menschen so roh und rücksichtslos verhalten…

Der Mensch ist was er isst, im wahrsten Sinne des Wortes.

Das Leid, die Brutalität, die Würdelosigkeit, den unbeschreiblichen Schmerz, die Missachtung des anderen Seins, das alles isst er mit dem gemarterten Fleisch und verhält sich dementsprechend, bewusst oder unbewusst. Er kann gar nicht anders, weil er nun die Energie in sich trägt, die nun in seinen Zellen lebt.

Der Besuch im Supermarkt war an diesem Tag wie ein Alptraum, ein äußerst realer luzider Alptraum, der mir aber die Augen öffnete und mich das Entsetzen, den Schmerz der armen Tiere erleben ließ. Eine Erfahrung, welche ich in einer wahren Ausnahmesituation erleben durfte und niemals mehr vergessen werde.

Der Abschlusssatz dieser Geschichte macht sich fast von selbst obsolet, dennoch, ich aß ab diesem Tag für viele Jahre kein Fleisch mehr. Selbst wenn ich andere Menschen Fleisch essen sah, ekelte es mich davor und ich konnte mir manchmal eine derartige Bemerkung nicht verkneifen, womit ich mitunter ziemlich ins Fettnäpfchen trat.

Im Nachhinein betrachtet finde ich es außerdem bemerkenswert, dass dieses Erlebnis in einer Entwicklungsperiode meines Lebens stattfand, die ich ohne äußeren Anlass als rundum glücklich und unbeschwert erleben durfte. Ich war von innen heraus glücklich, ja wahrhaftig!

Jahre später traf ich einen Mann, der bei den Aborigines gelebt hatte. Diese ernähren sich fast nur von Fleisch, weil es ja kaum pflanzliches in der Wüste gibt, erklärte er mir. Er gebrauchte weiters die Aussage; „wenn wir richtig essen, dann läutern wir das Fleisch durch uns“. Welche Herausforderung!

Ich war damals in ziemlichem Stress und vermisste oftmals die nötige Erdung und begann wieder wenig Fleisch zu essen, aber fühlte mich nicht richtig wohl dabei. Ich segnete jede Speise wie gewohnt, doch speziell das Fleisch, welches ich wieder sehr mäßig aß, dachte ich ab nun durch mich zu heilen, die Schmerzen zu neutralisieren, ihm einen Weg zurück zur Natur zu ermöglichen. Es zu läutern, wie vernommen. Bis heute fühle ich, dass dies nur teilweise möglich ist. Wirklich wohl fühlte ich mich daher niemals beim Fleischessen.

Als ich später bei Spalding las, dass die Avatare nichts essen was Bewusstsein hat begann ich erneut über das Fleischessen nachzudenken und darüber, was denn kein Bewusstsein hat.

Zuerst dachte ich, alles hat ja Bewusstsein, auch Pflanzen, ich sprach doch so oft mit Pflanzen, doch nach längerem und genauem Hinsehen erkannte ich anderes. Nur Tiere und Bäume haben anscheinend Bewusstsein, nicht jedoch die Früchte der Bäume und die Früchte der Erde. Getreide und Gemüse tragen Information haben aber kein eigenes Bewusstsein. Bewusstsein hat offenbar etwas mit sich selbst erkennen zu tun. Pflanzen haben Gefühl ja Liebe, ich habe diese Liebe der Pflanzen erlebt, sie haben aber kein Ich-Bewusstsein.

?Vielleicht ist auch das nur eine Teilerkenntnis?

Als bewusstes Wesen erlebt man doch beständig jeden Tag neu und jeder Tag darf neue Erkenntnis mit sich bringen. Das JETZT darf auch alte Erkenntnisse komplett als falsch oder als überholt ablösen.

So hoffe ich doch sehr, dass die Menschheit ihre Verhaltensweisen sofort und nachhaltig, für die Tier- und Pflanzenwelt, mit Liebe Ehre und Respekt ändert.

Alles ist ein immerwährender Prozess indem für mich, seit der Flucht aus dem Supermarkt, als gesichert verankert ist: „Das Fleisch von Tieren zu essen, die furchtbare Leiderfahrungen vor ihrem Tod hinter sich hatten, verursacht auch im Menschen Leid und der Mensch ebenfalls.

Daher sollte der Mensch mit dem Essen von Fleisch generell Schluss machen, auch wenn es sehr schwer ist!

Unabhängig davon, sollten diese Zustände, die mir in dieser Wachvision – Realvision – fühlbar, sichtbar gezeigt wurden, von diesem Globus verschwinden. Kein Tier sollte so sehr leiden, um den Mitwesen als Nahrung zu dienen.

Bewusstsein ist auch ein Zustand geistiger Klarheit, Tiere besitzen diese oftmals in höherem Grad als der Mensch. Jedes Tier hat Bewusstsein, seiner evolutionären Entwicklung und seinem speziellen Sein entsprechend. Der Mensch besitzt, so er entwickelt ist, das höchste Bewusstsein vor dem vergeistigten Menschen, dem Avatar. Menschen niederer Bewusstseinsstufe sind oftmals geringer als Tiere in jedweder Weise.

Es gibt auch „Menschen“, mindestens sehen sie so aus, aber man darf zu Recht bezweifeln, dass der Begriff Mensch bei diesen Kreaturen angebracht ist, denn ich meine damit jene, die Freude am Schmerz ihrer Mitwesen empfinden, sich von dieser fürchterlichen Energie ernähren, das sind keine Menschen, das sind Monster!

Nur solche können sich derart widerlich verhalten, wie es in folgenden Videos gezeigt wird – Achtung diese Videos sind absolut unerträglich – jeder sollte sie dennoch einmal gesehen haben und den Tränen und Schreien des Mitgefühls dabei freien lauf lassen:

http://veg-tv.info/Earthlings  –  http://www.peta.de/  –  http://www.petatv.de/video/Undercover-Schlachthof-Video%3A-Todesschreie-der-Tiere/a7f013df50a25fa50ca050e78fbaf4c6

Nun esse ich also seit einigen Monaten erneut kein Fleisch mehr und werde dies vermutlich auch nie mehr ändern, denn ich merke, dass der gleiche Ekel wieder da ist und sich mein Bewusstsein und meine Sensibilität deutlich verändern. Es ist natürlich schon klar, dass mit höherem Bewusstsein und stärkerer Sensibilität, das Leben hier nicht leicht zu ertragen ist, aber das muss eben auch gelernt werden, vor allem dürfen die Zustände verändert werden.

Wir sind zu allem fähig was wir wollen und wofür wir uns entschieden haben.

Es liegt natürlich bei jedem Einzelnen selbst, welchen Weg er leben und gehen möchte und welchen Qualitäten er sich weiht.

Nur drei Gesetze innerer ethischer Grundhaltung genügen, um diesen Globus zu einem Paradies zu machen! Diese waren die Grundpfeiler der nordamerikanischen Indianer, sie brauchten keine 10 Gebote, um im Einklang mit der Natur zu leben!

Sie bräutchen „nur“:

LIEBE – EHRE – RESPEKT

Für alles Leben im Lebensgeflecht!

notiert 1994/2000 – Endfertigung 2009 – © by AN NIJA TBÉ

http://giftfrei.wordpress.com/2011/10/17/haben-wir-das-moralische-recht-tiere-zu-schlachten/

http://giftfrei.wordpress.com/category/lebensmittel-gifte/fleischessen/

Nachtrag: Wenn ich oben schrieb, dass ich wieder mit dem Fleischessen begonnen hatte, dann gehört das immer wieder der Vergangenheit an, wenn mein Körper unverdrängbar nach Fleisch verlangt, dann esse ich mal wieder Fisch oder auch Fleisch.

AnNijaTbé am 17.2.2013

~~~

Das folgende Video hat Ähnlichkeiten mit meiner visionären Schlachtfleischbegegnung – mein Erlebnis war allerdings noch viel drastischer!

meet…

Hochgeladen am 27.06.2007
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